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Der türkische Europaminister Erdogans Kettenhund

 ·  Der türkische Europaminister Egemin Bagis gab sich lange fortschrittlich. Jetzt fällt die Maske. Kein Regierungspolitiker wählte schärfere Töne in der Krise.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (207)
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Yildirim Bulmaz

Asli Erdogan - Eine türkische Winterreise

>>Sie schrieb über die Bedingungen in den türkischen Gefängnissen, die Folter, die Gewalt gegen Frauen, die den Kurden vorenthaltenen Rechte und unterstützte hungerstreikende Gefangene<<.

>>… Polizei zog vor ihrem Haus auf, um sie zu schikanieren, und 2001 wurde sie von ihrer Zeitung entlassen<<

Zur Erinnerung: Erdogan regiert seit 2003.

Aus meinem Kommentar vom 02.06.2013, 19:07 Uhr:

„Erdogan und seine Politik in Bezug auf die Religion kann man zurecht kritisieren, man darf aber nicht aus den Augen verlieren, dass die Chancengleichheit zwischen einfachen Menschen aus Anatolien und den 20% der türkischen Oberschicht noch nie so ausgeglichen war, wie heute. Aber auch, dass noch nie so viele Journalisten und Angehörige des Militärs im Gefängnis saßen, wie heute“

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kathrin siebert
kathrin siebert (ka-sie) - 28.06.2013 18:50 Uhr

"Autorin Asli Erdogan - Eine türkische Winterreise" FAZ online

man darf ja leider keinen Link eingeben, aber ein interessanter Artikel.
Mir war gar nicht klar, dass noch viel mehr Journalisten inhaftiert sind als ich dachte: Die deutsch-türkischen Nachrichten sagen, es seine mehr als in China und Iran.
Das ist natürlich ein untrügliches Zeichen für Meinungsfreiheit. (nur, um begriffliche Unklarheit zu meiden, dies ist 'ironisch' gemeint)

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Yildirim Bulmaz

Kathrin Siebert

Ich bin davon ausgegangen, dass Sie an einer ernsthaften Diskussion interessiert sind. Das ist anscheinend nicht der Fall. Sie wollen polemisieren.

Ich muss sie nicht überzeugen. Wenn Sie Ihren Augen öffnen und Ihren Verstand eingeschaltet lassen, werden Sie erfahren, dass das Leben selten schwarz oder weiß ist, sondern meistens grau.

Und kapieren Sie endlich, dass im Jahre 2013 nicht alle Menschen in Deutschland, die einen türkischen Namen haben, nicht unbedingt Türken sein müssen. Oder Sind sie eine von denen, die Menschen danach sortiert, welches Blut in ihren Adern fließen?

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kathrin siebert
kathrin siebert (ka-sie) - 27.06.2013 10:43 Uhr

@Yildrim Bulmaz "Und glauben Sie mir, meine Informationen sind schon näher an der Wahrheit, als Ihre

Warum sollte ich oder irgendwer dies tun, Ihnen glauben, wenn ich doch vorher gesagt habe, dass ich aufs 'Glauben' wenig gebe?
Es geht hier nicht um Religion, um starke Führer, sondern darum sich eine eigene Meinung zu bilden auch auf der Grundlage gesicherter Informationen, die nicht nur von der Presse kommen. Politische Entwicklung sind auch Gegenstand von Wissenschaft, man muss sich auch nicht auf die Medien verlassen. Sie werden keine nennenswerte Publikation finden, die der türkischen Regierung ein gutes Zeugnis ausstellen wird hinsichtlich seiner demokratischen Entwicklung.
Aber es steht Ihnen selbstverständlich frei, an Ihre Wahrheit zu glauben, aber wen wollen Sie denn in Deutschland davon überzeugen.
Die Deutschen sicher nicht, sie schreiben hier doch eher für Ihre Landsleute, weil die türkische Presse nicht weit genug Einfluss auf alle hat bzw. hier - wie auch - Erdogan und seine Mannschaft nicht gerade gelobt wird für ihr Vorgehen.

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Yildirim Bulmaz

@Kathrin Siebert

Frau Siebert, Sie müssen die Beiträge etwas genauer lesen, bevor zu antworten, sonst diskutieren wir aneinander vorbei. Von Deutschland aus kann ich nur die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei anhand der Daten beurteilen, ob das Land islamischer oder demokratischer wird kann ich nicht beurteilen. Ich bin also auf Menschen und auf deren Meinung angewiesen. Wenn ich die Meinung eines Journalisten nehme, der für seine Nähe an die Regierungspartei bekannt ist, dann ist diese Meinung natürlich nicht objektiv. Wenn ich die Meinung eines Journalisten nehme, der für seine Nähe an die Kemalisten bzw. Militär bekannt ist, gilt das Gleiche. Also, man orientiert sich an Persönlichkeiten, die weder mit der AKP, noch mit dem Militär etwas zu tun haben und sie auch öfters kritisieren. Deren Meinung kommt an die Wahrheit am Nächsten. Was ich mache, ist nun nichts anders, als diesen Menschen zu glauben. Ich unterstütze also weder Merkel, noch Erdogan. Ich will nur, dass sie ihren Völkern dienen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2013 16:30 Uhr
Yildirim Bulmaz

Herr Blum,

ich ahne nichts gutes, Sie steigern sich in etwas, was eigentlich nicht nötig ist, aber gut. Wir alle, ob Reinigungskraft, Journalist oder Polizist, stehen einer Idee, einer Position oder gar einer Partei nah oder fern. Allein Ihre Annahme, dass dies nur bei Journalisten in der Türkei der Fall ist, zeigt, dass Sie die Realität nicht sehen oder wahrhaben wollen. Was in der Türkei sehr problematisch ist, ist die Verflechtung der Konzerne, die auch die Presse beherrschen, mit der Politik. Ob das allerdings unter Erdogan zu- oder abgenommen hat, vermag ich nicht zu beurteilen.

Und nun zu Erdogan. Erdogan ist der MP der Türken, er ist so, wie ihn anscheinend die Wähler mögen. Ob er für uns in Deutschland wählbar wäre oder nicht, steht doch gar nicht zur Debatte. Das gilt sogar für manche Regierungschefs der EU-Länder. Das heisst, das, was wir hier unter einem wählbaren Politiker verstehen, muss nicht unbedingt identisch sein mit der Meinung in der Türkei, in Irland oder in Polen.

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Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 26.06.2013 14:08 Uhr

Eine Frage, Herr Bulmaz: Wieso gibt es für Sie überhaupt die Möglichkeit, dass ein Journalist...

eine Partei nahesteht und daher die Wahrheit "schönt"?
Das ist doch genau das undemokratische Moment an der Türkei, welches hier massiv kritisiert wird. In Italien hat Berlusconi ebendieses perfektioniert - zum Schaden von ganz Europa! Noch so einen Gutsherren können und wollen wir nicht dulden.
Wann wird Erdogan eigentlich angeklagt wegen der massiven Beeinflussung der Presse? Ach so, er ist ja sakrosankt, denn er ist der "allseits geliebte Führer".
Menno -irgenwoher kenne ich das... lange vor meiner Zeit...das Narrativ meines Vaters... Respekt...

