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Kolumbien-Kommentar : Krieg und Frieden

Die Bürger in Venezuelas Nachbarstaat Kolumbien haben die Wahl – im eigentlichen Sinn der Wortes. Die Präsidentschaftskandidaten decken ein weites politisches Spektrum ab. Eine Garantie für Frieden ist das aber nicht.

Abtreibungsverbot in Irland : Ein Triumph, aber noch kein Sieg

Die große Mehrheit für die Abschaffung des Abtreibungsverbots in Irland ist ein Triumph für die Freunde der offenen liberalen Gesellschaft. Ein Wendepunkt für Europa ist das aber noch nicht.

Merkel in Peking : In Chinas Arme

Im neuen großen Spiel der Mächte steht Europa ungewohnt einsam da. Gewicht bekommt seine Außenpolitik nur durch Einigkeit.

Reaktion auf Bamf-Skandal : Seehofers Brandschneise

Der Bundesinnenminister setzt ein Zeichen, um vom Bamf-Skandal nicht erfasst zu werden. Doch nicht nur im Willkommensmilieu Bremens ist die konsequente Abschiebung eher die Ausnahme als die Regel.

Italien-Kommentar : Riskantes Experiment

Vielleicht bleibt das Unheil ja aus. Doch wer sich an die Krise erinnert, in die Griechenland die EU stürzte, den kann es nicht kalt lassen, dass Italien eine Politik der Verantwortungslosigkeit und der Illusion betreibt.

Kommentar : Über Jahre weggeschaut

Die Verfehlungen im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mindern das Vertrauen in die Politik weiter. Jahrelang scheinen die Verantwortlichen Probleme ignoriert zu haben – sind die kriminellen Manipulationen nur die Spitze des Eisbergs?

AfD : Alice Weidel und das Lachen im Halse

Die Reden der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel sind entweder hämisch oder zornig. Das Gift ihres „Kopftuch-Mädchen“-Satzes hat vor Jahren jedoch ein anderer in die Debatte geträufelt. Ein Kommentar.

Kommentar : Der wahre Meister

In der Niederlage zeigt sich Größe. Das gilt nicht nur für millionenschwere Fußballer, sondern auch für Investmentbanker, Vorstandsvorsitzende oder Politiker.
F-16 Kampfjet der israelischen Luftwaffe

Iran : Drohkulisse und Wirklichkeit

Die Töne sind schriller geworden. Das muss aber nicht heißen, dass ein großer militärischer Zusammenstoß droht.
Strand in der Nähe der griechischen Hauptstadt Athen

Vorurteile : Europas Nord-Süd-Konflikt

Die Eurokrise hat viele Klischees wiederbelebt. Aber auch im wirklichen Leben ist Europa sehr vielfältig - was Folgen hat.

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  • Die Nürnberger Gesetze im National Archiv in Washington im Oktober 2010

    Nürnberger Gesetze von 1935 : Was Freisler an Amerika schätzte

    Haben Hitlers Juristen bei ihrem Vorgehen insbesondere gegen jüdische Deutsche ausgerechnet bei der amerikanischen Gesetzgebung gegen Schwarze und andere rassische Minderheiten Anleihen gemacht? Haben sie sich gar von der genuin amerikanischen Rechtstradition anleiten lassen?
  • Mauthausen, 7. Mai 2017

    Enric Marco : Selbsterfinder und Lebenslügner

    Der Spanier Enric Marco gab sich über Jahrzehnte als Häftling Nr. 6448 des deutschen Konzentrationslagers Flossenbürg aus. Er erhielt Ehrungen und Auszeichnungen, darunter den höchsten zivilen Orden der katalanischen Regierung, das Sankt-Georgs-Kreuz. Am 27. Januar 2005, als das spanische Parlament erstmals der 10 000 von den Nationalsozialisten deportierten Republikaner gedachte, hielt er als Zeitzeuge eine Rede, die das Publikum zu Tränen rührte.
  • Teilnehmer der Kundgebung «Steh auf! Nie wieder Judenhass!» des Zentralrats der Juden in Deutschland am 14.09.2014 vor dem Brandenburger Tor in Berlin

