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Kommentar zur Causa Maaßen : Lächerliche SPD

Aus der Causa Maaßen wird eine Causa SPD. Die Sozialdemokraten sind überzeugt, dass sie Standhaftigkeit im antifaschistischen Kampf zeigen. Tatsächlich offenbart ihr Verhalten tiefe Verunsicherung.

FAZ.NET-Sprinter : Ende einer Hängepartie

Hans-Georg Maaßen muss gehen – und wird nach oben weggelobt. In Korea ist dagegen unklar, wie man aus der Krise herauskommen soll. Das Wichtigste des Tages lesen Sie hier im FAZ.NET-Sprinter.

Handelsstreit : An der Schraube gedreht

Donald Trump will, dass amerikanische Unternehmen ihre Produktion nach Amerika zurückverlagern – koste es, was es wolle. Vielleicht kommt die strategische Konfrontation mit China schneller als vermutet. Ein Kommentar.

Maaßen-Kommentar : Erledigt durch Beförderung

Die Koalition hat es mit Mühe geschafft, die Maaßen-Krise zu entschärfen. Der Streit um die Flüchtlingspolitik aber wird weitergehen, solange Merkel Kanzlerin ist.

Chemnitz-Kommentar : Respekt vor dem Opfer

Der Respekt vor Opfer und Verfahren gebietet es, diese nicht zu instrumentalisieren. Auch über Versammlungen sollte allerdings nicht vorschnell der Stab gebrochen werden.

Kavanaugh-Kommentar : Maximaler Effekt

Wer auch immer Christine Ford geraten haben mag, den Vergewaltigungsvorwurf gegen Brett Kavanaugh erst jetzt öffentlich zu machen, hat den Opfern sexueller Gewalt keinen Gefallen getan – sondern eher Trump.

Brexit-Kommentar : Das Volk ist nicht unfehlbar

Der Brexit wird aller Voraussicht nach sowohl der EU als auch Großbritannien schaden. Deshalb muss es dem Volk erlaubt sein, seine Entscheidung von 2016 noch einmal zu überprüfen.

Unions-Fraktionsvorsitz : Kauder und die CSU

Ralph Brinkhaus will Volker Kauder um den Fraktionsvorsitz der Union bringen. Die Wahl wird die aktuelle Haltung der Fraktion gegenüber dem Merkel-Unterstützer aufdecken – und auch für die Kanzlerin ist das Ergebnis nicht unwichtig.

Fraktur : Wunderbare Weidel

Stimmt Kahrs’ kühne These, dass Hass hässlich macht? Jedenfalls macht er beweglich.

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  • Chefredakteur der „Freiheit“: Horst Sindermann 1950 in Halle

    Horst Sindermann : Martyrium und Machtmissbrauch

    Für die Berliner Mauer prägte der SED-Funktionär Horst Sindermann 1961 das absurde Schlagwort vom „antifaschistischen Schutzwall“. Selbst in seinen unvollendeten Memoiren aus dem Jahr 1990 hielt er den Begriff noch „für richtig“.
  • Ein Faksimile des Tagebuchs von Anne Frank, aufgenommen am 11.06.2009 im Anne-Frank-Museum in Amsterdam.

    Anne Frank : Überlieferung und Deutung

    Bei der Verhaftung im August 1944 hatten die Deutschen die Tagebücher von Anne Frank und weitere Schriftstücke übersehen oder nicht gefunden. Inzwischen sind weltweit mehr als 20 Millionen Exemplare der Tagebücher verkauft worden, ihre Geschichte ist Bestandteil vieler Lehrpläne.
  • Die Nacht nie vor dem Morgen loben: Sonnenaufgang am 20. Januar 2015

    Amerikanische Präsidenten : Mit Omas Nachthemd im Weißen Haus

    Wie sehr greifen Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Mittel der Täuschung (deceit), wenn sie die Nation in einen Krieg führen wollen - in der erklärten Absicht, diesen Krieg auch zu gewinnen? Das ist aus der Sicht von John M. Schuessler nicht grundsätzlich zu verurteilen.
  • Die sowjetische Flagge wird am 02. Mai 1945 auf dem Berliner Reichstag gehisst.

    Erinnerungskultur : Der Onkel Joe wäre wohl froh . . .

