15.11.2012 · Die Russland-Enzyklika des Bundestags interessiert die Kanzlerin nur am Rande. Putin juckt sie schon gar nicht.
Von Berthold KohlerRichtlinien für Lesermeinungen
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Ist unsere Abhängigkeit von russischem Erdgas wirklich so groß?
Der Verkäufer läßt die Kunden anreisen? Die Energiewende treibt den moskauer Metzgern die Hasen in die Küche. In Teheran und Damaskus muß man sich wegen Deutschland keine Sorgen machen wenn die Kanzerin nach Moskau reist.
Putins charmanter ökonomischer Diplomatie erlegen
Es geht hier nicht nur um die Kritik an der allbekannten Trennung von Ethik und (Wirtschafts-)Politik, sondern um vitale Interessen der Völker Europas.Engels betitelte „die auswärtige Politik des russischen Zarentums“ (in jener gleichnamigen Schrift aus 1890) als „modernes Jesuitentum“,welches so skrupellos wie konsequent der Weltherrschaft entgegenstrebt.So sehr diesem Streben nach dem Zerfall des Sowjetimperiums,welches sich längst zu neuem Zarentum ausgewachsen hatte,ein Riegel vorgeschoben war,so zeigt sich doch gerade unter Putin,wie die von Engels bereits beschriebenen innenpolitischen Schwächen (die dann schließlich gar noch die Sowjetmacht zu zerstören vermochten), nunmehr in dem Maße überwunden zu sein scheinen,wie für das außenpolitische Parkett gerade so notwendig.Weltherrschaft erreicht man heute nicht mehr allein aufs Militär gestützt,China zum Beweis,sondern durch eine charmant daherkommende ökonomische Diplomatie.Und dieser scheint Frau Merkel ganz besonders zu erliegen.
Vielleicht bräuchte es einfach mal...
...einen neuen Programmablauf für die Treffen der beiden: 1. Tag Werksbesuch in Toljatti bei Lada, 2. Tag Werksbesuch in Ingolstadt bei Audi mit Einführung ins "Vorsprung durch Technik" Konzept, anschliessend Fahrt zur Tanke, Putin Referat "Der Stoff aus dem die Träume sind", Worscht-Semmeln vom Gasgrill und runtergespült wird mit trockenem Rheingauer Riesling und ein paar Shots Stolichnaya plus markigen Trinksprüchen. Danach gemütliches Lehnen am Stehtisch und übers Geschäft, die Welt und Fussball reden. Zum Schluss Nationalhymnen und Trikottausch - Vladimir schenkt Angela eines des "Sbornaja"-Eiskunstläufers Owetschkin und Angela revanchiert sich mit einem Schweini-Hemd. Küsschen, Abflug und leichter Neid, dass man als musikalische Untermalung nebst den Militärkapellen nur Pussy Riot und die toten Hosen gehabt hätte, während Obama nicht mal mit den Fingern zu schnippen braucht und der "Boss" röhrt "Tougher than the rest...".
Also ich muß schonmal meine Verwunderung kundtun. Da wird Russland Repression vorgeworfen
und in NRW sitzt ein Abgeordneter des Kölner Stadtparlamentes unter
Stasiähnlichen Bedingungen in Isolationshaft. Ihm wird substanziell
vorgeworfen Sitzungsgelder in Höhe von 98 Euro widerrechtlich
beantragt zu haben.
also erstmal vor der eigenen Tür kehren, da ist es dreckig genug.
es ist doch immer wieder für mich erstaunlich wieweit sich
all´diese "Demokraten" sich vom
mündigen Bürger entfernt haben. Denn... ist allen hier
erscheinenenden Medien stehen die Kommentare mindestens 70% pro Russland
als wichtigen Nachbarn.
Allerdings hat man manchmal das Gefühl bei der Mainstream, dass
dass -Westerplatte- denken noch nicht aufgehört hat. Allerdings
auch bei manschen Usern, die den letzten Schuss noch nicht gehört haben.
EU-Paradise: ein paar Krokodilstränen gehören natürlich mit zum guten Ton
Wenn sich die EU, von den "pösen" Briten einmal abgesehen, langfristig auf North- und Southstream festlegt, will sagen die Energiepolitik der nächsten fünf bis zehn Generationen mit Russland als Partner fixiert, dann müssen auch Mittel und Wege beschritten werden, diese Abhängigkeit zu kaschieren. Putin kanns auch recht sein, mit Enzykliken ist er ja bereits vertraut, sofern sie nicht von Pussy Riot kommen. Die Griechen werden auch mitspielen, sofern ihnen der IWF nicht einen Strich durch die Rechnung macht (Lagarde wird's schon richten). Mit Durchleitungszöllen sollte GR schon seine Parteien nachhaltig alimentieren können (inkl. ein paar vorher aufgelaufenen 3-stelligen Mrd. Schuldbeträgen). Die künftigen EU-Zins- und Energiepreise sind bereits dem Markt entzogen, dank Euro und Energiewende. Die Preise für Energie müssen nur noch mittels EEG ständig gepuscht werden (Oettinger erledigt das nach Art der Glübirne).
Daß Putin nicht der "lupenreine Demokrat" ist, ist nicht
sehr neu. Das vereint ihn mit fast allen anderen Mächtigen dieser Welt.
