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Rettungsaktion „Amerika lässt seine Helden nicht im Stich"

02.04.2003 ·  "Missing in action", ihr Bild ging um die Welt: Die 19-jährige Soldatin Jessica Lynch ist von amerikanischen Truppen aus irakischer Gefangenschaft in Nassirija befreit worden.

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Nach zehntägiger Kriegsgefangenschaft im Irak ist eine 19-jährige amerikanische Soldatin von Spezialeinheiten befreit worden. Die schwer verletzte Jessica Lynch sei in einem nächtlichen Einsatz aus einem Krankenhaus in Nassirijah im Südirak in Sicherheit gebracht worden, sagte ein Sprecher der amerikanischen Armee am Mittwoch.

Die junge Frau habe gebrochene Beine und einen gebrochenen Arm, sei aber in einem stabilem Zustand und habe bereits mit ihren Eltern gesprochen. „Sie waren überglücklich, von ihr zu hören", hieß es.

Zwei Leichen gefunden

Die Spezialkräfte fanden bei ihrem Einsatz in dem Krankenhaus von Nassirijah den Angaben zufolge auch die Leichen zweier amerikanischer Soldaten. Sie gehörten vermutlich zu der selben Einheit, mit der Lynch am 23. März von irakischen Soldaten überfallen worden war.

Marineinfanteristen in Nassirijah hatten nach Angaben aus Militärkreisen ein Ablenkungsmanöver gestartet, um die Befreiung der Soldatin zu ermöglichen. „Die Marineinfanteristen hatten eine starke Truppe mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen losgeschickt, die Ziele in der Innenstadt treffen und eine strategisch wichtige Brücke über den Euphrat einnehmen sollten, während der Einsatz in dem Krankenhaus lief", hieß es in den Kreisen.

Bush: Das ist großartig

Brigadegeneral Vincent Brooks gab die Befreiung der Soldatin am frühen Mittwochmorgen im Hauptquartier der Streitkräfte in Qatar bekannt. „Koalitionstruppen haben in einer erfolgreichen Aktion eine Kriegsgefangene der US-Armee befreit, die im Irak gefangen gehalten wurde. Die Soldatin wurde auf von den Alliierten kontrolliertes Gebiet gebracht.“ Eine Sprecherin des Präsidialamts sagte, Präsident George W. Bush sei von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld über die Befreiung informiert worden. „Das ist großartig", habe Bush gesagt.

"Viele weitere, um die wir uns sorgen"

Lynch, die aus Palestine im US-Bundesstaat West Virginia stammt, war vor zehn Tagen in einem Nachschub- und Wartungskonvoi unterwegs gewesen, der versehentlich vom Weg abgekommen und von irakischen Panzern und Kämpfern angegriffen worden war. Seit dem Zwischenfall gelten 15 amerikanische Soldaten als vermisst, gefangen oder tot. Fünf Kriegsgefangene und die blutverschmierten Leichen von mehreren Männern waren im irakischen Fernsehen gezeigt worden. Bush hatte den Irak daraufhin gewarnt, wer Kriegsgefangene misshandele, mache sich eines Kriegsverbrechens schuldig.

„Amerika lässt seine Helden nicht im Stich", sagte ein Sprecher des Oberbefehlshabers der Truppen am Golf, Tommy Franks. Mit Blick auf das Schicksal der weiteren US-Kriegsgefangenen sagte der Sprecher, er könne zwar keine Einzelheiten nennen, es gebe aber noch viel zu tun. „Wir haben noch viele weitere Kriegsgefangene, um die wir uns immer noch Sorgen machen.“

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