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Personalie : Kissinger-Preis für Helmut Kohl

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Henry Kisinger gratuliert Helmut Kohl, rechts Bill Clinton, verdeckt Angela Merkel Bild: dpa

Die American Academy in Berlin hat am 16. Mai dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl den Henry-Kissinger-Preis verliehen. Bill Clinton hielt die Laudatio.

          Der Preis, den die American Academy in Berlin am 16. Mai an den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl verliehen hat, trägt den Namen seines Freundes Henry Kissinger, der Symbolfigur der deutsch-amerikanischen Verbundenheit, auf welche Kohl seinen Weg zur deutschen Einheit gründen konnte. Ohne die Vereinigten Staaten wäre Kohl vielleicht der Ehrenbürger Europas, aber nicht der Kanzler der Einheit geworden.

          Daher war es folgerichtig, dass die Preisrede der ehemalige amerikanische Präsident Clinton hielt. Er nannte Kohl den bedeutendsten europäischen Staatsmann in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts und sparte auch nicht mit Lob für die einzelnen Grundsätze, die Kohl zu den Eckpunkten seiner Wiedervereinigungspolitik gemacht hatte. Besonders würdigte er die Einbindung Deutschlands in die Nato.

          Die einstige Rivalität zwischen Washington und Moskau war wie weggewischt, als Clinton Kohls Verdienst daran hervorhob, dass das krisengeschüttelte Russland mit deutscher Hilfe stabilisiert werden konnte. Bundeskanzlerin Merkel fiel es da leicht, sich in die Nachfolge ihres Vorvorgängers im Kanzleramt und im CDU-Vorsitz zu stellen: "Wir wissen, auf welchem Fundament wir aufbauen. Wir werden es mit Sorgfalt verwalten und gestalten."

          Kohl, der von seiner Frau Maike Kohl-Richter begleitet wurde und sich von der ihm entgegengebrachten Anerkennung sichtbar gerührt zeigte, sprach in einer kurzen Dankesrede in erster Linie von der Zukunft Europas. Es gelte zu bedenken, sagte er mit Blick auf die Griechenland-Krise, dass man die Europapolitik nicht von neuem anfangen könne, sondern darauf aufbauen und das fortsetzen müsse, was bisher erreicht worden sei.

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