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Zuckerrübenernte

Globale Agrarkrise : Zucker gegen Gewalt?

Wenn jeder nur noch an sich denkt, ist an alle gedacht, heißt es. Was wirtschaftlich passieren kann, zeigt ein Buch über die Zwischenkriegszeit.
Alles in Markus Söders Händen: Finanzminster-Besuch im Bayerischen Hauptmünzamt am 6. Dezember 2011 in München

Europäische Union : Was fehlt? Was quält?

Drei Neuerscheinungen über die Europäische Union zeigen, dass oft nationalstaatliche Perspektiven den Blick auf die Krise trüben.

FAZ.NET-Countdown : Ein Chef, der nicht entscheiden darf

In der deutschen Politik ist es außer Mode gekommen, Entscheidungen zu treffen. Weder Union noch SPD warten in dieser Hinsicht derzeit mit großer Entschlossenheit auf. Anderswo sieht das ganz anders aus.

Anstehende Sondierungsgespräche : Der Preis für Neuwahlen ist zu hoch

Der Bürger hat gewiss keinen Anspruch auf eine bestimmte Regierung – er wählt ja auch keine Koalitionen. Aber er kann erwarten, dass die Volksvertreter sich zumindest bemühen, sich zusammenzuraufen. Und zwar zügig. Ein Kommentar.

Amerikanische Außenpolitik : Zerstörer Trump

Mit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt von Israel hat Trump innenpolitische Ziele verfolgt. Doch dadurch führt er zwei andere Akteure im Nahen Osten näher zueinander.

Kommentar : Mischt Grundschüler!

Beim Lesen sind die Leistungen deutscher Grundschüler ins Stocken geraten. Sie lernen nicht mehr, was sie können sollten – weil die soziale Durchmischung fehlt.

Brexit-Kommentar : Ein erster Deal

Premierministerin May wird die Brexit-Fraktion und die Öffentlichkeit davon überzeugen müssen, dass tatsächlich ein „fairer Deal“ erzielt worden ist. Das wird nun wirklich ein hartes Stück Arbeit.

SPD-Kommentar : Schulz übertreibt

Der SPD-Chef will die Vereinigten Staaten von Europa schaffen – das ist ein nobles und legitimes Ziel. Doch sein Kampf könnte dem Rechtspopulismus in die Karten spielen.

FAZ.NET-Countdown : Raus aus der Schmollecke!

Martin Schulz bekommt von allen Seiten eine verpasst: Erst gibt es den Dämpfer von den Genossen, dann erntet der wiedergewählte SPD-Chef auch noch einen Seitenhieb aus Bayern. Dabei stehen manchen noch unruhigere Adventstage bevor.

Israel-Kommentar : Mit dem Recht des Stärkeren

Zwei Staaten für zwei Völker? Mit seiner Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt von Israel anzuerkennen, hat Donald Trump zunächst einmal nur die Radikalen gestärkt.

Flüchtlingskrise-Kommentar : Die stolzen Herren

Man muss es verstehen, wenn Warschau, Prag und Budapest nicht der deutschen Flüchtlingspolitik folgen wollen. Aber sie müssen europäische Beschlüsse befolgen.
Rotbanner-Orden

Lenin und Ludendorff : Traumpaar der Oktoberrevolution?

Die Osteuropa-Historikerin Eva Ingeborg Fleischhauer vertritt die These, entscheidend für das Gelingen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution sei die „Aktionsgemeinschaft“ zwischen Lenin und dem deutschen General Erich Ludendorff gewesen. Diese habe angeblich seit Lenins Flucht aus Russland nach der gescheiterten Revolution von 1905 bestanden und ihren Höhepunkt 1917 erreicht.
Lenin und seine Frau, die kinderlos waren, mit unbekannten Kindern 1922

Lenin und die Revolution : Maßlose Gewalt gegen jedermann

Lenin war ein Pedant und Freund geordneter Verhältnisse, ein Mann von bürgerlichem Geschmack, aber er war auch ein Fanatiker, dessen Streitsucht seinesgleichen suchte. Es gab keinen Revolutionär, den er mit seinen Tiraden nicht vor den Kopf stieß, keine Theorie, die er nicht sofort aufgab, wenn sie keinen Erfolg versprach.

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  • Werbematerial zur Bundestagswahl: FDP-Arbeitshandschuhe

    Christian Lindner : Bedenke auch das Ende, FDP!