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Yildirim Bulmaz

Frau Siebert,

Sie machen es mir nicht einfach. Wenn ich mich nicht in der Lage sehe, obwohl ich die Sprache beherrsche und immer noch genug Leute im Land habe, denen ich vertrauen kann, zu urteilen, in welche Richtung die Türkei sich entwickelt, wie um Gotteswillen kommen Sie an "Ihre harten Fakten". Etyen Mahçupyan ist ein türkisch-armenischer Journalist, der sich hauptberuflich damit beschäftigt, ich kann mich schon auf seinen Urteil verlassen. Aber doch eine andere Frage. Woher haben Sie eigentlich Ihre Fakten her?

Frau Siebert, mit Verlaub, Sie haben keine Fakten. Sie haben die Meinung von einigen Journalisten mehr nicht.

Also, seien Sie nicht blauäugig und denken Sie nicht, Sie hätten die Fakten. Und glauben Sie mir, meine Informationen sind schon näher an der Wahrheit, als Ihre Fakten.

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kathrin siebert
kathrin siebert (ka-sie) - 25.06.2013 19:14 Uhr

es geht nicht um Glauben und Meinungen, sondern darum doch den tatsächlichen

Kern herauszuschälen - ob ein Land demokratischer geworden ist, ist auch eine Sache nicht nur der weichen Fakten in Form von Meinungen, sondern auch von harten Fakten: Gesetze, Handlungen, Verhaftungen, Gerichtsurteile usw.
Ein Meinungsbild setzt sich aus vielen Elementen zusammen und dem Prüfen und Einschätzen von Quellen. Aufs Glauben würde ich mich nicht verlassen, sondern z.b. auf Zahlen und Fakten - Politik ist keine Religion.
Das Eigenartige ist, dass eben genauso dies mich an meinem überwiegend links-grünen Umfeld nervt, dass viel zu oft einfach Meinungen übernommen werden, ohne sie zu prüfen. Wie soll man sich da eine einigermaßen fundierte Meinung bilden?

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kathrin siebert
kathrin siebert (ka-sie) - 25.06.2013 17:08 Uhr

Herr Bulmaz, Sie sind der

Meinung dass Erdogan eine gute Arbeit macht, in wirtschaftlicher Hinsicht mag das vielleicht auch stimmen, aber andere sind eben anderer Meinung, und dies tun sie in Istanbul und auch hier im Forum kund. Das geht in einer Demokratie, was stört Sie denn daran?
Es steht Ihnen ja völlig frei Erdogan zu unterstützen.

Was das Bild der hier lebenden Menschen mit türkischem Hintergrund betrifft, ist das Bild in der Tat nicht nur positiv, auch wenn - da bin ich sicher - diejenigen als positiv wahrgenommen werden, die hier einfach leben und arbeiten.

Es geht aber, auch wenn Sie und auch Frau Tas das immer gerne anders verstehen möchte, eben auch um diejenigen, die sich hier nicht integrieren, aber trotzdem Geld vom deutschen Staat nehmen (und dann womögl. sagen Schxxx-Deutsche). Das darf man doch wohl kritisieren oder finden Sie, dass man das man das hinnehmen muss? Warum richten Sie nicht die Kritik an die Landsleute, die so handeln statt sich über das schlechte Bild zu beschweren?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2013 18:31 Uhr
kathrin siebert
kathrin siebert (ka-sie) - 25.06.2013 18:31 Uhr

ich gebe Ihnen Recht. Das war auch gar nicht beabsichtigt,

mein Kommentar bezog sich auf einen bestimmten Punkt, nämlich das Ausklammern der Gruppen, die schwierig sind, von denen teilweise auch eine nicht unbeträchtliche Aggressivität ausgeht, mit der man ja auch zurecht kommen muss - und eben die Forderung nach einer hohen Toleranz. Auch Frau Tas verallgemeinert manchmal.
Bei manchen Themen gehen die Gemüter kochen die Gemüter hoch, und Deutsche müssen ja auch einiges einstecken. Die türkischen Medien werden auch nicht immer nur sachlich berichten.
Aber so ist das mit den Wahrnehmungen, ich habe nicht das Empfinden, dass ich über andere herfalle, aber vielleicht irre ich mich ja auch. ;-)

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Selin Tas

Richtig :-)

Ich trenne die aktuelle türkische Politik/ Regierung mit den Menschen. Leider werfen einige wenige hier gleich alle Türken in einen Bösen Topf.
Im übrigen finde ich die aktuelle türk. Regierung auch provokant und nicht gut. Also, kein AKP, aber das ist ja jedem selbst überlassen.
Fand es nur traurig, dass manche hier alle in der BRD lebenden Türken angreifen, zumal das noch nicht mal mit dem Artikel zu tun hat, so bin ich überhaupt auf das Thema gekommen.
Für mich zählt der Mensch. Egal wo er herkommt, an was er glaubt und wie er ausschaut.
Schlechte Menschen gibt's überall.
Nur einige haben her die Gelegenheit genutzt um wohl Frust gegen Türken mal rauszulassen. Muss wohl auch mal sein :-)

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Enrico Ferelli

Hallo Frau Siebert

Herr Bulmaz hat mich auch etwas verärgert, aber ich habe mir gerade die Kommentare von Frau Taz durchgelesen.

Im Gegensatz von Herrn Bulmaz, trennt Sie die Themen "Türkei" und "Türken", bzw. Politik und Menschen, Herr Bulmaz versucht es zu vermischen.

Auch auf das Risiko das nachher alle 3 über mich herfallen :-) , aber ich finde der Herr und die Dame sind nicht vergleichbar.

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Selin Tas

Hallo Frau Siebert

Hallo Frau Siebert, also ich habe nicht geschrieben, dass in der BRD keine dieser negativen Türken leben. Die gibt es. Das wissen wir alle und heißen es selbstverständlich nicht gut. Niemals.
Aber, rechtfertigt das, dass alle Türken so beschimpft und abgewertet werden ? Bitte lesen Sie gerade in diesem Artikel manche Kommentare. Hier hat sich einiges bei einigen an Frust gegen alle Türken aufgebaut. Das ist beunruhigend- nur das. Es ist ebenso völlig falsch, wenn man behauptet, dass alle Deutschen Rechtsradikal seien.Was genauso absurd ist und nicht sein darf.
Sorry, aber nach den Anschlägen,NSU Morden die nur durch Zufall aufgedeckt wurden und wenn man dann hier manche Kommentare liest, wird man besorgt,auch wenn man hier in Frieden lebt und arbeitet, Karriere macht,kann man nicht einfach den Mund halten.Es gibt die NPD, NSU, Pro Köln - leider.Aber es gibt auch Super freundliche, herzliche Deutsche.
Leben und leben lassen. Sprechen und Sprechen lassen.
Fremdenhass ist überall falsch.

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Yildirim Bulmaz

Herr Ferelli, ich antworte doch.

Schauen Sie, wenn die Proteste ein "viel besseres Bild" der Türken erzeugt haben, als sie - die Deutschen nehme ich mal an - hatten, was bedeutet das für die Türken und für die türkeistämmigen Deutschen, die schon seit Generationen hier leben? Eine dicke Ohrfeige!

All die Menschen, die hier leben, arbeiten, ihre Kinder großziehen, Unternehmen gründen und Arbeitsplätze schaffen, sich in Parteien, Vereinen und Organisationen engagieren, als Wissenschaftler, Künstler, Mediziner dieser Gesellschaft dienen und Deutschland als ihr Heimat betrachten, schaffen es nicht dieses "viel besseres Bild" zu vermitteln, sondern dieses "viel besseres Bild" entsteht, weil in der Türkei gegen die Regierung protestiert wird. Und wenn die oben erwähnten Leute den Mund aufmachen und sagen, was sie denken, dann zerstören sie wieder dieses "viel besseres Bild".

