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Weiter auf dem Weg zum Einheitsstaat? Angela Merkel (CDU), Christian Lindner (FDP) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) auf dem Balkon der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin.

Bund und Länder : Jamaika und die Wilde 13

Dem Bürger kann es nicht egal sein, woher das Geld kommt. Ein Buch über den Föderalismus und den Irrweg, auf dem auch Jamaika ist.
Die Nürnberger Gesetze im National Archiv in Washington im Oktober 2010

Nürnberger Gesetze von 1935 : Was Freisler an Amerika schätzte

Haben Hitlers Juristen bei ihrem Vorgehen insbesondere gegen jüdische Deutsche ausgerechnet bei der amerikanischen Gesetzgebung gegen Schwarze und andere rassische Minderheiten Anleihen gemacht? Haben sie sich gar von der genuin amerikanischen Rechtstradition anleiten lassen?
Mauthausen, 7. Mai 2017

Enric Marco : Selbsterfinder und Lebenslügner

Der Spanier Enric Marco gab sich über Jahrzehnte als Häftling Nr. 6448 des deutschen Konzentrationslagers Flossenbürg aus. Er erhielt Ehrungen und Auszeichnungen, darunter den höchsten zivilen Orden der katalanischen Regierung, das Sankt-Georgs-Kreuz. Am 27. Januar 2005, als das spanische Parlament erstmals der 10 000 von den Nationalsozialisten deportierten Republikaner gedachte, hielt er als Zeitzeuge eine Rede, die das Publikum zu Tränen rührte.

Kommentar : Polnische Demokratie

Die Regierung in Polen ist dabei, das Fundament der Demokratie zu verlassen, auf dem Streit und Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden können. Da hilft es wenig, sich regelmäßig zu demokratischen Werten zu bekennen.

Niedersachsen-Kommentar : Sorgenfreier Weil

Bei den niedersächsischen Koalitionsverhandlungen verhielten sich CDU und SPD vorbildlich. Sollte sich diese Harmonie über die nächsten Jahre halten, würden vor allem einer davon profitieren.

Jamaika-Kommentar : Unter Streithähnchen

Angela Merkel und ihre CDU können sich ein Scheitern von Jamaika nicht leisten. Doch die Verhandlungen sind an ihrem ersten Tiefpunkt angelangt – und weitere werden folgen.

Kommentar : Unzumutbar

Keine Beförderung von Israelis? Die Zeiten, da Menschen aufgrund ihrer Ethnie oder Staatsangehörigkeit diskriminiert werden, sollten vorbei sein.

Kommentar : Das uneindeutige Geschlecht

Mann, Frau oder inter: Ist die Zuordnung eine Frage der Natur oder des menschlichen Willens? Und was würde es bedeuten in einer Gesellschaft ohne Geschlechter zu leben?

FAZ.NET-Countdown : Lieber nochmal darüber reden

In Berlin schleppen sich übermüdete Unterhändler in die Verlängerung und werden dabei immer starrsinniger. Das ist auch Teil der Inszenierung, dass man sich der „staatsbürgerlichen Verantwortung“ bewusst ist.

UN-Konferenz : Klima-Zickzack

Deutschland geht in der Klimapolitik zwei Schritte vor, dann wieder einen zurück. Andere Länder wie Frankreich tun sich da leichter. Sie haben ja die Atomkraft.

SPD-Kommentar : In Stellung

Auch zwei Monate nach dem Desaster bei der Bundestagswahl geht es innerhalb der SPD um alles – nur nicht um Inhalte.

FAZ.NET-Countdown : Der Tag der Entscheidung

Trump, Putin, Schröder: Selbst die Mächtigsten der Mächtigen interessieren die Deutschen gerade nur am Rand. Denn heute ist der Tag der Tage: Jamaika wird kommen. Oder glaubt noch jemand an etwas anderes?

FAZ.NET-Countdown : Auf bayerischer Mission

Dobrindt mimt in den Jamaika-Sondierungen fortwährend den Miesepeter. Merkel spielen die langen Verhandlungen schon länger in die Karten. Und Macron will nach Europa jetzt auch noch den ganzen Planeten retten. Wie? Das steht im FAZ.NET-Countdown.
Teilnehmer der Kundgebung «Steh auf! Nie wieder Judenhass!» des Zentralrats der Juden in Deutschland am 14.09.2014 vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Juden in Berlin 1942 : Letzte Liste

Im Herbst 1941 stellte die Gestapo die Jüdische Gemeinde in Berlin vor die Alternative, bei der Abholung von Juden und Unterbringung in Sammelstellen mitzuwirken oder die Arbeit gleich der SS zu überlassen. Blanka Alperowitz und andere wirkten bei den Deportationen mit, in der Hoffnung, humanitäre Hilfe bieten zu können.
Das Containerschiff „CSCL Indian Ocean“ liegt am 06.02.2016 auf der Elbe

Global Kooperation : Dem Zwiespalt auf der Spur

Gescheiterte Staaten oder gar „failed regions“ machen Armuts- und Kriegsmigration zum Dauerproblem. Asymmetrische Kriege im Zeichen eines globalen religiös-fundamentalistischen Terrorismus bestehen fort. Gleichwohl Brennpunkte sozialer Konflikte funktionieren Mega-Cities als Globalisierungsknoten weltweiter Vernetzung. Wie ist auf diese zwiespältige Globalisierung zu reagieren?
Klatschmohn oder Hanf: Dann hat das Hauen und Stechen schnell ein Ende.

