http://www.faz.net/-gqc
Gemeinsam schwimmen - nur in welche Richtung?

Union und Grüne : Versöhnte Verschiedenheit

In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs deutete schon viel auf ein Sechs-Fraktionen-Parlament hin – wie zuletzt 1953. So ist es nun gekommen. Nicht ganz so alt, aber dennoch mit Patina versehen ist die Idee einer schwarz-grünen Koalition im Bund, wenn sich „Nachhaltigkeit“ (Grüne) und „Die Schöpfung bewahren“ (Union) begegnen.
Der rechtsextreme Publizist Götz Kubitschek am 21. Dezember 2016 in Berlin

Die „Neue Rechte“ : Auf dem Rittergut macht das Lesen Wut

Die „Neue Rechte“ soll im Konzept der kulturellen Hegemonie des italienischen Kommunisten Antonio Gramsci wurzeln. Solche antibürgerlichen Personen stoßen in dem charakterisierten Milieu auf Sympathie, wohl selbst bei Thomas Wagner. Heftig attackiert er die Politik der als „neoliberal“ geltenden SPD.
Die Todeszelle des Huntsville-Gefängnisses in Texas

Todesstrafen-Geschichte : Hingerichtet

Die Geschichte der Todesstrafe mit ihren wechselnden Hinrichtungsmethoden, namentlich die jüngere, ist, wie Helmut Ortner deutlich macht, die Geschichte des fehlgeschlagenen Versuchs ihrer Humanisierung.

Chinas Parteichef Xi : Mächtig wie Mao

Chinas Staats- und Parteichef hat auf dem Parteikongress erkennen lassen, wie er sich Chinas Zukunft vorstellt: Ein Land fest in der Hand der Partei. Er selbst hätte dabei die meiste Macht.

Kommentar : Verbale Härte ohne Durchsetzung

Die Worte werden härter, aber an der Umsetzung hapert es. Dabei könnte die Politik den Durchgriff bei straffällig gewordenen Asylbewerbern bereits regeln.

FAZ.NET-Countdown : Mühsame Verhandlungen

Nach den Einzeltreffen der Parteien steht heute die große Sondierungsrunde an, bei der Union, FDP und Grüne erstmals gemeinsam verhandeln. Ein Spaziergang wird das nicht – der FAZ.NET-Countdown am Freitag.

Katalonien-Kommentar : Puigdemont ist isoliert

Der katalanische Rädelsführer Puigdemont hat den Prozess der Unabhängigkeit so weit getrieben, dass er nicht mehr einfach umkehren kann. Doch im Kräftemessen mit Madrid hat die Zentralregierung Vorteile – wenn auch nur leichte.

Krise in Spanien : Operation am offenen Herzen

An diesem Donnerstag droht Katalonien die Entmachtung durch die Zentralregierung in Madrid. Doch das birgt große Risiken. Ein Kommentar.

FAZ.NET-Countdown : Paukenschlag inmitten der Behäbigkeit

Mit seinem Rücktritt vom Amt des sächsischen Ministerpräsidenten liefert Stanislaw Tillich einen Hinweis darauf, warum in Berlin alles so langsam geht. Was sonst noch wichtig ist, lesen Sie im FAZ.NET-Countdown.

Kommentar : Tillichs Verzicht

Sachsens CDU hat ihren Nachwende-Nimbus verloren. Die Landtagswahl war der vorläufige Tiefpunkt einer langen Entwicklung. Dem nun zurückgetretenen Ministerpräsidenten Tillich half es nicht, dass die Ursachen nicht erst in seiner Regierungszeit zu suchen sind.

Schleyer-Mord 1977 : Terror lässt sich besiegen

Vor vierzig Jahren ermordete die RAF den damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. Den Kampf gegen den Terror konnte die Bundesrepublik letztlich für sich entscheiden. Welche Lehren kann man heute daraus ziehen?

Helmut Kohl : Mit Fortune und Gottes Hilfe

Die Widersprüche in Helmut Kohls Leben arbeitet der Berliner Journalist und Zeithistoriker Ralf Georg Reuth gekonnt heraus: Prinzipientreu hielt der Bundeskanzler – trotz der Zusammenarbeit mit dem Unrechtsstaat DDR – am Ziel der Wiedervereinigung fest.