Was wollen die Leute in Istanbul? Mehr Entscheidungsfreiheit, mehr Rechte für Minderheiten, weiniger Religion. Sollen wir sie hier auch fordern?

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Antworten (10) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2013 16:40 Uhr
Yildirim Bulmaz

Robert Blum

"nicht weil er alt ist, sondern weil er den Respekt verdient. Und dieser respekt darf nicht dazu führen, dass ichmeine eigenen Interessen hintan stelle" --> Einverstanden

"Die "Generation Y" macht es richtig. Die elende Selbst-Versklavung, derer sich die Mächtigen in den letzten Jahrzehnten bedient haben, ist nicht hinnehmbar. Sie resultiert auch dem systemischen Ansatz des "Wir". Zwar ist der Mensch ein soziales Wesen, aber auf der anderen Seite ein Indivduum mit Wünschen und Sehnsüchten. Passt diese Konstellation bei Personen zusammen, entsteht ein Sozialverbund, ganz freiwillig"--> Einverstand

"Und Erdogan ist ein Verfechter dieses Herstellens von Sozialvebünden durch Zwang" --> Diskussionswürdig

"...gegen den Freiheitsdrang unter Mißbrauch des Begriffs "Respekt vor dem Alter"" --> Wenn der Mensch ein Sozialwesen ist, brauchen wir Grundwerte, die das Zusammenleben ermöglichen, aber die Individualität der Einzelnen nicht zerstören. Einschränken, aber nicht zerstören.

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Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 26.06.2013 13:31 Uhr

Herr Bulmaz, "Respekt" ist ein Gefühl, welches ich jemandem entgegenbringe...

nicht weil er alt ist, sondern weil er den Respekt verdient. Und dieser respekt darf nicht dazu führen, dass ichmeine eigenen Interessen hintan stelle.
Die "Generation Y" macht es richtig. Die elende Selbst-Versklavung, derer sich die Mächtigen in den letzten Jahrzehnten bedient haben, ist nicht hinnehmbar. Sie resultiert auch dem systemischen Ansatz des "Wir". Zwar ist der Mensch ein soziales Wesen, aber auf der anderen Seite ein Indivduum mit Wünschen und Sehnsüchten. Passt diese Konstellation bei Personen zusammen, entsteht ein Sozialverbund, ganz freiwillig.
Nur: Seit ca. 150 Jahren wird versucht, diesen Sozialverbund per Zwang herzustellen.
Und Erdogan ist ein Verfechter dieses Herstellens von Sozialvebünden durch Zwang - m,an nennt das in der Regel "Faschismus" , "Sozialismus" oder "Kommunismus" - je nach Überbau. Und diese Zwangssysteme haben sich überlebt und kämpfen ihren letzten Kampf - gegen den Freiheitsdrang unter Mißbrauch des Begriffs "Respekt vor dem Alter".

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Yildirim Bulmaz

Herr Blum,

die Protestierer in Istanbul unterscheiden sich kaum von denen in Spanien oder gerade jetzt in Brasilien, sie sind die Millennials, die Generation Y. Sie sind rebellisch, sie sind unabhängig und sie sind unberechenbar. Und das ist gut so. Allerdings bis zu einer gewissen Grenze, nämlich bis dahin, an der die Freiheit der Anderen anfängt.

Wer kennt das unbändige Gefühl von Freiheit nicht? Und wer liebt die Freiheit nicht? Hier müssen Sie, Herr Blum etwas vorsichtig sein. Denn diese Gefühle, diese Eigenschaften sind nicht ausschließlich den Europäern vorbehalten. Ich kenne sie also nicht deswegen, weil ich "länger europäischer Mitbürger" bin, sondern ich habe sie mit- und so manchen Europäern auch näher gebracht. Rebellisch? Ja. Chaos? Nein. Einverstanden?

Als ich gestern schrieb, dass unsere Kulturen sich unterscheiden, meinte ich Ihre und meine persönlich. Denn Respekt vor dem Alter finden Sie in allen Kulturen, in manchen Kreisen ist es leider verschwunden, wie andere Werte auch.

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Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 26.06.2013 09:00 Uhr

Herr Bulmaz, Sie verdrehen die Worte - ganz wie ein Politiker - sind Sie am Ende einer?

Denn ich habe Sie dafür kritisiert, dass Sie Herrn Fereli wegen seines Alters DISKRIMINIERT haben. Sie sagen "Respekt" und meinen "Unterordnung". Das ist jedoch genau das, was ich an dieser geriatrischen Gesellschaftsform kritisiere. Und glauben Sie mir, ich bin nicht (mehr) jung an Jahren - aber noch jung und rebellisch im Geist.
Und die Protestierer in Istanbul sind junge Menschen, die endlich die geriatrische Unterdrückung losweren wollen. Denn sie sind viele. Und sie sind gut ausgebildet. Und sie wollen sich frei fühlen. Da kann es schon einmal sein, dass ein alter S*ck mal etwas abkriegt, Respekt hin, Respekt her. Es geht um Rebellion und es geht um das unbändige Gefühl vfon Freiheit - das Sie wohl nicht kennen, Herr Bulmaz.
Wenn Sie länger in Europa Mitbürger sind, sollten Sie es inzwischen gelernt haben: Auf Grund der Erfahrungen der europäischen Geschichte mit Diktatur und ihren Ursachen - nämlich einer geriatrischen Gesellschaft - lieben wir hier unbändig die Freiheit!

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Yildirim Bulmaz

Robert Blum

Da haben Sie recht Herr Blum, in dieser Hinsicht unterscheiden sich unsere Kulturen Tatsächlich. Respekt vor älteren Menschen zu haben, zählt für mich zu den Grundwerten. Das heißt natürlich nicht, dass die Älteren prinzipiell mehr zu sagen hätten oder gar mehr Stimmen hätten. Das sicherlich nicht. Das Recht auf eigene Meinungsäußerung hat mit Volljährigkeit nichts zu tun. Kinder erziehen bedeutet auch, sie in die Lage zu versetzen, dass sie eine Meinung haben und sie frei äußern. Und Respekt haben hat mit Unterordnung nichts zu tun. Wenn ein sehr junger Mensch beim Schach gegen mich verliert und sich ärgert und tobt, dann ist das nicht nur respektlos, sondern auch eine gefährliche Selbstüberschätzung.

Mit Verlaub, wer mich fragt, ob ich für Türken oder AKP bin, der ist nicht nur jung und äussert sich nicht unbedacht, sondern er ist viel mehr.

Ich bin sofort bei Ihnen, wenn Sie z. B. der Meinung sind, dass man das Wahlalter in der Türkei herabsetzen sollte.

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Yildirim Bulmaz

Herr Ferelli,

ich sehe Sie doch nicht als mein Feind an. Ich glaube es Ihnen ja, dass Sie es gut machen wollten. Und jetzt müssen Sie mir glauben, dass das, was Sie gut machen wollten, voll in die Hose gegangen ist.

