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Italien-Kommentar : Riskantes Experiment

Vielleicht bleibt das Unheil ja aus. Doch wer sich an die Krise erinnert, in die Griechenland die EU stürzte, den kann es nicht kalt lassen, dass Italien eine Politik der Verantwortungslosigkeit und der Illusion betreibt.

Kommentar : Über Jahre weggeschaut

Die Verfehlungen im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mindern das Vertrauen in die Politik weiter. Jahrelang scheinen die Verantwortlichen Probleme ignoriert zu haben – sind die kriminellen Manipulationen nur die Spitze des Eisbergs?

AfD : Alice Weidel und das Lachen im Halse

Die Reden der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel sind entweder hämisch oder zornig. Das Gift ihres „Kopftuch-Mädchen“-Satzes hat vor Jahren jedoch ein anderer in die Debatte geträufelt. Ein Kommentar.

Kommentar : Der wahre Meister

In der Niederlage zeigt sich Größe. Das gilt nicht nur für millionenschwere Fußballer, sondern auch für Investmentbanker, Vorstandsvorsitzende oder Politiker.

Kommentar : Danke, Kim

Von dem libyschen Modell, das Trumps Sicherheitsberater Bolton ins Spiel brachte, hält man in Nordkorea gar nichts. Endlich hat Pjöngjang deswegen die Welt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Gaza-Kommentar : Das Kalkül der Hamas

Nach den tödlichen Schüssen am Gazastreifen unterstützt Deutschland eine unabhängige Untersuchung. Doch wer die Blockade der Enklave akzeptiert, muss auch die israelischen Scharfschützen hinnehmen.

Seehofer-Kommentar : Welches Unrecht?

Die „Herrschaft des Unrechts“, die der Ministerpräsident Horst Seehofer vor Jahr und Tag am Werk sah, droht dem Bundesinnenminister Seehofer auf die Füße zu fallen.

Trauung von Harry : Wir Zaungäste

Eine Monarchie in Deutschland? Nur eine Minderheit wünscht sich das zurück. Zum Glück können wir die Royals im Vereinigten Königreich bewundern – und auch bemitleiden. Ein Kommentar.

Trumps Forderungen : Immer feste druff

Trump hat wieder einmal losgepoltert: Gegen deutsche Autoimporte und deutsche Rüstungsausgaben. Doch seine im Stile eines Erpressers vorgebrachten Forderungen sind kontraproduktiv. Ein Kommentar.

Kommentar zum Atomabkommen : Falscher Druck

Die Regierung Trump droht mit Sanktionen gegen europäische Firmen, die sich weiter an das Atomabkommen mit Iran halten. Aber unter engen Partnern gehört es sich nicht, dass der eine dem anderen die Pistole an den Kopf setzt.
F-16 Kampfjet der israelischen Luftwaffe

Iran : Drohkulisse und Wirklichkeit

Die Töne sind schriller geworden. Das muss aber nicht heißen, dass ein großer militärischer Zusammenstoß droht.
Strand in der Nähe der griechischen Hauptstadt Athen

Vorurteile : Europas Nord-Süd-Konflikt

Die Eurokrise hat viele Klischees wiederbelebt. Aber auch im wirklichen Leben ist Europa sehr vielfältig - was Folgen hat.

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  • Die Stasi und die Grünen : Mit gebundenen Händen beäugt

    In der DDR entstand schon 1984 eine Diplomarbeit über die Grünen. Diese seien „sicherheitsrelevant“, weil „Mitglieder der Grünen ständig nach neuen Wegen und Formen des Einwirkens in die DDR zur Kontaktaufnahme mit den unterschiedlichsten ,staatsunabhängigen‘ Gruppen suchen“.
  • Polen in Preußen : Bismarcks Feindbild machte viele wild

    Hans-Erich Volkmann widmet sich der Anbahnung des bitteren, für nahezu ein Jahrhundert schier unüberwindbaren nationalen Konflikts zwischen Deutschen und Polen, den maßgeblich das preußische Deutschland zu verantworten hatte.
  • Bund Freiheit der Wissenschaft : Professoren in Aktion

    Svea Koischwitz schildert die Entwicklung des Bundes Freiheit der Wissenschaft in seiner Hochzeit. Dabei sahen sich die im BFW tonangebenden Professoren durch den Druck der Studenten und die politischen Steuerungsversuche von unten und oben in die Zange genommen.
  • Mitglieder der NSDAP : Davon ging die Welt fast unter . . .

    Ob jedes NSDAP-Mitglied ein überzeugter Nazi war, lässt sich mit den Methoden der Politikwissenschaft nicht entscheiden. Jürgen Falter erinnert daran, dass es glühende Nationalsozialisten auch außerhalb der NSDAP gab und die individuellen Motive anhand von Mitgliedskarten nicht zu ermitteln sind.
  • Franz von Papen 1933/34 : Vizekanzlei-Gruppe gegen Hitler

    Franz von Papen ließ sich nicht nur von Hitler manipulieren, sondern wohl auch von seinen Vertrauten. So gelang es einer in der alten Bürokratie der Reichshauptstadt gut vernetzten Gruppe, die Etablierung der Vizekanzlei als Behörde durchzusetzen.
  • Franz Pfeffer von Salomon : Begabt zu sein macht’s nicht allein

    Mark Fraschka hat sich die Aufgabe gestellt, den preußischen Hauptmann und hochdekorierten Frontoffizier des Ersten Weltkriegs Franz Pfeffer von Salomon der Vergessenheit zu entreißen, der ein lebensweltliches Kontrastprogramm zum Typus des ungehobelten Draufgängers im SA-Führerkorps darstellte.
  • Die Wartezeit lässt sich immer noch am besten mit Lesen vertreiben

    Psychoboom in den Siebzigern : Der Endlosschleife fehlte Freuds Seife . . .

