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FAZ.NET-Countdown : Aber nicht im Sarg!

Die SPD zögert und zaudert, vom Koalitionspartner in spe – der CSU – kommt wenig Verständnis. Das ist ungerecht: Die Sozialdemokraten kämpfen um ihr Überleben als Volkspartei.

Europa-Kommentar : Der Nutzen der EU

Dass Europa im Sondierungspapier eine zentrale Rolle einnimmt, ist gut – auch als Antwort auf die vom französischen Präsidenten Macron angestoßene Debatte. Doch nun muss es auch um Nutzen und Kosten gehen.

SPD-Kommentar : Eine Partei, die ihr Gesicht verliert

Als einzige in der SPD greift Andrea Nahles den Stier bei den Hörnern – und verteidigt das Verhandlungsergebnis mit der Union offensiv. Doch einen sozialdemokratischen Kracher sucht man im Sondierungspapier tatsächlich vergebens.

FAZ.NET-Countdown : Wir haben fertig!

Die Selbstzerfleischung der SPD bereitet beim Zusehen seelische Qualen. Warum man es mit den Sozialdemokraten trotzdem wie Horst Seehofer halten sollte und welchen Preis Andrea Nahles verdient hat – das steht im FAZ.NET-Countdown.

Trump-Kommentar : Binnen 120 Tagen

Das Atomabkommen mit Iran ist alles andere als perfekt. Aber es bremst das iranische Atomprogramm wesentlich. Amerika würde sich mit einer Kündigung selbst isolieren.

FAZ.NET-Countdown : Lümmel gegen Schulz

Nach einer sehr zähen Woche steht den armen Sozialdemokraten eine noch zähere bevor. Dass aber auch anderswo nicht alles Gold ist, was glänzt, steht im FAZ.NET-Countdown.

Sondierungs-Kommentar : Berlin will Macrons Hand ergreifen

Die ersten Sondierungen waren gar keine, die zweiten dafür fast Koalitionsverhandlungen. Die alten, neuen Partner haben Europa dabei an die erste Stelle eines möglichen Regierungsprogramms gesetzt – eine Premiere.

KZ-Gedenkstätten-Kommentar : Zu Empathie erziehen

Die SPD-Politikerin Chebli hat gefordert, jeder in Deutschland sollte einmal eine KZ-Gedenkstätte besuchen. Schnell folgten Abwehrreaktionen gegen „Zwangsbesuche“. Doch es geht nicht um Zwang. Nur wer mitfühlt, versteht.

Italien-Kommentar : Der Sündenbock Italiens

Aus der Sicht der Mehrheit italienischer Politiker muss sich Europa ändern, damit ihr Land von unpopulären Veränderungen verschont bleibt. Doch dabei gehen sie von falschen Voraussetzungen aus.
Bundesrat Arthur Hoffmann als Chef des Militärdepartements

Arthur Hoffmann : Größe und Tragik

Schwierig war die Lage auch für sie. Aber Probleme wie die Schweiz hätten andere Länder während des Ersten Weltkrieges sehr gerne gehabt.

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  • Polen in Preußen : Bismarcks Feindbild machte viele wild

    Hans-Erich Volkmann widmet sich der Anbahnung des bitteren, für nahezu ein Jahrhundert schier unüberwindbaren nationalen Konflikts zwischen Deutschen und Polen, den maßgeblich das preußische Deutschland zu verantworten hatte.
  • Bund Freiheit der Wissenschaft : Professoren in Aktion

    Svea Koischwitz schildert die Entwicklung des Bundes Freiheit der Wissenschaft in seiner Hochzeit. Dabei sahen sich die im BFW tonangebenden Professoren durch den Druck der Studenten und die politischen Steuerungsversuche von unten und oben in die Zange genommen.
  • Mitglieder der NSDAP : Davon ging die Welt fast unter . . .

    Ob jedes NSDAP-Mitglied ein überzeugter Nazi war, lässt sich mit den Methoden der Politikwissenschaft nicht entscheiden. Jürgen Falter erinnert daran, dass es glühende Nationalsozialisten auch außerhalb der NSDAP gab und die individuellen Motive anhand von Mitgliedskarten nicht zu ermitteln sind.
  • Franz von Papen 1933/34 : Vizekanzlei-Gruppe gegen Hitler

    Franz von Papen ließ sich nicht nur von Hitler manipulieren, sondern wohl auch von seinen Vertrauten. So gelang es einer in der alten Bürokratie der Reichshauptstadt gut vernetzten Gruppe, die Etablierung der Vizekanzlei als Behörde durchzusetzen.
  • Franz Pfeffer von Salomon : Begabt zu sein macht’s nicht allein

    Mark Fraschka hat sich die Aufgabe gestellt, den preußischen Hauptmann und hochdekorierten Frontoffizier des Ersten Weltkriegs Franz Pfeffer von Salomon der Vergessenheit zu entreißen, der ein lebensweltliches Kontrastprogramm zum Typus des ungehobelten Draufgängers im SA-Führerkorps darstellte.
  • Die Wartezeit lässt sich immer noch am besten mit Lesen vertreiben

    Psychoboom in den Siebzigern : Der Endlosschleife fehlte Freuds Seife . . .

