18.02.2012 · Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki ist von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt worden. Neben Woelki trägt auch der deutsche Theologe Karl Josef Becker nun den Titel Kardinal. Der 55 Jahre alte Woelki ist der derzeit jüngste Kardinal.
Bei einem feierlichen Konsistorium hat Papst Benedikt XVI. 22 neue Kardinäle kreiert, darunter den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki (55) und den aus Köln stammenden Jesuiten Karl Josef Becker (83). Bei der Zeremonie am Samstag im Petersdom überreichte er ihnen als Insignien ihrer Würde das purpurfarbene Birett und den Kardinalsring und wies ihnen eine römische Titelkirche zu. Mit dem vierten Konsistorium seines Pontifikats erhöhte Benedikt XVI. das Kardinalskollegium auf 213 Mitglieder. Von ihnen könnten jedoch nur die 125 Unter-80-Jährigen an einer Papstwahl teilnehmen - dem herausragenden Privileg der Kardinäle.
Mit ihrer Ernennung werden die neuen Kardinäle nach den Worten von Benedikt XVI. in die vom Papst geführte Kirche Roms eingegliedert, „um in der Leitung der Weltkirche eng mit ihm zusammenzuarbeiten“. Sie müssten dabei die Sendung, die Probleme und die pastoralen Kriterien der gesamten Kirche in Betracht ziehen und beurteilen, so der Papst in seiner Predigt.
Aufgabe der neuen Kardinäle sei es, „der Kirche mit Liebe und Kraft zu dienen, mit der Klarheit und der Weisheit der Lehrmeister, mit der Energie und der Stärke der Hirten, mit der Treue und dem Mut der Märtyrer“, betonte Benedikt XVI. weiter. Sie müssten „herausragende Diener der Kirche“ sein, die in Petrus das sichtbare Fundament der Einheit finde. In ihrem Dienst und ihrer Sendung in Kirche und Welt müssten sich die Kardinäle einzig an Christus orientieren, auch wenn seine Logik und die der Welt nicht immer übereinstimmen. Der Kardinalsring solle dabei auch an das Zeugnis der beiden Apostelfürsten erinnern, die für Christus in Rom den Märtyrertod erlitten, sagte der Papst.
Einzeln traten die neuen Purpurträger anschließend vor den Papst hin. Benedikt XVI. setzte ihnen das Kardinalsbirett auf, steckte ihnen den Ring mit dem eingravierten Bild von Petrus und Paulus an den Finger, überreichte ihnen die Ernennungsurkunde und wies ihnen ihre Titelkirche zu. Den Anfang machten die zehn Kurienkardinäle. Es folgten die acht Erzbischöfe großer Diözesen, darunter die aus Toronto, Prag, Utrecht, Florenz, New York und - an 17. Stelle - der Berliner Erzbischof Woelki. Ihm wies der Papst als Titelsitz die Kirche San Giovanni Maria Vianney im Osten Rom zu. Der 83-jährige Jesuit Becker, der als letzter der 22 neuen Würdenträger vor den Papst trat, erhielt als römische Titel-Diakonie die Gemeinde San Giuliano Martire (Julian der Märtyrer).
Erzbischof Woelki zum Kardinal kreiert
Steffen Mehnert (zelter)
- 20.02.2012, 12:20 Uhr
Kardinale werden kreiert wie ich gerade gelernt habe nicht ernannt
klaus keller (klkeller)
- 18.02.2012, 18:41 Uhr
Das ist sehr erfreulich
Franz Siebrech (rosi110)
- 18.02.2012, 15:16 Uhr