    Mitte der siebziger Jahre blühte eine Fülle von Taschenbüchern zur Lebensberatung sowie von Kurs- und Seminarangeboten auf dem Humus einer Subkultur von Theorien und Therapien, den eine neuartige Popularisierung von psychologischem Wissen und psychotherapeutischen Praktiken nährte.
  • Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Albertina der Universität Leipzig

    Historiker Erich Maschke : Gegen den Osten immer auf Posten

    Barbara Schneider beleuchtet Erich Maschkes Rolle als Ostforscher. Die erste Phase seines wissenschaftlichen Lebens begann in Königsberg als Assistent von Hans Rothfels, dem späteren renommierten Tübinger Zeithistoriker, der als Jude 1938 in die Emigration gezwungen wurde.
  • Otto Kleinknecht

    Staatsanwalt Otto Kleinknecht : Enthemmt

    Otto Kleinknechts Erinnerungen berichten davon, dass es neben den „furchtbaren Juristen“ wie Roland Freisler unzählige Beamten und Richter gab, die das taten, was Vertreter einer Funktionselite tun: Sie funktionierten, und dabei schien es fast gleichgültig, welchem System sie dienten.
  • Konrad Adenauer und Monsignore Paul Adenauer

    Konrad Adenauer : Politiker und Medien ohne Verhältnis zum Staat!

    Monsignore Paul Adenauer führte als Begleiter und Berater seines Vaters Konrad Adenauer vom 29. September 1961 bis zum 24. Februar 1963 sowie vom 19. Oktober 1963 bis zum 4. Dezember 1966 ein sehr aufschlussreiches Tagebuch.
  • Zwei Frauen sitzen rauchend vor dem neuen Flughafengebäude am Flughafen Schönefeld, undatiertes Foto von 1977

    Frauen in der DDR : Die Arbeitskraft, die alles schafft

    Den Frauen widmete sich die DDR weniger in emanzipatorischer Absicht als aus der Notwendigkeit heraus, benötigte Arbeitskräfte für den Staat zu gewinnen. Wer als Frau in den 1950er und 1960er Jahren einen anderen Weg gehen wollte, sah sich als „Heimchen am Herd“ an den Pranger gestellt.
  • Italienische Truppen in Vittorio Veneto

    Folgen des Ersten Weltkriegs : Wenn das Recht der Gewalt weicht

    Mit hingebungsvoller Detailfreude schwelgt Robert Gerwarth in den bolschewistischen wie den Freikorps-Exzessen am Ende des Ersten Weltkrieges. Auch erlauben seine „Besiegten“ dem Leser keine Zweifel, dass Türken und Griechen im Umgang miteinander alles andere als vielversprechende Messdiener waren.
  • Demonstranten am 2. Juni 1967

    Der Schah-Besuch 1967 : Studenten-Tod als Notstands-Übung?

    Neun Tage dauerte der Staatsbesuch des persischen Schahs Mohammed Reza Pahlavi im Mai/Juni 1967. Zur Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik wurde seine kurze Berlin-Visite am 2. Juni, weil bei einer Demonstration der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg erschoss.
  • Frauen im Südkivu, die 2008 von verschiedenen Gruppierungen vergewaltigt und/oder misshandelt wurden

    Ruanda : Nur die Fassade ist mustergültig . . .

    Der Völkerrechtler Gerd Hankel beschreibt das heutige Ruanda als ein Land, in dem die einst über Leben und Tod entscheidende Frage, wer Hutu ist und wer Tutsi, vermeintlich keine Bedeutung mehr hat. Dies sei ganz im Sinne der Regierung, die proklamiert: „Wir sind alle Ruander.“
  • Sevim Dagdelen im Oktober 2016 auf der Frankfurter Buchmesse

    Türkei-Politik : Eine Abgeordnete teilt kräftig aus

    Für Sevim Dagdelen (Fraktion Die Linke) steht fest: Erdogan ist kein Partner, er nutzt den Flüchtlingsdeal zur Erpressung, und die Türkei-Politik bedürfe einer „radikalen Wende“, wozu sie einen Zehn-Punkte-Plan vorlegt.
  • Staatskanzler Karl Renner am 29. April 1945 in Wien vor dem Parlament

    Karl Renner : Flexibel und vielseitig

    Der Sozialdemokrat Karl Renner löste sich vom Anschluss-Denken erst nach der alliierten Moskauer Deklaration 1943, die dann die Befreiung und Unabhängigkeit Österreichs verheißen sollte. Er propagierte die Opfer-These, gleichwohl der eigene Beitrag zur Selbstbefreiung gering war.