Home
http://www.faz.net/-gpf-r0ic
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Regierungsbilanz Sieben Jahre Rot-Grün

17.08.2005 ·  Sieben Jahre Rot-Grün haben Deutschland verändert. In einer Serie bis zur voraussichtlichen Neuwahl am 18. September blickt FAZ.NET zurück auf die Amtszeit Gerhard Schröders und seines Vizekanzlers Joseph Fischer.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (0)

Sieben Jahre Rot-Grün haben Deutschland stärker verändert, als es der sprunghafte Regierungsstil in der Ära Schröder vermuten ließe.

Sah es 1998 noch so aus, als sei die neue Koalition nur angetreten, um - wie Schröder damals beteuerte - vieles besser, aber nicht alles anders zu machen, stolperte das „Projekt“ Rot-Grün zunächst in die Regierungsgeschäfte wie jemand, dem es genügte, endlich das Kanzleramt erobert zu haben, nachdem er lange Jahre vergeblich an den Gitterstäben gerüttelt hatte.

Rot-grüne Ernüchterung

Doch die Umstände zwangen zur Reaktion. Der Krieg im Kosovo, die Anschläge vom 11. September 2001 in Amerika, der Afghanistan-Krieg, das Zerwürfnis mit den Vereinigten Staaten über dem Irak-Krieg waren die außenpolitischen Stationen rot-grüner Ernüchterung - und trotzigen Selbstbewußtseins.

Im Inneren sollte die Konsolidierungspolitik - nach dem Rücktritt Finanzminister Lafontaines - die Reife der Koalition beweisen. Doch sie stieß wie die Vorstellungen einer „modernen“ Arbeits-, Industrie- und Sozialpolitik im Alltag eines überlasteten Wohlfahrtsstaats an ihre Grenzen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat in der Serie „Sieben Jahre Rot-Grün“Bilanz gezogen: über die Außen- und Europapolitik berichtet, außerdem über die Gesundheits- und Sozialpolitik, die innere Sicherheit, über die Familien- und Bildungspolitik, die Energiepolitik sowie die Gesellschaftspolitik.

Quelle: FAZ.NET / Frankfurter Allgemeine Zeitung
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Scheu vor der Staatsräson

Von Berthold Kohler

Der Bundespräsident will zum Einstehen Deutschlands für die Sicherheit Israels nichts anderes gesagt haben als die Bundeskanzlerin. Warum sagte er dann etwas anderes? Mehr 48 39