Rede ich für die Türken oder für die AKP? Allein diese Frage, Herr Ferelli, ist eine Zumutung. Dennoch hier mein letzter Versuch: Von Etyen Mahçupyan (Nachfolger von Hrant Dink) bis Eddy Ekrem Güzeldere, also Menschen, die wahrlich mit der AKP nichts zu tun haben, bescheinigen Erdogan, dass die Türkei während seiner Regierungszeit wirtschaftlich stabiler und demokratischer geworden ist und die Minderheiten in der Türkei noch nie so viele Rechte hatten, wie während seiner Regierungszeit. Nach Meinung von unverdächtigen, verlässlichen Menschen, die in dem Land leben, macht Erdogan im Grossen und Ganzen eine befriedegende bis gute Arbeit. Und weil es z. Z. keine Person oder Gruppe gibt, die die Arbeit sehr gut machen könnte, meinen diese Experten, er soll weiter machen. Ich unterstütze sie

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Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 25.06.2013 16:18 Uhr

Ich misch mich als "autochtoner" Deutsche mal ein, Herr Bulmaz...

das darf ich, denn wir sind hier alle frei.
Es fällt mir auf, dass Sie laufend darauf abheben, dass HerrFerelli "jung" sei, mithin unerfahren, und daher seine Meinung wohl nicht durchdacht sei. Sehen Sie: Genau das unterscheidet Ihre Kultur von der des Herrn Ferelli und auch meiner, europäischen, Kultur. Bei uns hat jeder eine Stimme und die zählt gleich. In der Kultur der Türkei, Griechenlands, der arabischen Länder, zählt die Stimme des Älteren mehr - der Jüngere soll sich unterordnen.
Und genau das lehne ich ab. Menschen, die eine gewisse Reife erreicht haben, also volljährig sind, sind gleichberechtigt in ihrer Meinungsäußerung.
Und genau das haben die jungen Demonstraten in istanbul getan. Sie haben die Nase voll von der alten Geriatrie-Geschlechts-Demokratie! Alte Männer (!) wollen bestimmen und unterdrücken die Stimme der Jungen mittels ihrer geriatrischen Dominanz. Das knallt in Zeiten des Internets!
Und das hat Erdogan gespürt und deshalb ist er so brutal vorgegangen!

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Enrico Ferelli

Wer sind Sie und was wollen Sie

Herr Bulmaz, aus Ihrer Anonymität heraus?

"Liebe Türken, Liebe Deutsche", schreibe ich, wodurch fühlten Sie sich als reife Elitäre Person angegriffen?

Sie leben hier, ok, warum? (und das ist ausschließlich als Frage gemeint)

Hey, ich solidarisiere mich mit den Protestanten und beziehe eine Position gegen die AKP.
Deshalb wollen Sie mich als Türkenfeind darstellen? Versuchen Sie zu suggerieren das AKP der Türkei entspricht?

Achso: wenn ich Türken so kennengelernt hätte wie ich Sie hier erlebe, dann wäre meine Meinung anders, dann könnten Sie mich als Feind sehen.

Aber ich komme nicht daran vorbei - was wollen Sie? Reden Sie für die Türken oder für die AKP? Was habe ich gegen Türken gesagt?

Nun, vielleicht wollen Sie mich trotzdem als Feind sehen, machen Sie das mit sich selbst aus.

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Yildirim Bulmaz

Herr Ferelli,

ich gehe mal davon aus, dass Sie noch sehr jung sind, also hören Sie bitte auf, mir irgendwelche Reaktionen erklären zu wollen und kapieren Sie endlich, dass Sie hier mit Leuten diskutieren, für die eben eine Qualifikation nicht ausreicht, die darin besteht, ein mit einer türkischen Akademikerin verheiratete halber Deutscher zu sein und 20 Türken zu kennen.

Und ein letztes Wort: Ich will nicht zusammenleben, sondern ich lebe bereits zusammen. In meinem Umfeld gibt es keine Diskussionen dieser Art, weil dort eine gewisse Reife herrscht. Was hier, im Dunkeln der Anonymität passiert hat mit dem wahren Leben draußen nichts zu tun. Ich bin wahrscheinlich einer von wenigen, der das, was er hier sagt, auch öffentlich zu Millionen von Menschen schon gesagt hat oder sagen würde.

Also, weiter machen, aber nicht vergessen, dass Sie erst am Anfang des Weges sind.

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Enrico Ferelli

Sagte ich das?

Ich bin selbst halber Deutscher, kann nicht immer beide Seiten (italienische und Deutsche) verstehen, aber nachvollziehen.

Wenn Sie Deutschland als Ihre Heimat sehen und sich etwas damit beschäftigen, dann wissen Sie auch dass es genug Deutsche die die Türkei kennen, Sie wissen aber auch das es einige gibt die der Boulevardpresse folgen, und es gibt auch einige die nie Ihr Dorf verlassen haben, ein kleines Dorf wie das wo ich lebe, und der einzige Türken den sie kennen der Gebrauchtwagenhändler oder Lebensmittelverkäufer ist. Um ein repräsentatives Bild zu erhalten muss mann allerdings unterschiedlichste Türken in Deutschland und der Türkei betrachten. Das gilt anders herum genauso.

Was ich versuchte in einem Satz wiederzugeben ist das Spiegelbild aller Reaktionen die auf der Straße höre.

Machen sie den Mund gerne auf, aber machen Sie daraus kein Thema Türken/ Deutsche - das ist es nicht, anscheinend Leben Sie hier - wollen Sie ein Zusammenleben oder Anfeindungen erreichen?

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Yildirim Bulmaz

@Enrico Ferelli

Herr Ferelli, was soll ich mit Ihnen machen? Soll ich Sie als ein gutgläubiger, naiver Mensch einstufen und auf das, was Sie geschrieben haben, gar nicht reagieren oder soll ich mich daran erinnern, dass Sie mich mal gefragt hatten, ob ich von Erdogan bezahlt werde und doch antworten?

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Enrico Ferelli

Liebe Türken, liebe Deutsche

Unglücklicherweise verlassen die Diskussionen das Thema, und entwickeln sich mehr zu einer Diskussion Deutsche / Türken. Das ist schade.

Ich selbst habe mich durch die Proteste erstmalig zu verleiten lassen in den Foren hier zu schreiben, da ich denke dass ich zu dem Thema etwas sagen kann. Ich selbst bin halber Deutscher, bin mit einer in der Türkei aufgewachsenen Akademikerin verheiratet. Dadurch bin ich mit einigen Türken in direkter Kommunikation. Ein aktiver und ein pensionierter Polizist, Sohn eines AKP-Funktionärs, diverse Unternehmer, deren Mitarbeiter und einige einfache und gute Leute. Persönliches Verständnis für die Proteste haben sie alle, geschäftlich eher nicht

Liebe Türken: Die Proteste haben vielen Deutschen ein viel besserer Bild der Türken gegeben als sie es bisher hatten, macht es bitte nicht kaputt!

Liebe Deutschen: Wenn ihr die Chance habt, mischt euch in den türkischen Alltag und ihr werdet genauso angenehm überrascht sein wie die Türken die uns hier besuchten

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 22:23 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Da ich Ihr Kommentar gerade lese Herr Ferelli, Sie haben recht,

ich habe ein besseres bzw. anderes Bild von der Türkei durch die Proteste der vielen Türken bekommen !!!

Durch so manche Kommentare der türkischst. Schreiber wurde es leider auch wieder revidiert.