    Juden in Berlin 1942 : Letzte Liste

    Im Herbst 1941 stellte die Gestapo die Jüdische Gemeinde in Berlin vor die Alternative, bei der Abholung von Juden und Unterbringung in Sammelstellen mitzuwirken oder die Arbeit gleich der SS zu überlassen. Blanka Alperowitz und andere wirkten bei den Deportationen mit, in der Hoffnung, humanitäre Hilfe bieten zu können.
  • Das Containerschiff „CSCL Indian Ocean“ liegt am 06.02.2016 auf der Elbe

    Global Kooperation : Dem Zwiespalt auf der Spur

    Gescheiterte Staaten oder gar „failed regions“ machen Armuts- und Kriegsmigration zum Dauerproblem. Asymmetrische Kriege im Zeichen eines globalen religiös-fundamentalistischen Terrorismus bestehen fort. Gleichwohl Brennpunkte sozialer Konflikte funktionieren Mega-Cities als Globalisierungsknoten weltweiter Vernetzung. Wie ist auf diese zwiespältige Globalisierung zu reagieren?
  • Ein Mann schaut am 15. Juli 1995 in Bonn durch ein Fernglas

    BND und Partnerdienste : Von Schnüfflern und Unterwanderern

    Es gehört zum Selbstverständnis von Geheimdiensten, sich mit eigenen Mitteln Informationen aus den Regierungskanzleien und der Wirtschaft befreundeter Staaten zu beschaffen, anstatt sich auf den Wissensstand der Medien und der diplomatischen Vertretungen zu verlassen. Ungeachtet aller Bündnisverflechtungen hat das nationalstaatliche Interesse jedes einzelnen Landes bis heute den Vorrang behalten vor den anderen Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit.
  • Soldatenfriedhof in Kursk Besedino

    Kursk 1943 : Verlogene Schlachten

    Das deutsche „Unternehmen Zitadelle“ führte im Sommer 1943 zur größten Panzerschlacht der Geschichte. Roman Töppels übersichtliche Studie ist auch für den militärhistorisch interessierten Laien gut lesbar geschrieben. Generalfeldmarschall Erich von Manstein, der als größtes operative Talent an Hitlers Ostfront gilt, verschwieg in seinen Memoiren, dass die Idee zu einer letzten deutschen Großoffensive im Osten von ihm selbst stammte.
  • Reichstagsgebäude in Berlin

    Georg Schreiber : Akten des Reichsprälaten

    Der Münsteraner Kirchenhistoriker Georg Schreiber war seit 1920 Reichstagsabgeordneter für Westfalen-Nord und unterrichtete am 23. März 1933 Hitlers Reichsinnenminister Wilhelm Frick darüber, dass das Zentrum dem Ermächtigungsgesetz zustimmen werde. In einer jetzt von Rudolf Morsey edierten Aufzeichnung hielt Schreiber fest, dass er das Votum als „Zeichen einer Partnerschaft“ erläutert habe, „die Vertrauen gegen Vertrauen bekunde“.
  • Das Sowjetische Ehrenmal an der Straße des 17. Juni am 9. Mai 2015

    Der 9. Mai als Gendenktag : Familienfest als Erinnerungstest?

    Gedenken wird nicht nur „von oben“ inszeniert, sondern auch „von unten“ gestaltet. Beide Prozesse sind eng aufeinander bezogen und miteinander verflochten. Dieses komplexe Wechselspiel versuchen die Autorinnen und Autoren eines Sammelbandes für den 9. Mai als Gedenktag des Kriegsendes 1945 in fünf Ländern des postsozialistischen Europas (Belarus, Deutschland, Estland, Russland, Ukraine) vor allem mit Hilfe ethnographischer Forschungsmethoden zu analysieren.
  • Ulrich Wegener 1987 bei Helmut Kohl

    Ulrich Wegener und GSG9 : Letzter Preuße verteidigt Bonner Demokratie

    Die Bescheidenheit, Authentizität und Ehrlichkeit der Publikation verraten bereits einiges über den Mann, der hier sein Leben erzählt und Rechenschaft abgibt. Wenn der 1929 geborene Ulrich Wegener im Zentrum des öffentlichen Interesses stand, so geschah das gewissermaßen im dienstlichen Auftrag. Sonst aber hat er nie die Öffentlichkeit gesucht, auch seine Autobiographie haben andere erst ermöglicht. Ulrike Zander und Harald Biermann haben lange Interviews mit ihm geführt.
  • Exponate der Ausstellung „Die Welt der DDR“ in Dresden

    Verhältnis der SED zum Staat : Der Sekretär weiß meistens mehr . . .

