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Regierung Wechsel am Tisch des Kanzlers

23.09.2002 ·  Nach dem Wahlsieg der Regierungskoalition bei der Bundestagswahl werden wohl einige Plätze am Kabinettstisch neu vergeben.

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Nach dem Wahlsieg der Regierungskoalition bei der Bundestagswahl werden wohl einige Plätze am Kabinettstisch neu vergeben.

Bundeskanzler wird weiterhin Gerhard Schröder bleiben, Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen). Unbestritten ist auch der Platz von Innenminister Otto Schily (SPD). Um die Finanzen wird sich weiterhin Hans Eichel (SPD) kümmern.

Wer bleibt

Von der SPD werden auch Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul wieder am Kabinettstisch Platz nehmen, ebenso Verteidigungsminister Peter Struck (59). Verkehrsminister wird wohl der Sozialdemokrat Kurt Bodewig (47) bleiben. Für die Grünen stehen bleiben für eine weitere Legislaturperiode neben Fischer Umweltminister Jürgen Trittin (48) und Verbraucherschutzministerin Renate Künast (46) im Amt.

Nicht ganz so sicher ist die Wiederberufung des parteilosen Wirtschaftsministers Werner Müller. Ebenfalls unklar ist, ob Walter Riester (SPD) Minister für Arbeit und Soziales bleibt.

Däubler-Gmelin geht

Sicher ist, dass Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) kein weiteres Mal antritt. Als Nachfolgerin Däubler-Gmelins wird Brigitte Zypries (SPD) gehandelt. Die 48-Jährige ist derzeit Staatssekretärin im Bundesinnenministerium und gilt als langjährige Vertraute Schröders. Denkbar wäre auch, dass Grünen-Fraktionsvorsitzende Kerstin Müller dieses Amt übernimmt, falls die Grünen wegen ihres starken Abschneidens ein viertes Ministerium bekommen sollten.

Unsichere Posten

Familienministerin Christine Bergmann (SPD) ist ebenfalls nicht mit Sicherheit in der Ministerrunde dabei. Schon seit Monaten wird als Nachfolgerin der 63-Jährigen die bayerische SPD-Politikerin Renate Schmidt gehandelt. Als ungesichert gilt auch die politische Zukunft von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Die zögerliche Reformpolitik der 53-Jährigen ist nicht bei allen in der SPD gut angesehen. Fraktionsmitglieder betonen, hier sei unklar, wie sich der Kanzler entscheiden werde.

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