31.08.2008 · Eine Überraschung, wenn nicht sogar eine Sensation - John McCain hat den Strategen Barack Obamas mit seiner Nominierung Sarah Palins die Schau gestohlen. Jetzt will alle Welt jetzt wissen, wer die 44 Jahre alte Gouverneurin aus Alaska ist.
Von Klaus-Dieter FrankenbergerDas nennt man wohl: die Schau gestohlen. Dass der Republikaner McCain just nach dem Wahlparteitag der Demokraten eine weithin unbekannte Frau vorgestellt hat, mit der er in den Kampf ums Weiße Haus ziehen will, ist eine Überraschung, sogar eine kleine Sensation – die Strategen Obamas, die sich von der inszenierten „Krönungsmesse“ einen mächtigen Schub versprochen hatten, werden die Personalie als gemein empfinden. So groß wird dieser Schub nicht sein, weil alle Welt jetzt wissen will, wer diese 44 Jahre alte Gouverneurin aus Alaska ist.
Neben der Neugier, die das Interesse auf das republikanische Duo lenkt, hat die Personalentscheidung noch einen Effekt: Sie reißt die Wunden der Anhängerinnen Hillary Clintons wieder auf, welche die innerparteiliche Niederlage ihrer Heldin nicht verwunden haben. Dass die Demokraten mit dem Vorwurf kontern, Frau Palin sei unerfahren – bundespolitisch stimmt das gewiss –, kann McCain verkraften. Obama hat auch nicht viel Erfahrung; und die Republikaner haben jetzt für Wechselwählerinnen ein attraktives Angebot.
Plapper, Plapper ....
bernd ullrich (demokrat2)
- 01.09.2008, 14:24 Uhr
Nicht jedem deutschen Journalist bekannt zu sein, ist noch nicht nachteilig
Josef Bujtor (Mramorak)
- 02.09.2008, 13:00 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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