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Ardita Pseirova

Erhöhtes Nationalbewusstsein und die EU

Als EU-Mitglied ist man Teil einer Gemeinschaft und kann sich nicht um Alphastaat aufschwingen. Ist also die Türkei bereit, Souveränität abzugeben? Ist sie bereit, den Vertrag von Lissabon im vollen Umfang zu achten oder wird sie sich so viele Opt-out Optionen reinschreiben lassen, bis die Mitgliedschaft zu einer Randnote verkümmert? Wie sieht es aus mit den Grundrechten, mit der Grundrechtecharta?

Die Tatsache, dass sich die Türkei ihren Entwicklungsbericht selbst geschrieben hat, der Duktus und die Wortwahl in diesem sowieo auch die Äußerungen des Herrn Bagis sollten nicht nur Deutsche, sondern jeden Europäer und auch jeden gebildeten Türken erschaudertn lassen. Diese Anzeichen lassen nicht auf eine friedliche und gleichberechtigte Zusammenarbeit hoffen. Humanismus geht anders.

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Ardita Pseirova

Erhöhtes Nationalbewusstsein als Entwicklungshemmer I

Es war natürlich zu erwarten, dass auf einen solchen Artikel viele Kommentare das Stammtischniveau nicht überschreiten würden - von beiden Seiten.

Wer die Beiträge von Herrn Martens in den vergangenen Jahren verfolgt hat, erkennt seine reflektierte und analytische Betrachtungsweise, wenn es um die Belange südosteuropäischer Länder geht. Ich sehe hier kein politisches Lager, sondern einen klaren Verstand, der die Fakten aufgreift und diese denklogisch und ehrlich wiedergibt.

Die Äußerungen von Herrn Baris sind nur eine Reflektion des Selbstbildes, das die Türkei lebt und auch im Ausland kommuziert. Ein gesteigertes Nationalbewusstsein hat den unschönen Effekt der Abgrenzung, Ausgrenzung sowie der Herabwürdigung anderer Gruppierungen. Es geht auch schwer einher mit einer Selbstreflektion und erschwert den selbstständigen Denkprozess.

Hier ist der harte Kern: Die Türkei muss Souveränität abgeben, wenn sie eines Tages EU-Vollmitglied werden sollte. Sie muss sich einordnen, unterordnen.

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Rene Materna

Der Diktator

Erdogan verstrickt sich immer mehr in seine eigenen Lügen und Intrigen gegen sein eigenes Volk und sucht immer die Fehler bei anderen und nie bei sich, das was er anderen verbietet wie der Presse ( Pressefreiheit ) oder den Demonstranten ( Meinungsäußerung und das tragen der Türkischen Fahne ), das ist Ihm dann aber komischer erlaubt bei seinen Kundgebungen mit der AKP und dafür werden auch keine Kosten und Mühen gescheut um sich präsentieren zu können. Alles was er verbietet oder was und wen er gekauft hat dient nur seiner AKP und nicht dem gemeinen Volk, und das nennt er Demokratie ? Bei Neubauten werden Aufträge nur an Firmen vergeben die AKP anhängig sind, Tickets für Sportveranstaltungen werden ausschliesslich an AKP Anhänger verteilt, wo gibs sowas in einer Demokratie ?Er vergisst immer das er ohne sein Volk nichts ist, aber auch garnichts und deshalb denke ich es ist Zeit für eine Rücktritt aber auch dafür muss man ein Rückrad haben Herr Erdogan. Man kann sich nicht alles kaufen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2013 09:08 Uhr
Rene Materna

Kein bla bla

Hallo Hasan

Wenn du meinen Artikel richtig gelesen hättest dann würdest dir diesen Kommentar sparen. 51 % heißt nicht das das alles AKP Anhänger sind. Laut Neuesten Statistiken hat er nicht mal 30%.
Und es reichen mir leider die 1000 Zeichen nicht um alles ausführlich darzulegen. Und wiegesagt man kann sich nicht alles kaufen und nicht immer seinen Willen durch setzten gegen die Mehrheit der Bevölkerung .

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Hikmet Özdemir
Hikmet Özdemir (hiki31) - 24.06.2013 17:15 Uhr

Taksim Platz vs. Ausländerhaß

Endlich haben die Fremdenhasser durch Taksim Platz wieder ein Thema gefunden. Jetzt können Sie alles auskotzen, was Ihnen durch den beispiellosen Wachstum seit mehr als 10 Jahren in der Türkei und niedrigst verschuldete Staat in Europa als Neid im Magen liegt.

Leider stehen Ihnen nicht einmal die türkischen Putsch-Generäle zur Seite. Die wurden nämlich durch Erdogan soweit demokratisiert und gezähmt.

Erdogan hat leider ein Fehler gemacht. Er hätte all die Polizeieinsätze in S21, Frankfurter Flughafen, Autonomen Demos in Berlin Kreuzberg, in Paris, in London usw. nicht als Beispiel für die Polizeieinsätze in der Türkei nehmen dürfen.

Ich hoffe er nimmt nicht das Versagen und das bewußte Verschweigen der Bundes-und Landesbehörden bei NSU Morden auch noch als Beispiel bei Verfolgung von Gewalttätern, Molotofcoctailwerfer, Vandalierer am Taksimplatz.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2013 13:52 Uhr
Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 26.06.2013 13:52 Uhr

Konstruktive und harte Kritik können Sie wohl nicht ertragen oder?

Dann sind Sie in Deutschland aber falsch. Wir wurden nur auf Grund des Zufalls unserer Geburt in einem Land, dessen Menschen sich an der Menschheit versündigt hatte, für jeden unserer Schritte hart kritisiert. Das macht uns stark und versetzt uns in die Lage, freundlich lächelnd ebenso hart andere zu kritisieren.
Und genau das passiert bei der Berichterstattung bzgl. der Demonstrationen in Istanbul.
Soweit ich dieser entnehme, waren die Anfänge äußerst friedlich - bis die Polizei mit massivstem Einsatz von Giftgas (Tränengas wurde im 1. WK vor den wirksameren Giftgasen wie Chlor etc. eingesetzt) gegen Zivilpersonen gegen demokratische Demonstraten vorging. Ein derartiges Wabern giftiger Dämpfe, wie sie auf dem Taksim Platz zu sehen war, hat nicht einmal Putin oder Pinochet erzeugt! Korrespondenten berichteten, dass ganz Istanbul nach Tränengas (Giftgas) stank!
Und Sie fabulieren von "Ausländerhaß", wenn man das kritisiert?Das ist ein Totschlagsargument, wenn man sich schwach fühlt.

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Ensar Ataman

Die Kartoffeln...

sind giftig, wenn man sie nicht kocht... ;-) Nun zum Thema... die Türkei hat mit der aktuellen Regierung eine "Besetzung", was die Deutschen sich nicht einmal erträumen können. Ich bin deutscher Staatsbürger und bei so vielen hirnlosen Politikern und Parteien wie hier in Deutschland kann man sich kaum entscheiden welcher Partei man seine Stimme geben soll.

