21.12.2009 · Die „grüne“ Oppositionsbewegung in Iran lässt sich nicht einschüchtern, weder durch Drohungen noch durch brutale Gewalt. Vielmehr nutzt sie jede Gelegenheit, um gegen die Herrschaft Präsident Ahmadineschads zu demonstrieren.
Von Horst BaciaDie „grüne“ Oppositionsbewegung in Iran lässt sich nicht einschüchtern, weder durch Drohungen noch durch brutale Gewalt. Sie nutzt jede Gelegenheit, um gegen die Herrschaft Präsident Ahmadineschads zu demonstrieren, der vermutlich nur aufgrund von Wahlfälschungen und der Unterstützung durch den Sicherheitsapparat des Regimes weiter an der Macht ist.
Tod und Begräbnis des 87 Jahre alten Großajatollahs Montazeri, der einmal als Nachfolger des Revolutionsführers Chomeini vorgesehen war, ehe er in Ungnade fiel und in der heiligen Stadt Ghom ins innere Exil ging, bringen nun wieder Zehntausende auf die Straßen. Und wieder marschieren die vor sechs Monaten unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mussawi und Karrubi in der Menge mit.
Montazeri hatte sich schon damals hinter sie gestellt und die „Fälschungen“ zugunsten des amtierenden Präsidenten verurteilt. Gerade weil die Opposition ihren Protest nach wie vor im System der Islamischen Republik artikuliert, hat sie - trotz der Unterdrückung - eine gewisse Wirkung entfalten können. Doch sind so die Verhältnisse zu ändern?