Seite 7/19

  • In Togo ist der kaiserliche Kolonialbeamte Dr. Gruner mit Trägern unterwegs bei Vermessungsarbeiten.

    Togo-Skandal : Unterschiedlich abgestufte Rassen

    Der ledige Vorsteher der kleinen Verwaltungsstation Atakpame, Georg Schmidt, nimmt im Herbst 1901 die etwa zwölf- bis vierzehnjährige Adjaro Nyakuda in seinen Haushalt auf. Die enge Gemeinschaft der beiden erzürnt den Leiter der Steyler Mission, Franz Müller.
  • Die Skulptur des Hitler-Attentäters Johann Georg Elser in Konstanz am Bodensee

    Suche nach Vorbildern : Elser vorn - Rommel zurück

    Tom Pröse gelingt es, Mut und Leid einiger weniger zu beschwören, die sich einsam gegen Hitler stellten und/oder die das NS-Regime grausam verfolgte. Der Journalist verspürt heute eine Sehnsucht nach Vorbildern und möchte das Vermächtnis von 18 „Jahrhundertzeugen“ weitergeben.
  • Blick auf den Potsdamer Platz während des Kapp-Putsches 1920

    Alldeutscher Extremismus : Vom eisernen Otto zum tobenden Adolf?

    Bereits 1919 machte der Alldeutsche Verband mit seiner „Bamberger Erklärung“ deutlich, dass er „in schärfster nationaler Opposition“ zur Weimarer Republik stehe und unermüdlich an der Wiederaufrichtung von „Bismarcks Werk“ arbeiten werde.
  • Rotkreuzschwestern im Krieg : Lebenstraum im Pflegeraum

    Als „Kriegsschwestern“ oder „Wehrmachtsschwestern“ engagierten sich Frauen in der Pflege von Kranken und Verwundeten. Ihre Chefin, Luise von Oertzen, hatte gleich zu Beginn des Frankreich-Feldzugs die Dankbarkeit des DRK betont, im militärischen Sanitätsdienst mitwirken zu dürfen.
  • Nikita Chruschtschow und John F. Kennedy im Juni 1961 in Wien

    Entspannungspolitik : Wellenreiter sucht Weltenretter

    Zu den ganz großen Weltrettern zählt für Wilfried Loth der SPD-Politiker Egon Bahr. Nun weiß man, dass der enge Weggefährte und auch Vordenker Willy Brandts zu den starken Analytikern der Bonner Außenpolitik und zu den erfolgreichen Strippenziehern der neuen Ostpolitik gehörte.
  • Truppenparade der Wehrmacht am 5. Oktober 1939 in Warschau

    Deutsche Besatzungspolitik : Von Warschau nach Westerland

    Daniel Brewing rückt in seiner akribisch recherchierten Studie zum ersten Mal die im Wesentlichen von Deutschen begangenen Massaker an polnischen Zivilisten in den Jahren 1939 bis 1945 ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
  • Generalmajor Gustav Maria Benno Freiherr von Mauchenheim

    Die 707. Infanteriedivision : Holocaust und Wehrmacht

    Unter Historikern geht es längst nicht mehr um die Frage, ob sich die Wehrmacht an den nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt hat, sondern mit welcher Motivation und in welchem Ausmaß.
  • Präsident Ronald Reagan mit Ehefrau Nancy in London im Juni 1988

    Washington und Vatikan : Seid umschlungen, Millionen!

