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Saudi-Arabien Anschlag auf saudischen Prinzen

28.08.2009 ·  Während eines Empfangs des Prinzen Muhammad bin Naif bin Adbul Aziz Al Saud anlässlich des Fastenmonats Ramadan zündete ein Sprengsatz. Der Attentäter hatte sich zuvor als reuiger ehemaliger islamistischer Terrorist ausgegeben.

Von Christoph Ehrhardt
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In Saudi-Arabien ist ein Anschlag radikaler Islamisten auf ein Mitglied der Königsfamilie fehlgeschlagen. In einer Stellungnahme des Königshauses vom späten Donnerstagabend hieß es, der Anschlag auf Prinz Muhammad bin Naif bin Adbul Aziz Al Saud habe sich in der Stadt Dschidda während eines Empfangs des Prinzen anlässlich des Fastenmonats Ramadan ereignet.

Demnach war ein gesuchter Terrorist mit einer Gruppe Besucher zum Haus des Prinzen gekommen und hatte gebeten, zum Prinzen, der im Innenministerium des Königreichs für die Terrorismusbekämpfung zuständig ist, vorgelassen zu werden, weil er sich ihm ergeben wolle. Während der Mann durchsucht worden sei, sei ein am Körper des Mannes versteckter Sprengsatz gezündet worden.

Attentäter ohne Sicherheitskontrolle durch gewunken

Prinz Muhammad bin Naif sei nur leicht verletzt worden. Er sei zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht worden, habe es aber schnell wieder verlassen. Wie die saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA berichtete, hatte der saudische König Abdullah ihn persönlich im Krankenhaus besucht.

Der König kritisierte dabei, dass der Prinz den Attentäter ohne Sicherheitskontrolle zu sich durchgewinkt habe. Die Besucher hätten am Eingang alle gründlich durchsucht werden müssen. Während des Ramadan sind Angehörige des Königshauses dazu verpflichtet, Besucher zu empfangen. Der Prinz sagte, der Vorfall habe ihn nur darin bestärkt, den Kampf gegen den Terrorismus zu verstärken.

Reuige Terroristen sollen wieder in die Gesellschaft eingegliedert

Er ist ein ranghoher Funktionär im Innenministerium und eine Schlüsselfigur für die Anti-Terrorismus-Kampagne gegen Al Qaida in Saudi-Arabien, die als effektiv gilt. Unter ausländischen Sicherheitsleuten und Diplomaten genießt er einen guten Ruf. Er gehöre zur jüngeren Generation und habe erfolgreich im Sicherheitsapparat aufgeräumt, heißt es. Auf die Initiative Muhammad bin Naifs war in Saudi Arabien ein Programm aufgelegt worden, mit dem reuige Terroristen wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden sollen.

Der Vater des Prinzen ist der Innenminister Naif bin Abdul Aziz Al Saud, der ein Halbbruder König Abdullahs ist und seinen Sohn und seinen Bruder große Teile des operativen Geschäfts führen lässt.

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Jahrgang 1975, Redakteur in der Politik.

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