    Gerhard Papke, der in Düsseldorf stellvertretender Parlamentspräsident war, wirft dem FDP-Chef Lindner vor, die Chance ungenutzt zu lassen, mit konturierten Positionen zu Themen wie Zuwanderung, Integration und Islamismus, enttäuschte Wähler der (rechten) Mitte an die FDP zu binden.
  • Vitrinen mit Büchern und gerahmte Fotos an der Wand erinnern bei der Einweihung des Fritz-Bauer-Saals im Landgericht in Frankfurt am Main am 17.05.2017 an das berufliche Wirken des Frankfurter Staatsanwalts.

    SS-Richter Morgen : Himmlers Gerechtigkeitsfanatiker?

    Der Jurist Konrad Morgen war mit Ermittlungen gegen hohe SS-Offiziere, oft wegen Korruption, betraut. Seine Untersuchungen führten ihn 1943 nach Auschwitz. Er erklärte nach dem Krieg, er habe damals nach Wegen gesucht, das Morden im „Vernichtungslager“ juristisch zu ahnden.
  • Ein Schild weist auf den Mittelpunkt der Europäischen Union in Westerngrund (Bayern) hin, aufgenommen am 23. März 2017

    Perspektiven für die EU : Neu beginnen!

    Als in Maastricht 1991 aus der Europäischen Gemeinschaft (EG) die Europäische Union (EU) wurde, waren die Europäer darauf nicht vorbereitet. Mit dem „Verfassungsvertrag“ gab es wieder mehr Europa, worauf 2005 die Ablehnung in Frankreich und den Niederlanden folgte.
  • Zerstörtes Königsberg nach dem Luftangriff im August 1944

    Ostpreußen 1944/45 : Kein zweites Tannenberg

    Der erste sowjetische Angriff auf das Reichsgebiet im Oktober 1944 konnte erfolgreich zurückgeworfen werden. Die Übergriffe auf Zivilpersonen durch die sowjetische Armee boten sich dazu an, propagandistisch ausgenutzt zu werden, was bei den deutschen Truppen den Durchhaltewillen stärkte.
  • Gedenktafel auf dem Bad Harzburger Friedhof für die Opfer der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

    Judenverfolgung Bad Harzburg : Gemäßigter als anderswo?

    Hatte der Anspruch des „Weltbades“ die jüdischen Gäste während der Kaiserzeit noch weitgehend vor Diffamierungen geschützt, änderte sich dies zusehends in der Weimarer Republik. Es kam zu antisemitischen Schmierereien, und der Ort sah sich in der Presse als „Judenbad“ angefeindet.
  • Exil-Österreicher in Amerika : Nur ein brauner Spatz auf dem Heldenplatz

    Im Office of War Information (OWI) der Vereinigten Staaten von Amerika waren gegen Ende des Krieges etwa 10 000 Personen damit beschäftigt, Angehörige der Wehrmacht und die deutsche Zivilbevölkerung propagandistisch zu infiltrieren. Unter ihnen waren etwa 400 Österreicher in der Minderheit.
  • Die Schweiz und das IKRK : Weißes und Rotes Kreuz

    Die Jahre 1919 bis 1939 bildeten für das Verhältnis zwischen dem offiziellen Bern und dem Genfer Internationalen Komitee vom Roten Kreuz eine eigene Epoche. Humanitäre Hilfe und Spendenaufrufe gab es zwar weiterhin, sie standen aber nicht mehr so stark im Fokus.
  • Erinnerungen an Alt-Kanzler : Leidgesehen und sattgehört

    Martin Rupps plädiert für Amtszeitbegrenzungen in der Politik. Die irrationale Unfähigkeit zum Loslassen von der Politik hängt mit der Wichtigkeitsdroge Politik zusammen. Bei Amtszeitbegrenzungen mit verlängerten Legislaturperioden könnte die jeweilige Kanzlerhegemonie dann zehn Jahre dauern.
  • Kritik an Christopher Clark : Mit dem linken Auge sieht man schwächer

    Die Erklärung für den Generalangriff von Klaus Gietinger und Winfried Wolf gegen Christopher Clark ist in ihrer Überzeugung zu sehen, der australische Historiker wolle die Deutschen mit Hilfe eines „historischen Rollbacks“ durch „Verkürzungen“, „Verdrehungen“ und „Verfälschungen“ weißwaschen.
  • Radiosendungen : BBC gegen DDR