Allerdings gibt es sehr viele Politikfelder: Rohstoffe, Energie, Handel,
wo deutsche und russische Interessen sehr gut zusammenpassen.
Dort sollte man ansetzen und zum gemeinsamen Nutzen mit den Russen loyal
und langfristig zusammenarbeiten. Nicht naiv und blauäugig, sondern
realistisch und mit Absicherungen. Das wird der Realist Putin auch gut verstehen.
Daß einige Mächte Russland gern schädigen und
möglichst schwach und instabil sehen möchten, ist ebenfalls
nicht sehr neu. Auch nicht, daß sie versuchen, jede Kooperation
zwischen Deutschland und Russland zu hintertreiben.
Man sollte ihre Störversuche einfach ignorieren und höflich
abprallen lassen.
Und das Schulmeistern der Russen könne wir diesen Ländern und
ihren natürlich total unabhängigen "NGOs" auch
gleich überlassen.
Was das Aufstacheln angeht: Gerade bei Russland hat der einstige Irakkriegsgegner die Abrüstungsverträge gebrochen. Soweit so gut. Folge dieser oben beschriebenen Pressezensur ist, das in keiner Tageszeitung meines Wissens die Umstände der Münchner Sicherheitskonfernez näher beleuchtet wurden. Sicherheitsexperten haben Merkel des wahrscheinlich naheliegenden Landesverrates verdächtigt. Rammstein wurde zur Zentral des amerikanischen Raketenabwehrschirmes gemacht.Der Experte meinte nicht unberechtigt, das zukünftige amerikanische Millitärkonflikte das Feuer auf Deutschland ziehen würden aufgrund des zentralen Steuerkommandos in Rammstein.Auch die Nachrichten der Russen, das sie präventive Raketenschläge nicht ausschliessen würden, sollte die Raketenabwehr sich weiterhin an ihren Grenzen hemmungslos ohne ihre Involvierung weiterentwickeln, wurden hier nicht groß veröffentlicht oder kommentiert.Ich würde nach einer solchen Aufstachelung eher den Ball flach halten.Wer schützt uns vor Merkel
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.11.2012 09:35 Uhr"Wer schützt uns vor Merkel?" Eine berechtigte, praktisch existenzielle Frage, aber sehr leicht
zu beantworten: Der deutsche Wähler ! Oder zwingt sie jemand, diese
unsägliche Frau zu wählen? wäre mir neu.
Ich kann mich nur wiederholen: Wähler, wach endlich auf! Jede
Stimme für CDUCSUFDPSPDGrüne, Linke, Piraten oder
FreieWähler (ausgenommen FW Frankfurt) bringt uns der Katastrophe
in jedweder beziehung ein Stück näher. Wobei, vielleicht
sollte "man" das beschleunigen, dann wäre es endlich vorbei?
Russland Enzyklika, Putinismus?
Wann moechte sich ein investigativer deutscher Journalismus endlich einmal
mit Merkelismus+Erdoganismus befassen?
Die Kanzlerin juckt's nicht?
Wen auf der Welt interessiert denn noch ob, wann+wo es die Merkel'sche juckt?--
Die deutsche Russlandberichterstattung erfuellt bald den Tatbestand der Volsverhetzung,
nicht einmal zu Zeiten der Sowjetunion war man in Deutschland so missguenstig.
Cui bono? Den Deutschen ganz sicher nicht, Feindschaft mit Russland ist
keine Politik fuer Deutschland.
Bald werden die von Deutschland garantierten Wechsel faellig gestellt,
bald ist pay-day,
bald geht bei Merkel das grosse Jucken los, interessieren wird's keinen, schadenfreuen
werden sich Alle, denn, Hochmut kommt vor dem Fall!
"....Repression listet es auf und mehr als ein Dutzend Forderungen
gegenüber Moskau, die sich die Bundesregierung zu eigen machen
soll. "
Welche denn? Diese Regierung hier? Das ist doch wirklich nicht Ihr
Ernst. Diese Regierung, die sich in dieser Sache mal an die eigene Nase
fassen sollte? Deren ominöse Propagandakanzlerin schon vor ihrer
Wahl auf Bushbesuchen vollmundig versprach" nicht alle Deutschen
denken so..." Diese Kanzlerin, die 08 alle Chefredakteure ins
Kanzleramt berief und einnordete, das diese nur noch das druckten, was
sie selbst freigibt? Bis heute? Diese Dame, die auf dem berliner Platz
des Friedens den Irakkrieg guthiess und meinte, das die Bürger
stellenweise den Hintergrund nicht besässen, für solche
Meinungsbildungen oder entscheidungen. Das war eigentlich nach den
vielen Tatsachenberichten im Nachfeldbetrachten ein offener
Menschenrechtsbruch.. Zumal diese Rede unwidersprochen im Raum steht und
somit wirksam ist. Diese Frau, die Staaten aufstachelt?
Herr Schmidt
Das war 2008, googlen Sie einfach mal merkel chefredakteure kanzleramt.
Einen Artikel darüber gibt es auch in der SZ
Ich teile Ihre Mekel-Kritik
wuesste aber zu gern woher Sie das mit der Chefredakteur-Runde 2008 haben. Gibt´s dafür Belege ?