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Richtungsstreit in der CDU : Wo ist der Dregger des 21. Jahrhunderts?

Merkel wird sich nicht um die Konservativen kümmern. Doch wer soll es dann tun?

          Den Friedensengel, den der Papst der Kanzlerin überreichte, kann sie tatsächlich „gut gebrauchen“. Denn der Zwist in der EU, wie mit den Migranten umzugehen sei, die sich vor Europas Grenzen drängen, ist noch lange nicht überwunden, wie der Streit über eine Quotenregelung zeigt.

          Auch in Merkels Koalition wären friedensstiftende Mittel hilfreich. Je tiefer die Zahlen für die CDU fallen und je höher die Prozente für die AfD klettern, desto heftiger wird der Richtungsstreit in der Union geführt werden. Protest gegen die Abwendung vom konservativen Sektor, der darüber zum politischen Brachland wurde, das die AfD wieder urbar macht, erhebt sich nicht nur in der CSU.

          Auch Haseloff, einer der wenigen verbliebenen Ministerpräsidenten der CDU, fordert von seiner Partei, nicht nur die (linke) Mitte abzudecken, sondern auch das Spektrum rechts von ihr. Von Merkel kann er das nicht mehr erwarten.

          Wer aber soll es dann machen? Wo ist der Dregger des 21. Jahrhunderts? Der Letzte, dem verzweifelte Konservative diese Rolle zutrauten, lebt im Exil. Auch daran lässt sich der Grad der Verzweiflung ablesen.

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