Fraktur : Lasst Blumen sprechen!

Sondieren ist Silber, Flowerpower ist Gold: Auch „Jamaika“ muss mehr auf die nonverbale Kommunikation setzen.

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  • Soldaten mit Gewehren vom Typ G36 von Heckler & Koch

    Waffeneinsatz : Wer schießt, kann treffen

    Bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr kommt es regelmäßig zur Anwendung von tödlicher Waffengewalt. Auch bei polizeilichen Operationen im Ausland kann der Schusswaffengebrauch notwendig werden.
  • DDR-Presseausweis für den F.A.Z.-Korrespondenten Peter Jochen Winters

    Peter Jochen Winters : Ohne Vorgaben aus Frankfurt

    Nach 1990 setzte sich der F.A.Z.-Korrespondent Peter Jochen Winters aus seiner Erfahrung in Ost-Berlin heraus versöhnlich mit der DDR-Vergangenheit auseinander. So trat er für Manfred Stolpe ein, über den er bei früheren Treffen einen positiven Eindruck gewonnen hatte.
  • Martin Niemöller

    Martin Niemöller : Aufgetaucht kämpft sich fairer . . .

    Pastor Martin Niemöller registrierte nach 1933 die angeblichen innen- und sozialpolitischen „Leistungen“ der NSDAP und befürwortete den Austritt aus dem Völkerbund. Von Hitler trennte ihn die fehlende Bereitschaft, getaufte Judenchristen den Juden gleichzustellen.
  • Jubel über die Ankunft der Roten Armee in Bulgarien im Herbst 1944

    Südosteuropa : Barttracht mit Steuerpflicht

    Wer sich mit einer Gesamtdarstellung des Balkans beschäftigt, setzt sich der Gefahr aus, sich zu gewagten Verallgemeinerungen hinreißen zu lassen. Marie-Janine Calic hat nicht nur den Mut für eine neue Gesamtgeschichte aufgebracht, sondern auch eine Methode erarbeitet, um dieser Gefahr auszuweichen.
  • Women’s March für Gleichberechtigung, Menschenrechte und Respekt  am 21. Januar 2017 in Frankfurt

    Seyla Benhahib : Trübe Aussichten

    Menschenrechte sind zum Kern eines globalen humanitären Aktivismus geworden. Sie drücken moralische Prinzipien aus, die sich nicht in der Unverbindlichkeit von Sonntagsreden entschärfen lassen, sondern normative Ansprüche erzeugen.
  • Eine weibliche Teilnehmerin einer Veranstaltung der NPD am 1. Mai 2012 in Neumünster

    Rechtsextreme Frauen : Verkannt?

    Esther Lehnert und Heike Radvan vertreten die Position, die Rolle von Frauen im Rechtsextremismus werde massiv unterschätzt. Der Fluchtpunkt ihrer Argumentation ist die These von der „doppelten Unsichtbarkeit“.
  • Frank-Walter Steinmeier : Was andere so alles erwarten

    Beim zweiten Amtsantritt am Werderschen Markt am 17. Dezember 2013 dankte Frank-Walter Steinmeier der Mitarbeiterschar dafür, „dass Deutschland auch in der Krise der letzten Jahre europapolitisch in der Spur geblieben“ sei und an der „Kultur der militärischen Zurückhaltung“ festgehalten habe.
  • „Rote Armee Fraktion“ 1977 : Zu viel über Täter, zu wenig über Opfer

    Anlässlich des 40. Jahrestages der Terrorwelle, die oft als „Deutscher Herbst“ bezeichnet wird, hat der Journalist Butz Peters in seinem Buch „1977. RAF gegen Bundesrepublik“ einen Überblick vorgelegt, in dem er die Verbrechen dieser linksterroristischen Gruppierung vorstellt.
  • SS-Division „Skanderbeg“ : Karabiner als Körperteil

    Im Zweiten Weltkrieg, als der Zenit deutscher Herrschaft 1943/44 überschritten, die Fähigkeit zur Kriegführung aber noch längst nicht erschöpft war, wurde der Mythos Skanderbeg bei der Aufstellung der „21. Waffen-Gebirgs-Division der SS ,Skanderbeg‘“ im Kosovo 1944 abermals bemüht.
  • Luftballons mit dem Symbol einer Friedenstaube

