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Presselandschaft SPD-Einstieg bei „Rundschau": Absichtserklärung unterzeichnet

11.03.2004 ·  Die Geschäftsführung des Verlags der „Frankfurter Rundschau“ und die SPD-eigene Medienholding DDVG bestätigten an diesem Donnerstag Verhandlungen über eine Beteiligung.

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Die SPD-eigene Beteiligungsgesellschaft DDVG erwägt einen Einstieg bei der finanziell angeschlagenen „Frankfurter Rundschau".

In einer gemeinsamen Erklärung bestätigten die Geschäftsführung des Verlags der „Frankfurter Rundschau“ und die DDVG an diesem Donnerstag Verhandlungen. „Voraussetzung ist ein Konsens über einschneidende Sanierungsbeiträge aller Beteiligten, der kurzfristig erzielt werden muß.“ Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. Ziel sei, eine positive wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu gewährleisten und die Existenz der Zeitung im Rahmen einer Branchenlösung zu sichern.

Beteiligung von bis zu 75 Prozent

Medienberichten zufolge strebt die DDVG eine Beteiligung von bis zu 75 Prozent am Druck und Verlagshaus Frankfurt an, in dem die Zeitung erscheint.
Die gewerkschaftliche Beteiligungsgesellschaft BGAG hatte sich am Mittwoch gegen einen Einstieg bei der „Frankfurter Rundschau“ entschieden. Es gebe zwar die Chance, daß der Verlag saniert werden könne, erklärte die BGAG. Ein Engagement in der Zeitungsbranche liege aber nicht im bisherigen Fokus der Gesellschaft.

Die überregional erscheinende „Frankfurter Rundschau“ ist ebenso wie andere große Zeitungen durch die seit Jahren anhaltende Flaute im Anzeigengeschäft in die Krise geraten. Zur Sanierung will der Verlag 600 Stellen abbauen und sein Grundstück in der Frankfurter Innenstadt an einen niederländischen Projektentwickler verkaufen.

Die DDVG verwaltet den Beteiligungsbesitz der SPD. Dazu gehören Anteile an 14 Verlagshäusern. Die „Westfälischen Verlagsgesellschaft", die die „Westfälische Rundschau“ herausgibt, gehört der DDVG zu 100 Prozent. Beteiligt ist die Gesellschaft unter anderem auch an der Verlagsgesellschaft Madsack ("Hannoversche Allgemeine", „Neue Presse Hannover", Beteiligung an „Leipziger Volkszeitung"), dem Dresdner Druck- und Verlagshaus ("Sächsische Zeitung") und der Presse-Druck GmbH ("Neue Westfälische"). Darüber hinaus besitzt die Gesellschaft Anteile an vier Druckereien.

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