An diejenigen, die ständig über die Türkei lästern kann ich nur empfehlen mal die Türkei zu besuchen und sich selbst ein Bild von den Menschen zu machen. Die Deutschen führen sich immer so auf, als ob sie die Demokratie erfunden hätten. Es hat nicht jedes Land einen Marshall-Plan im Allerwertesten stecken.
Die Vorgehensweise der türkischen Polizei wird ständig kritisiert... was würde die dt. Polizei tun, wenn Akitvisten versuchen würden den Reichtstag zu stürmen?... war das auch die türkische Polizei bei Stuttgart21? Oder in Frankfurt bei Blockupy? Ich bin für Erdogan und Egemen Bagis ist für mich noch symphatischer geworden!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 20:51 Uhr
kathrin siebert
kathrin siebert (ka-sie) - 24.06.2013 20:51 Uhr

Dieses Argumentationsmodell habe ich gefühlte 37x gelesen

Kritik an der Kritik gemischt mit Beleidigungen ohne Sachbezug * + Hinweis auf Stuttgart 21/wahlweise auch Berlin Kreuzberg.
Letzteres wurde schon x-Mal widerlegt, muss man ja nicht noch mal alles wiederholen.
es wäre schön, wenn die Erdogan-Befürworter mal ein bisschen mehr Kreativität entwickeln würden.
*hirnlose Politiker in D

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Harald Berger
Harald Berger (Hercule) - 24.06.2013 20:09 Uhr

Veehrter Endsar Ataman, sie sind DEUTSCHER Staatsbürger

und drücken mit ihrem Beitrag ihre Antipathie gegenüber ihren deutschen Mitbürgern ("Kartoffeln") und ihre Sympathie für den Ministerpräsidenten und einen Minister eines fremden Landes aus, die Deutschalnd, also IHR Land, beleidigen aus. Durch ihre Illoyalität gegenüber IHREM Land haben sie -vielleicht ungewollt- manche Klischees und Vorwürfe gegenüber türkischstämmigen Mitbürgern in Deutschland bestätigt. Das bestätigt mich in der Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft- wir brauchen in unserem Land LOYALE Staatsbürger.

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Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 24.06.2013 15:56 Uhr

Ööööhhhhmmm braucht Europa die Türkei oder ist es umgekehrt?

Ja, in der Türkei produzieren deutsche Firmen hochwertige Wirtschaftsgüter für den vorderasiatischen Markt. Aber das könnten sie viel billiger auch in Bulgarien oder Rumänien machen.
Herr Bagis sollte sich fragen, wer hier wen braucht.
Und er wird schnell merken, dass die Türkei einen größeren Vorteil von einem EU-Beitritt hätte.
Und noch eines: Mit seinen 3,5 Mio EX-Landsleuten zu wuchern, ist gefährlich. Er setzt diese Leute dem Zorn der autochtonen Europäer aus. Das kann nach Hinten losgehen, denn Bauernfänger könnten ganz schnell diese Situation negativ nutzen. Und bei 250 Mio Euroüpäern sind seine 3,5 Mio schnell nicht mehr "Herr Özdemir" sondern "Müller, Maier, Smith. Jaques oder Panzetti" - und strammere Europäer als die autochtonen. Also Herr Bagis, was soll das gezerre. Sie wollen etwas von Europa - nicht umgekehrt.
Aber unsere Politiker-Weicheier beeilen sich ja sofort, eigene Positionen aufzugeben, weil der Herr Bagis so wild daherredet. Hütet Euch...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2013 16:24 Uhr
Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 25.06.2013 16:24 Uhr

Danke!

Sie machen es nicht, weil die Türkei noch die Bedingungen bietet, die sie bieten muss, damit deutsche Unternehmen dort produzieren.
Wenn sich diese Bedingungen ändern (Liberalität des Arbeitsmarktes, der Kultur(!) und des Zusammenlebens), dann werden Sie sehr schnell die Abrißbagger sehen.
Und Erdogan ist auf dem besten Weg dahin, diese Basiskriterien zu zerschießen.
oder glauben Sie, ein cleverer Manager läßt Hightech-Produkte in einem Klima der tumben Diktatur und Unterdrückung produzieren? Wenn Erdogan so weitermacht, wird in der Türkei wieder nur noch genäht, gestrickt und andere Einfacharbeiten gemacht . High-Tech wie Autos produzieren oder Software erstellen - das gedeiht nur in einer liberalen Atrmosphäre - oder warum hat China "Sonderwirtschaftzonen" mit einer liberaleren Grundstimmung geschaffen?
Und das sollte Herr Erdogan sich mal anschauen - Geld ist zwar wichtig und Kosten - Hightech hasst Unterdrückung - zumindest auf lange Sicht. Nordkorea ist nicht umsonst so arm..

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Alfonso Salazar

Endlich mehr Kommentare von türkischstämmigen Lesern ...

… das erste Mal gibt es gefühlt wesentlich mehr Kommentare zu den Ereignissen in Istanbul als von Müller, Meier, Schmidt. Vielleicht war es ein Versuch der FAZ durch den an die Erdogan-Rhetorik angepassten Ausdruck „Kettenhund“ ein wenig mehr Dynamik in der türkischen Leserschaft zu erzeugen. Es scheint gelungen und die Meinung dazu scheint ebenfalls eindeutig zu sein. Das Thema Meinungsfreiheit hinsichtlich des Handelns des selbsternannten weltgrößten Führers empfinden doch sehr viele hier lebende Türken als Majestätsbeleidigung. Die Reaktionen inklusive der kindlichen Fingerzeige auf dazu im Vergleich harmlose Polizeiverfehlungen zeigen, dass das Demokratieverständnis nicht einfach in einer Generation so nebenbei mal anerzogen wird. Auch viele ältere Deutsche rufen bei Demonstration noch immer schnell frühere Zeiten herbei … Lasst der Türkei und den Menschen dort noch ein wenig Zeit, mit oder ohne EU. Vielleicht ändert sich dann auch die Quote der türkischen Leserkommentare die kindl

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Selin Tas

Auch hier fallen die Masken / Türkenhass

Was einem solche Themen zeigen ist erstaunlich.Die Politik d. türk.Regierung ist derzeit provokant,unumstritten schlecht.Nur was können die Türken pauschal dafür ?Selbst die in der BRD lebenden Türken werden jetzt zur Zielscheibe.Das erschreckende ist,da die Medien jetzt auch kein Blatt mehr vor den Mund nehmen,man sich untereinander hier reinsteigert sprechen viele den pauschalen Hass gegen die Türken aus.Hier gibt es sogar Kommentare wie "Türken aus D raus ". Mag nicht wissen, was passieren kann,wenn das weiter sich steigert (Juden ? ) Hier gibt es auch Türken, die erfolgreich arbeiten, Steuern zahlen, niemandem was tun und in allen Bereichen,Berufen vertreten sind,auch Arbeitgeber sind.Ich hoffe es zu wissen,dass es nicht die Mehrheit ist.Mit solchem Gedankengut werden auch Taten schlimmstenfalls rechtfertigt.Dann aber von Menschenverachtung,Menschenrechten sprechen.Wenn ich jemanden kritisiere,mache ich doch nicht d.selben Fehler.
Für mich ist der Mensch wichtig,nicht de Herkunft!

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Antworten (13) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.06.2013 14:14 Uhr
Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 29.06.2013 14:14 Uhr

Zahlen und Rassisten

Destatis ist die deutsche Statistikbehörde - sicher alles Nazis dort - das zeigen ja die Zahlen.

"Das Schlachten hat begonnen" ist ein dreiseitiger Aufsatz von Akif Pirincci - einem deutsch-türkischen Schriftsteller (Felidae, Der Rumpf u.a.) - also jemandem aus IHREM Kulturkreis - geboren in Istanbul. Vielleicht ist er ja deshalb ein Rassist: Man denke nur an die Bozkurt in der Türkei - 13% der TÜRKEN haben die gewählt - Kurden, die nicht Teil der türk. "Herrscherrasse" sind, wohl eher weniger. Zieht man die knapp 15 Millionen allerdings ab, ist fast jeder fünfte Türke davon überzeugt, einer "Herrenrasse" anzugehören - so zumindest wählen sie.