    Friedensgutachten 2016 : Debakel der Interventionen

    Weil die Globalisierung die reichen Länder zu Lasten der Dritten Welt begünstige, wird sie im Friedensgutachten 2016 neben den Gewaltkonflikten im Nahen und Mittleren Osten und dem Klimawandel als Hauptgrund für die Massenflucht identifiziert.
  • Piktogramm der Kriegsgeräte

    Deutsche Panzerwaffe : Raumgewinn bei Kraftverlust

    Es war letztlich der Kampfpanzer, also die existentielle Verbindung von Mensch und Maschine mit ihrer Kombination von Feuer, Bewegung und Schutz, der das taktische und operative Denken im 20. Jahrhundert nahezu bis zum Ende des Kalten Krieges bestimmte.
  • Die österreichische Flagge am 6. Juni 2011 vor der Altstadt von Salzburg

    Österreich 1937/38 : Kopflosigkeit spart Papier . . .

    Widerstand des Auslandes musste Hitler am 12. März 1938 bei seinem „Griff über die Grenzen“ nicht fürchten. Italien, das vier Jahre zuvor am Brenner aufmarschiert war, hatte vor der deutschen Intervention ein Placet erteilt. Von Großbritannien und Frankreich waren nur Proteste erwartet worden.
  • Das Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin am 17. Januar 2005

    Wannsee-Konferenz 1942 : Neue Eskalation der Vernichtung

    Auf der Wannsee-Konferenz wurde am 20. Januar 1942 eine Weichenstellung eingeleitet, „in deren Verlauf das Wann, das Wie und das Wo der ,Endlösung‘ neu bestimmt“ worden sei, schreibt Peter Longerich in seiner Studie über Planung und Realisierung des Massenmordes an den Juden 1941/42.
  • Als Möbellager umfunktionierte Synagoge

    Judenverfolgung im Protektorat : Wechselseitige Dynamik

    Die Judenverfolgung im „Protektorat Böhmen und Mähren“ wurde nicht nur von Berlin aus gesteuert. Es gab eine wechselseitige Dynamik von Maßnahmen der Berliner Reichsregierung, der deutschen Protektoratsbehörde, der tschechischen Regierung in Prag und auf lokaler und regionaler Ebene.
  • Blick auf den jüdischen Friedhof im ostpolnischen Frampol am 6. April 2016

    Schicksal der Juden : Gejagter wollte Jäger sein . . .

    Die Entscheidung zum Genozid datiert David Cesarani auf den Dezember 1941. Hitler habe nach der Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten die amerikanischen Juden bestrafen wollen. Joseph Goebbels notierte in seinem Tagebuch, dass der „Führer“ den Juden ihre Vernichtung prophezeit habe.
  • Muslimas mit Burka beim Einkaufsbummel in der Bonner Fußgänger Zone im Juli 2009

    Islam : Wessen Muslim-Sein ist wirklich relevant?

    Mit den Muslimen ist der Islam als Religion und Kultur in Deutschland angekommen, allerdings auch der Terror, der seinen Ursprung in islamistisch-dschihadistischen Kreisen der „islamischen Welt“ hat. Er verunsichert viele und ängstigt manche.
  • Das Kominek-Denkmal, das an Brief der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder vom 18. 11.1965 erinnert.

    Vatikanisches Konzil 1965 : Ausgestreckte Hand und kurzer Arm

    Der „Sog des Konzils“ wischte 1965 das anfängliche Misstrauen zwischen den polnischen und den deutschen Bischöfen weg. Es kam in Rom zu einer gemeinsamen Eingabe beider Episkopate zur Seligsprechung des in Auschwitz ermordeten polnischen Paters Maximilian Kolbe.
  • Bewerberbogen vom 6. Dezember 1963

    Meinhof, Mahler, Ensslin : Die Falschen gefördert

    Die Reaktion der Studienstiftung ist nachvollziehbar, dass sie mit einer wissenschaftlichen Aktenedition auf immer wieder öffentlich erhobene Vorwürfe reagierte, mit öffentlichen Geldern die (späteren) Terroristen Meinhof, Mahler und Ensslin gefördert zu haben.
  • Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg

    Direkte Demokratie : Bittre Pille Volkes Wille

    Die Analyse der direkten Demokratie ist höchst aktuell und umso dringender, als derzeit durchaus ein Repräsentationsdefizit angesichts der Konsenskultur der etablierten Parteien in Deutschland konstatiert wird.
  • Rudolf Seiters und Kanzlerin Angela Merkel am 25. Oktober 2007 in Berlin

    Rudolf Seiters : Der zufriedene Neunender

    Mit 32 Jahren kam der katholische Jurist Rudolf Seiters aus dem CDU-Kreisverband Meppen 1969 in den Bundestag. In Konflikt mit Moralaposteln und Spießbürgern geriet er, als er 1974 die Sekretärin aus der CDU-Bezirksgeschäftsstelle in Osnabrück heiratete: eine geschiedene Frau mit zwei Mädchen.