    Ausgangspunkt des Kurswechsels binnen weniger Monate war wohl Königin Elisabeth II. Sie soll im März 1983 Präsident Ronald Reagan von der Notwendigkeit überzeugt haben, offizielle Beziehungen zum Vatikan aufzunehmen, wie dies ein Jahr zuvor Großbritannien getan hatte.
  • Remember Pearl Harbor

    Pearl Harbor : Wenn es kracht und zischt

    Die endgültige Entscheidung zum Militärschlag fiel am 1. Dezember 1941 bei einer Konferenz mit Kaiser Hirohito. Die Überlegenheit der Amerikaner in so gut wie allen Bereichen war den japanischen Entscheidungsträgern dabei durchaus bewusst.
  • Die dritte Seite der Vossischen Zeitung vom 29. November 1933

    „Berufsverbrecher“ : Mit dem grünen Winkel

    Dagmar Lieske befasst sich mit der Verfolgung einer bislang weitgehend unbekannten Haftgruppe in der NS-Zeit. Anhand einzelner Schicksale werden sowohl die kriminalpolizeiliche Praxis als auch die Situation der „Berufsverbrecher“ im Lager sowie innerhalb der Häftlingsgesellschaft behandelt.
  • Landesparteitag der AfD am 25. Juli 2015 in Pforzheim

    AfD und Pegida : Nicht bellen, sondern lieber beißen

    Hajo Funke ist ein Mahner und gehört als solcher nicht zu denen, die ihre Worte klein und verschämt wählen, sondern in großen Lettern mit Ausrufezeichen. So wird aus dem Rechtsradikalismus eines Björn Höcke bei Funke schnell ein „völkisch-nationalistischer Extremismus eines autoritären Agitators“.
  • Die Skizze verdeutlicht den mit Kriegsbeginn am 22. JUni 1941 erreichten Stand des Aufmarsches der Wehrmacht und der Roten Armee

    Präventivkrieg : Seitenwechsel eines DDR-Generals

    Bernd Schwipper möchte „auf das Geschichtsbewusstsein der Mehrheit der Deutschen“ einwirken. Das wird ihm sicher nur bei den Anhängern der alten Verschwörungstheorie gelingen, die schon immer wussten, dass Hitlers Eroberungskrieg nur eine Art von Notwehr gewesen war.
  • Schloss Gymnich: Helmut Schmidt und Hans-Dietrich Genscher (1981)

    Helmut Schmidt : Pfiff nach der Weltmacht

    Kristine Spohr bläst Helmut Schmidt zum „Weltkanzler“ auf, der wie „kein anderer Staatslenker der 70er-Jahre“ ein „Macher und Denker zugleich“ war. Sie attestiert der nicht einmal vollständig souveränen Bundesrepublik, in der Ära Schmidt „den Rang einer ,Weltmacht‘“ erreicht zu haben.
  • Antje Kapek (l), Ramona Pop (2vr), die Landesvorsitzenden Bettina Jarasch (2vl) und Daniel Wesener(r) stehen am 12.03.2016 in Berlin bei der Landesmitgliederversammlung auf der Bühne hinter einem übergroßen Luftballon, auf dem «Mehr Gefühl für Berlin» zu lesen ist.

    Diplomatie und Gefühle : Es war so nett auf dem Parkett

    Todd H. Hall möchte Relevanz, Einsatz und Auswirkungen von Gefühlen auf diplomatischem Parkett erklären. Seine These lautet, dass Staaten Gefühle bewusst einsetzen, um Ziele zu erreichen, die sie mit diplomatischen Mitteln wie Überzeugung, Verhandlung oder Zwang nicht durchsetzen könnten.
  • Adolf Hitler besichtigt am 26.05.1938 im Volkswagenwerk in der Nähe von Fallersleben einen Volkswagen «Käfer».

    Herrschaftssystem Hitlers : Auf Erfolg getrimmt

    Karl Lange ergriff nach 1933 anpassungsfreudig und initiativ die Chancen, die sich aus der Etablierung neuer regulatorischer Einrichtungen der Wirtschaft im Nationalsozialismus ergaben, und machte als Multifunktionär eine Karriere, die ihn bis an die Spitze des „Hauptausschusses Maschinen“ brachte.
  • Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß überreicht am 22.07.1960 Generalleutnant Josef Kammhuber, das Modell eines Starfighters.

    F-104 Starfighter : Aus Kammhubers Wundertüte

    Nach der Indienststellung der F-104 Starfighter im Jahr 1961 in der Bundesrepublik reagieren Öffentlichkeit und Parlament zunehmend alarmiert über eine Serie von tödlichen Abstürzen.