    Mitte der siebziger Jahre blühte eine Fülle von Taschenbüchern zur Lebensberatung sowie von Kurs- und Seminarangeboten auf dem Humus einer Subkultur von Theorien und Therapien, den eine neuartige Popularisierung von psychologischem Wissen und psychotherapeutischen Praktiken nährte.
  • Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Albertina der Universität Leipzig

    Historiker Erich Maschke : Gegen den Osten immer auf Posten

    Barbara Schneider beleuchtet Erich Maschkes Rolle als Ostforscher. Die erste Phase seines wissenschaftlichen Lebens begann in Königsberg als Assistent von Hans Rothfels, dem späteren renommierten Tübinger Zeithistoriker, der als Jude 1938 in die Emigration gezwungen wurde.
  • Otto Kleinknecht

    Staatsanwalt Otto Kleinknecht : Enthemmt

    Otto Kleinknechts Erinnerungen berichten davon, dass es neben den „furchtbaren Juristen“ wie Roland Freisler unzählige Beamten und Richter gab, die das taten, was Vertreter einer Funktionselite tun: Sie funktionierten, und dabei schien es fast gleichgültig, welchem System sie dienten.
  • Konrad Adenauer und Monsignore Paul Adenauer

    Konrad Adenauer : Politiker und Medien ohne Verhältnis zum Staat!

    Monsignore Paul Adenauer führte als Begleiter und Berater seines Vaters Konrad Adenauer vom 29. September 1961 bis zum 24. Februar 1963 sowie vom 19. Oktober 1963 bis zum 4. Dezember 1966 ein sehr aufschlussreiches Tagebuch.
  • Zwei Frauen sitzen rauchend vor dem neuen Flughafengebäude am Flughafen Schönefeld, undatiertes Foto von 1977

    Frauen in der DDR : Die Arbeitskraft, die alles schafft

    Den Frauen widmete sich die DDR weniger in emanzipatorischer Absicht als aus der Notwendigkeit heraus, benötigte Arbeitskräfte für den Staat zu gewinnen. Wer als Frau in den 1950er und 1960er Jahren einen anderen Weg gehen wollte, sah sich als „Heimchen am Herd“ an den Pranger gestellt.
  • Italienische Truppen in Vittorio Veneto

    Folgen des Ersten Weltkriegs : Wenn das Recht der Gewalt weicht

    Mit hingebungsvoller Detailfreude schwelgt Robert Gerwarth in den bolschewistischen wie den Freikorps-Exzessen am Ende des Ersten Weltkrieges. Auch erlauben seine „Besiegten“ dem Leser keine Zweifel, dass Türken und Griechen im Umgang miteinander alles andere als vielversprechende Messdiener waren.
  • Demonstranten am 2. Juni 1967

    Der Schah-Besuch 1967 : Studenten-Tod als Notstands-Übung?

    Neun Tage dauerte der Staatsbesuch des persischen Schahs Mohammed Reza Pahlavi im Mai/Juni 1967. Zur Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik wurde seine kurze Berlin-Visite am 2. Juni, weil bei einer Demonstration der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg erschoss.
  • Frauen im Südkivu, die 2008 von verschiedenen Gruppierungen vergewaltigt und/oder misshandelt wurden

    Ruanda : Nur die Fassade ist mustergültig . . .

    Der Völkerrechtler Gerd Hankel beschreibt das heutige Ruanda als ein Land, in dem die einst über Leben und Tod entscheidende Frage, wer Hutu ist und wer Tutsi, vermeintlich keine Bedeutung mehr hat. Dies sei ganz im Sinne der Regierung, die proklamiert: „Wir sind alle Ruander.“
  • Sevim Dagdelen im Oktober 2016 auf der Frankfurter Buchmesse

    Türkei-Politik : Eine Abgeordnete teilt kräftig aus

    Für Sevim Dagdelen (Fraktion Die Linke) steht fest: Erdogan ist kein Partner, er nutzt den Flüchtlingsdeal zur Erpressung, und die Türkei-Politik bedürfe einer „radikalen Wende“, wozu sie einen Zehn-Punkte-Plan vorlegt.
  • Staatskanzler Karl Renner am 29. April 1945 in Wien vor dem Parlament

    Karl Renner : Flexibel und vielseitig

    Der Sozialdemokrat Karl Renner löste sich vom Anschluss-Denken erst nach der alliierten Moskauer Deklaration 1943, die dann die Befreiung und Unabhängigkeit Österreichs verheißen sollte. Er propagierte die Opfer-These, gleichwohl der eigene Beitrag zur Selbstbefreiung gering war.
  • Blick auf das historische Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität in Jena am vom 05.12.2006

    Anna Siemsen : Pazifistin und Sozialistin

    Aufgrund der Erfahrungen an der Heimatfront näherte sich Anna Siemsen dem Pazifismus und begann, politisch zu publizieren. Sie trat der USPD und 1922 der SPD bei. 1923 wechselte sie nach Jena und bekleidete eine Professur für Erziehungswissenschaften, zugleich arbeitete sie als Oberschulrätin.
  • Das Europäische Parlament in Straßburg

    Integrationsprozess in Europa : Im Tunnel darf es dunkel sein

    Welche Bedeutung misst Luuk van Middelaar Deutschland bei, welche Position nimmt er in der Diskussion über eine deutsche Führungsrolle in der EU ein? Seiner Meinung nach besteht nicht die Gefahr, dass sich Deutschland zu einer europäischen Hegemonialmacht entwickelt.