Aber natürlich sind nur deutsche Rassisten - schon unsere Statistiken sind türkenfeindlich!

Die permantente Opferrolle, die die Türken einnehmen sind aus dieser Sicht einfach nur noch lächerlich.

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Selin Tas

@ Paulick: was soll man dazu noch sagen ?

Scheinbar haben Sie beim Lesen Verständnis Probleme.
Lesen Sie was ich geschrieben habe. Was schmeckt Ihnen nicht ?
Ob es Ihnen passt der nicht, jeder darf hier im Rahmen der Regeln seine Meinung kundtun. Wo ich lebe, hab ich wohl nicht Sie zu fragen.
Traurig, dass es leider auch solche wieviel gibt. Aber diese gibt's in allen Ländern auf der Welt.
Wo hab ich behautet, dass hier alles schlecht ist.Es gibt nun mal auch - Gott sei Dank nicht so viele -Rechtsradikale. Das können auch Sie nicht verleugnen. Vielleicht Sympathiesieren Sie diese sogar. Daher Ihre Art. Die Türken bleiben :-)))
Ich lebe persönlich in meinem Umfeld gern mit allen Nationen, Deutschen gern zusammen.
Ach ja,Sie brauchen mir auch nicht Antworten, wenn Sie nicht möchten. Konstruktiv ist es sowieso nicht.
Machen Sie die Äuglein auf und sehen Sie in die Realität.Wenn man hier geboren ist, studiert hat, Karierer macht, glücklich ist, kann man wie alle andern hier leben.
Jemand der beleidigt wie Sie zeigt sich selbst

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Verena Paulick

Frau Tas

Zum letztenmal reagiere ich auf einen Ihrer (wie immer - polemischen und schäbigen) Kommentare.
Es gibt in Frankfurt/Offenbach bereits Schmierereien mit dem Inhalt "Wir haben schon übernommen".
Ich frage mich bei Ihrer offenkundig antideutschen Einstellung, was Sie hier noch hält?
Niemand zwingt Sie, in Deutschland zu leben. Sie müssen wohl gute Gründe dafür haben. Klären Sie uns doch einmal darüber auf!

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Selin Tas

@ Herrn Vogeler

Es sind hier im Forum Kommentare,die über die türk. Politik aktuell hinausgehen. Manchen - zum Glück nicht allen- geht es nämlich um die Türken hier in der BRD, die man am liebsten alle raus haben manchen. Hier hat man Mut, kann es fein geschmückt kundtun. Und alle dies genauso sehen, aber sich sonst nie trauen, empfehlen es gern weiter.
Und da es solche Menschen gibt, machen sich türk. Stämmige durchaus Gedanken, wohin das mal führen könnte. Wie weit würde man irgendwann gehen. Man pauschalisiert, dramatisiert dann plötzlich ein gesamtes Volk, ohne den einzelnen mal z sehen. Es entsteht Gruppendynamik. Das ist durch aus Besorgniserregend. Warum Sie sich hier direkt angesprochen gefühlt haben, spricht ja jetzt auch wieder für Sie.

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Selin Tas

Hallo Frau Grosmann-Walter

Kann ich mir gut vorstellen.Wenn ich in andere Länder reise,fragt man mich wie das Leben unter Nazis sei.Erschrecke mich dann,schildere,dass ich nur positive Erfahrungen habe.Man feiert,trauert zusammen,man ist für den anderen da,beglückwünscht sich zu den jeweiligen Festen.Denn jedem das seine,das verschiedene macht das Leben bunter,lustiger.Menschlichkeit ist das A und O.Gilt für alle,überall.
Vielleicht wundert man sich nur über die paar wenigen Kommentare hier,da man im " wahren " Leben nichts negatives dazu erfahren hat. Manchmal hat ein Deutscher eine schlechte Erfahrung mit einem Türken gemacht,ist mit seinem Leben unzufrieden und hegt Hass,diesen Hass kann man in sehr wenigen Kommentaren hier leider entnehmen.Glaube,denen geht's nicht mal direkt um die türk. Poltik,sondern um d.Türken in d. BRD.Jedem selbst was er isst und wo er Urlaub macht.Darf nur den Hinweis machen :-)
Die türk. Küche besteht nicht nur aus Döner. Man kann in die Türkei auch exklusive, nicht pauschal reisen.

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Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Selin Tas

@ Frisch : Sie bestätigen ich selbst

Aus Ihren Zeilen und Zwischenzeilen kann man sehr gut erkennen in welche Richtung SIE gehören.Ihnen geht es nicht wie andere Beitragsschreiben um die aktuelle miserable türk. Politik, sondern um die in Deutschland lebenden Türken,d. Sie am liebsten alle ausnahmslos raus hätten.Das ist hier die Gelegenheit z.kundtun
Ob Ihre Zahlen stimmen,sei mal dahin gestellt.Nochmal:es sind nicht alle Türken Sozialhilfeempfänger,Kriminelle..Es gibt auch viele Deutsche Sozialhilfeempfänger, Kriminelle, Ungebildete etc.
Ihre Bücher brauchen Sie mir nicht zu " verkaufen" .Mit solchen Büchern kann man nur so eine krankhafte negative Einstellung wie Sie bekommen.Oder machen Sie hier Propaganda für die rechten Parteien ?Sind ja Wahlen bald..
Daher ist auf Ihre Beiträge zu Antworten schon peinlich genug.
Wegen genau so Typen wie Sie,zum Glück sind die meisten Deutschen nicht wie Sie - haben die Türken in Deutschland auch Überlebensängste.Wo soll das hinführen ?Man weiß es nicht.Wie weit gehen diese Leute ?

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Enrico Ferelli

Ja, der Mensch ist wichtig

den Mensch kennt man durch die direkte Kommunikation mit Ihm. Das persönliche Gespräch - Social Media sind nicht ganz so weit weg vom persönlichen Gespräch.

Klingt man sich in die Social Media der Türkei ein bekommt man ein klareres Bild - vom Menschen, und was er dort z.Z. denke und fühlt.

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Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 24.06.2013 18:53 Uhr

Sicher

"Hier gibt es auch Türken, die erfolgreich arbeiten, Steuern zahlen, niemandem was tun und in allen Bereichen,Berufen vertreten sind,auch Arbeitgeber sind."

Nur leider sind 44% der hier lebenden Türken auf Transferleistungen "angewiesen".
75% der hier lebenden Türken haben keinerlei Berufsausbildung (destatis).
Die Kriminalitätsrate ist erschreckend hoch.

Sie sollten sich einmal Akif Pirinccis "Das Schlachten hat begonnen" durchlesen.

Das alles hat nichts mit "Türkenhass" zu tun:

Das ist der ÜBERLEBNSINSTINKT - und wo der Instinkt übernimmt, ist das Denken meist sehr weit weg!

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Selin Tas

@ Hauptricht : bitte nochmal lesen

Bitte lesen meinen Beitrag nochmals genau.
Es geht nicht darum, dass man die Regierung kritisiert. Ich selbst kritisiere sie derzeit ebenso.

Bitte tun Sie nicht so, als ob Sie mich nicht verstanden hätten.

Nochmal : lesen Sie mal hier die gesamten !! Kommentare zum Artikel.

Sie wissen schon was ich meine. Soviel lesen sollte man können.