    Nach dem V. Parteitag der SED im Juli 1958, auf dem Walter Ulbricht den Ausbau der Macht der Partei und die Vollendung des sozialistischen Aufbaus verkündete, erfolgte auch eine Erhöhung der Durchsetzungsfähigkeit und Effizienz des ZK-Apparates. Die Parteizentrale, in der die Zahl der Altkommunisten bis 1970 auf neun Prozent sank, warb den Ministerien qualifizierte Mitarbeiter ab.
  • Gemeinsam schwimmen - nur in welche Richtung?

    Union und Grüne : Versöhnte Verschiedenheit

    In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs deutete schon viel auf ein Sechs-Fraktionen-Parlament hin – wie zuletzt 1953. So ist es nun gekommen. Nicht ganz so alt, aber dennoch mit Patina versehen ist die Idee einer schwarz-grünen Koalition im Bund, wenn sich „Nachhaltigkeit“ (Grüne) und „Die Schöpfung bewahren“ (Union) begegnen.
  • Der rechtsextreme Publizist Götz Kubitschek am 21. Dezember 2016 in Berlin

    Die „Neue Rechte“ : Auf dem Rittergut macht das Lesen Wut

    Die „Neue Rechte“ soll im Konzept der kulturellen Hegemonie des italienischen Kommunisten Antonio Gramsci wurzeln. Solche antibürgerlichen Personen stoßen in dem charakterisierten Milieu auf Sympathie, wohl selbst bei Thomas Wagner. Heftig attackiert er die Politik der als „neoliberal“ geltenden SPD.
  • Die Todeszelle des Huntsville-Gefängnisses in Texas

    Todesstrafen-Geschichte : Hingerichtet

    Die Geschichte der Todesstrafe mit ihren wechselnden Hinrichtungsmethoden, namentlich die jüngere, ist, wie Helmut Ortner deutlich macht, die Geschichte des fehlgeschlagenen Versuchs ihrer Humanisierung.
  • Helmut Kohl : Mit Fortune und Gottes Hilfe

    Die Widersprüche in Helmut Kohls Leben arbeitet der Berliner Journalist und Zeithistoriker Ralf Georg Reuth gekonnt heraus: Prinzipientreu hielt der Bundeskanzler – trotz der Zusammenarbeit mit dem Unrechtsstaat DDR – am Ziel der Wiedervereinigung fest.
  • Kampf gegen den Terror : Eindämmung des Dschihadismus

    Grünen-Politiker Omid Nouripour analysiert die Vorstellungswelt des gewalttätigen Islamismus und spricht sich für verbesserte, behutsam und mit viel Geld umzusetzende Deradikalisierungsprogramme aus.
  • Boris Palmer : Keine Schonkost für grüne Bildungsbürger

    Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer ist immer mal wieder in die Nähe der AfD gerückt oder gar zum „grünen Thilo Sarrazin“ gemacht worden. Wer die gut 250 Seiten seines neuesten Buches liest, der kann solche Thesen nur als verunglimpfend empfinden. Palmer stellt sich vor als an der kommunalen Front handelnder Politiker, als pragmatischer Grüner.
  • Erster Weltkrieg : Wenn ältere Forschung über neuere siegt

    Die deutsch-russische Historikerkommission beleuchtet mit der Frage nach der Verantwortung für die Auslösung des Ersten Weltkriegs ein Schlüsselproblem, das wiederholt deutsch-russische Kontroversen provozierte, zeigten sich doch beide Seiten immer wieder darum bemüht, die „Hauptschuld“ für die Auslösung des Ersten Weltkriegs dem jeweils anderen Land in die Schuhe zu schieben.
  • Heinz Oskar Vetter und Ludwig Rosenberg 1969

    Mitbestimmung 1976 : Die böse Saat: Gewerkschaftsstaat?

    Mit einer Rede des DGB-Vorsitzenden Ludwig Rosenbergs begann Anfang Oktober 1965 ein maßgeblich von den deutschen Gewerkschaften vorangetriebener Prozess, der mit dem am 4. Mai 1976 in Kraft getretenen Mitbestimmungsgesetz seinen Abschluss fand. Die Idee der Mitbestimmung war keineswegs neu.