    Neben Versuchen, Absender ausfindig zu machen und Post an die BBC in London abzufangen, ging die DDR auch mit propagandistischen Mitteln gegen die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“ vor. Macher und BBC wurden als Spionagezentralen, als Zuarbeiter für den MI 6, verunglimpft.
  • Menschenrechte : Mobilisierende Kritik

    Zu Deutschland liest man im jüngsten Bericht von Amnesty International: „Die Zahl rassistischer Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte blieb hoch, und die Behörden ergriffen keine wirksamen Gegenmaßnahmen.“ Dies ist offensichtlich unrichtig und kann nur als böswillig bezeichnet werden.
  • Von Roosevelt bis Nixon : Weißes Haus und Weltordnung

    In gut recherchierten Einzelbeiträgen geht es um die Rolle globaler Entwicklungen in den Wahlkämpfen von Franklin Delano Roosevelt bis zu Bill Clinton und inwiefern die Kandidaten mit ihren Positionen nicht nur die Außenpolitik des Landes, sondern auch Entwicklung und Verlauf der Kampagnen prägten.
  • Völkermord der Kolonialzeit : Viel mehr als peinlich

    Bundestagspräsident Lammert bezeichnete im Sommer 2015 den Deutsch-Namibischen Kolonialkrieg als „Völkermord“, während das Auswärtige Amt als „politische Leitlinie“ für die Bundesregierung erklärte: „Der Vernichtungskrieg in Namibia von 1904 bis 1908 war ein Kriegsverbrechen und Völkermord.“
  • Überreste des Afghanistan-Krieges 1979 bis 1989 in Kandahar

    Afghanistan 1979 bis 1989 : Völlig zerstört und gebrochen

    620 000 sowjetische Soldaten waren von 1979 bis 1989 im Einsatz. Mindestens 15 000 Mann kamen ums Leben, über 70 Prozent wurden verwundet oder traumatisiert. Von den rund 15 Millionen Bewohnern Afghanistans wurden mehr als eine Million getötet und jeder zweite in die Flucht getrieben.
  • Die Wiener Hofburg am 29. Oktober 2010

    Österreich 1927 bis 1938 : Schwarze, Rote, viele Tote

    Im Februar 1934, als in Österreich das Dollfuß-Regime einen Aufstand durch Angehörige einer sozialdemokratischen paramilitärischen Truppe („Schutzbund“) niederschlug, sollen die Nationalsozialisten das Geschehen von Deutschland aus „durch Agents Provocateurs“ herbeigeführt haben.
  • Revolutionspostkarte 1918/19: Friedrich Ebert, Otto Landsberg, Philipp Scheidemann, Karl Kautsky, Hermann Molkenbuhr und Albert Südekum

    Albert Südekum : Großer Genosse fühlt wie die Bosse

    Die Sozialdemokratie wurde dem Genossen Albert Südekum nie zur Heimat. Die Wunden, die ihm die SPD schlug, als er das Amt des preußischen Finanzministers räumen musste, weil er Kontakt mit den Anführern des Kapp-Lüttwitz-Putsches aufgenommen hatte, schlossen sich nicht mehr.
  • Gedenkstätte Bautzen

    Opfer der DDR : Widerstand im Keim ersticken

    In der Hochzeit des Stalinismus führten oft Denunziationen zu Verhaftung oder auch Tod. Später dienten angebliche „staatsfeindliche Hetze“, „versuchter illegaler Grenzübertritt“, das heißt ein Fluchtversuch, oder etwa Wehrdienstverweigerung als Begründungen für Verfolgung und Haft.
  • Erich Honecker und seine Frau Margot um 1979 bei einer Parade in Berlin

    DDR, PLO und RAF : Eher gefördert als bekämpft

    Erich Honecker und Jassir Arafat schien eine feste Männerfreundschaft zu verbinden. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund wird die These vertreten, dass die DDR, entgegen ihren öffentlichen Bekundungen, den palästinensischen Terrorismus unterstützt habe.
  • „Deutsche Mythen seit 1945“: Ausstellung im Juni 2016 in Leipzig

    Historische Erklärungsmodelle : Im verwunschenen Paradiesgärtchen

    Das Spezifische an der deutschen Zeitgeschichte soll ihr Platz in einem „Koordinatenfeld von doppelter Diktatur-Auseinandersetzung und politisch-moralisch untersetztem Aufarbeitungsboom“ sein, die Tatsache also, dass sie gewissermaßen im zweifachen Schatten von Nationalsozialismus und DDR stehe.