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Konrad Vogeler

Lieber Selin Tas

Wer die Situation der Türken heute in D mit der der Juden 1944 vergleicht, disqualifiziert sich für jede weitere Diskussion.

Und von Hass sind wir meilenweit entfernt. Es geht um einige wenige Mitbürger, die inzwischen ganz offen, auch aus ihrer Heimat heraus ermutigt, versprechen, das Land zu übernehmen.
Und niemand aus ihren Reihen widerspricht.
Da kommen die Eingeborenen ins Nachdenken und haben keine Lust, mit Ihnen Indianer zu spielen.

Gleiche Rechte. Gleiche Pflichten.
Für mich ist der Mensch wichtig,nicht die Herkunft! Völlig Einverstanden!
Es geht um das Benehmen. Und großkotziges Auftreten gegen wen auch immer ist mir auf deutsch genauso unangenehm wie auf türkisch.

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Weitere Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen
kathrin siebert
kathrin siebert (ka-sie) - 24.06.2013 18:02 Uhr

Hass: Genau das ist es eben nicht, es gibt eine kritische Haltung

und es ist auch bedauerlich, dass es oft doch zu pauschalierend klingt.
Rassistische Kommentare sollten eigentlich gar nicht erst veröffentlicht werden, es gibt ja Forenregeln.
Ich unterstelle, dass den meisten hier klar ist, dass es auch viele erfolgreiche Türken gibt.
Letztlich werden Einstellungen, Verhaltensweisen und Haltungen kritisiert und die diejenigen kritisiert, auf die dies dann eben zutrifft. Es klingt für Sie vielleicht blöd, aber man sollte es nicht zu persönlich nehmen. Der Ton in Foren ist sicher auch in der Türkei nicht immer von hoher Höflichkeit getragen, eine gewisse Dickfälligkeit braucht man schon.
Aber es sollte eben auch genauso möglich sein, Dinge klar - und natürlich sachlich - benennen zu können. Nicht selten wird aber schon die Kritik an sich zu viel und wird als Beleidigung aufgefasst. Wie sollte man Ihrer Meinung nach damit umgehen?

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Yildirim Bulmaz

Liebe Selin,

ich teile in vielen Punkten Ihre Ansichten und bin begeistert, wie engagiert und selbstbewusst Sie sie vortragen und verteidigen. Meine Bitte ist, dass wir das, was im Dritten Reich den Millionen von Deutschen jüdischen Glaubens angetan wurde, nicht als Beispiel für heute nehmen sollten, weil wir dann etwas relativieren würden, was nicht relativiert werden darf. So, jetzt machen wir gemeinsam weiter und zeigen, dass die neuen Bürger dieses Landes auch was zu sagen haben.

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Karin Gossmann-Walter

Sie haben recht der Mensch ist wichtig, nicht die Herkunft!

und leider neigt der Mensch dazu. auch noch zu pauschalieren.

Aber ich kann Sie "trösten" wenn ich mir Leserkommentare in ital. Zeitungen ansehe, bezügl.
Deutschland, Deutschen, wird auch pauschaliert und dem Deutschen Nazigene angedichtet.
Und eigentlich haben Sie einen Hass auf Merkel, aber es wird dann auch gerne auf alle Deutschen übertragen, doch in der Realität ist das zum Glück nicht der Fall, ich habs bis dato noch nicht erlebt.
Ich finde es gut, dass Türkischstämmige im Forum ihre Ansicht schreiben, auch wenn ich diese nicht immer teile.

Mehr Gelassenheit beidseitig wäre angebracht.

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Harald Thelen
Harald Thelen (LTI2.0) - 24.06.2013 14:09 Uhr

Die innertürkische Auseinandersetzung

wird nicht innertürkisch bleiben, sie wird auch nach Europa und speziell nach Deutschland kommen. Dieser Tage hatte ich mit meinem türkischen -ganz offensichtlich konservativ-islamischen- Obst- und Gemüsehändler einen kurzen Gedankenaustausch, er ist der Meinung, Erdogan und die Polizei bekommen das schon "in den Griff" und würden schon für "Ordnung" sorgen, ich habe ihm versucht zu erklären, dass wir das im Deutschland der 68er auch so hatten, dass das quasi überfällig, nicht mehr zu stoppen und auch Voraussetzung für den EU-Beitritt ist und dass wir uns insofern wieder sprechen. Insgeheim habe ich mich sowieso immer darüber geärgert, dass seine Kinder ihre kompletten Schulferien, Nachmittage und Wochenenden im Gemüseladen verbringen dürfen, aber nach diesem Gespräch verspüre ich den Impuls, meine Sachen lieber demnächst bei Erdogan-Gegnern einzukaufen - und so wird das auch bleiben, bis diese rückständigen Hardliner zur Vernunft gekommen sind.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2013 18:59 Uhr
Harald Thelen
Harald Thelen (LTI2.0) - 24.06.2013 18:59 Uhr

Sie haben leider meinen Beitrag überhaupt nicht verstanden,


oder wollen Sie ihn nicht verstehen? Ich hege keinen Türkenhass, ich mag nur keine Faschisten, die glauben, es sei Recht und Ordnung, Leute mit Tränengas und Wasserwerfern von der Straße zu schießen, nur weil sie für ihre Bürgerrechte eintreten - und es ist mir völlig egal, ob diese Faschisten Türken, Deutsche, Syrer oder sonst etwas sind. Die Trennlinie geht nämlich nicht durch Deutsche und Türken oder Christen und Muslime, wie viele Religiöse beider Läger irregeleiteterweise annehmen, sie geht durch Menschen von Gestern und Menschen von Heute.

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Selin Tas

Absurd

Jetzt wird es langsam lächerlich. Jetzt wird plötzlich alles negativ, hasserfüllt, auf die Goldwaage gesetzt.
Wie kann man bei einem kurzen Einkauf die Kindererziehung im Ernst so schnell analysieren ?
Beeindruckend. Naja, besser als Erdogan sind Sie wohl leider selbst auch nicht. Er meint nämlich auch in solche Dinge sich einzumischen.
Gauben Sie etwa alle deutschen Kinder werden vorbildlich groß gezogen ? Ich hoffe es, ist es aber leider nicht. Sowas gibt's leider überall, unabhängig von der Herkunft. Was ist mit den Priestern, Mönchen sogar, de sich an Jungen ...... Ekelhaft.
So wächst de Türkenhass. Gießen und pflegen Sie es weiter. Damals de Juden heute die Türken ?
Wo soll das nur enden ?

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Michael Albertz

Irrtum

Bagis nennt Erdogan den stärksten Führer der Welt. Er könnte damit folgendes ausdrücken wollen: Diese Bewertung ist offenkundig unsachlich und von Personenkult getragen. Der Personenkult und die sich darin ausdrückende Abgehobenheit könnten nach Bagis der Grund dafür sein, daß die Tage von Erdogan als Ministerpräsident gezählt sind. Er veröffentlicht diese seine Einschätzung, zeigt solides Urteilsvermögen, ermutigt die Opposition und empfiehlt sich damit als möglicher Nachfolger.

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Hikmet Özdemir
Hikmet Özdemir (hiki31) - 24.06.2013 12:39 Uhr

Kettenhunde der Merkel Regierung !!

Volker Kauder, Marcus Söder (CSU) Die Liste kann unzählig erweitert werden.

Warum soll Erdogan kein Kettenhund haben?

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23.06.2013, 15:37 Uhr

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