18.09.2009 · In Thüringen geht es drunter und drüber, weil die Linke um jeden Preis - auch um den der Selbstverleugnung - an die Macht kommen will. Die Zerstrittenheit darüber allzu ernst zu nehmen, wäre ein Fehler: Sie ist ein Spektakel, nichts anderes.
Von Georg Paul HeftyJeder Schritt, den Linke, SPD und Grüne in Thüringen tun, um die CDU aus den Regierungsämtern zu verdrängen, lässt sich erklären – aber nicht, dass sie jetzt überhaupt einen Schritt tun. Denn eigentlich liegt allen drei Parteien kurz vor der Bundestagswahl daran, insgesamt und überall als fähig, kooperativ und überlegen zu erscheinen und dies an den Beispielen Saarland und Thüringen vorzuführen.
In Saarbrücken scheinen der Linke-Fraktionsvorsitzende Lafontaine und der Grünen-Chef Ulrich dem SPD-Spitzenkandidaten Maas zu helfen, über die Zeit zu kommen, ohne gesamtdeutsches Aufsehen zu erregen.
In Thüringen geht es dagegen drunter und drüber, weil die Linke um jeden Preis – auch um den der Selbstverleugnung – an die Macht kommen will und weil der SPD-Chef Matschie, der weder Ramelow noch einen anderen Linken als Regierungschef akzeptieren will, nicht die Kraft aufbringt, sich in die Juniorstelle in einer Koalition mit der CDU zu fügen. Solche Zerstrittenheit allzu ernst zu nehmen wäre ein Fehler: Sie ist ein Spektakel, nichts anderes.
Rot-Rot-Grün rückt näher - auch im Bund
Ralf Kowollik (InterNETkobold)
- 18.09.2009, 18:50 Uhr
Linke nicht unterschaetzen!
Edda Kuhlmann (DTaggert)
- 18.09.2009, 20:02 Uhr
Nur eine Frage
Michael Adam (MACHE174)
- 18.09.2009, 20:44 Uhr
Georg Paul Hefty Jahrgang 1947, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Zeitgeschehen“.
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