Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) wertet den Wahlerfolg der CDU in Sachsen-Anhalt als „großen Tag des Aufbruchs“ der Union.
Der Sieg sei ein Signal für die Bundestagswahlen in Berlin, sagte Stoiber am Sonntag im ZDF. Die
Menschen in Sachsen-Anhalt wollten nicht auf Dauer Schlusslicht in Deutschland sein. Die Schlusslichtdiskussion werde auch im Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen, da Deutschland EU-weit in vielen Punkten Schlusslicht sei.
Stoiber: Schröders Wirtschaftspolitik verantwortlich
Stoiber sagte, mit dem Regierungswechsel in Sachsen-Anhalt verändere sich „in Deutschland außerordentlich viel“. Er verwies dabei vor allem darauf, dass sich im Bundesrat die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Union verschieben. Zudem sei er sicher, dass die Union nun mehr Bürger mobilisieren könne.
Der bayerische Ministerpräsident wertete die „gute Zusammenarbeit“ der Union als Grundlage, um den Wechsel zu erreichen. Die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik von Bundeskanzler Gerhard
Schröder (SPD) sei für die Wahlniederlage der Sozialdemokraten in Sachsen-Anhalt verantwortlich, betonte Stoiber.