    Zu den verdrängten Opfern in Russland gehörten auch Zivilisten, die als Gefangene und Zwangsarbeiter in die Hände der Deutschen geraten waren und deswegen als Verräter galten. Nach ihrer Rückkehr in die Sowjetunion wurden sie für den begangenen „Verrat“ meist in den GULag verschleppt.
  • Reproduktion der geprägten Krone auf dem Buchdeckel des Buches „Gothaisches Genealogisches Handbuch-Deutsches Adelsarchiv“, fotografiert am 17.09.15 in Frankfurt.

    Adelige im Zentrum : Blaue Brücken, schwarze Rücken

    Im Reichstag der Bismarckzeit agierten die adeligen Politiker in der Zentrumsfraktion als „hochkonservative Idealisten“ - nicht im Sinne von Gegnern des Nationalstaats, vielmehr als dessen Verteidiger, sofern er zu konservieren schien, was sie als gottgegebene, an der Tradition orientierte Rechtsordnung erachteten.
  • Köln im Mai / Juni 1943: Bergung von letztem Hab und Gut

    Zweiter Weltkrieg : Familiärer Patriotismus?

    Nicholas Stargardt will, wie er schreibt, „die subjektiven Dimensionen der Gesellschaftsgeschichte anhand zeitgenössischer Dokumente erforschen, um herauszufinden, wie Menschen Ereignisse beurteilten und verstanden, während diese geschahen und noch bevor sie deren Ausgang kannten“.
  • Produktion einer Fahne der Europäischen Union am 29. September 2015 in Kamenz, Sachsen

    EU-Staatswerdung : Auf mehr Vertrauen Europa bauen

    Peter Graf Kielmansegg behandelt zentrale Fragen der europäischen Einigung: Lässt sich die EU demokratisch verfassen? Welche Auswirkungen hat die Euro-Krise? Braucht Europa Grenzen?
  • Der Kreml bei Nacht am 26. Mai 2013

    Stalin-Note von 1952 : Noch hinterher darauf reinfallen

    Gerhard Wettig widmet sich der historiographischen Kontroverse um die Stalin-Note vom März 1952. Für ihn war die Stalin-Note nur eine Drohung an die Adresse Ost-Berlins, dass sich Moskau jederzeit mit den Westmächten auf ein Ende der deutschen Teilung verständigen und dabei die DDR opfern könnte.
  • Beginn der Sendung „Der schwarze Kanal“ mit Karl-Eduard von Schnitzler.

    Europa-Vorstellungen : Erosion des Deutungsmonopols

    Den von der KSZE angestoßenen Debatten um Europa und dessen Rolle in der prekären Sicherheitsarchitektur des Kalten Krieges geht Christian Domnitz am Beispiel Polens, der ČSSR und der DDR zwischen 1975 und 1989/90 vergleichend nach.
  • Rettungswesten am Strand von Lesbos am 2. November 2015

    Flüchtlinge in Deutschland : Ohne Realismus schafft man gar nichts

    Schon das geltende Recht ist zwischen Grundgesetz und Asylgesetz, der Genfer Flüchtlingskonvention und ihrer Qualifikationsrichtlinie mit ihren unterschiedlichen Kriterien für Schutzwürdigkeit, dem Schengener Abkommen und dem Dublin-Verfahren extrem verwirrend.
  • Ein Exemplar der Originalausgabe „Mein Kampf“

    „Mein Kampf“ : Hitlers Leser und Zitierer

    Der Bonner Mediziner und Psychologe Walther Poppelreuter hielt im Wintersemester 1932/33 eine mehrwöchige Vorlesung über „Mein Kampf“. 1934 entstand daraus eine Studie über die „politische Psychologie“ Hitlers.
  • Zelte auf dem Gelände der Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain im November 2015

    Krieg und Gewalt : Bedrohung der Wohlstandszone

    Für viele unerwartet ist der Traum vom „ewigen Frieden“ in Europa durch eine schnelle Folge von Krisen an der europäischen Peripherie abgelöst worden, deren Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.
  • Oswald Pohl und Richard Baer (rechts) 1944 im KZ Auschwitz

    Massenmord im KZ-System : Die Opfer bleiben fast unsichtbar

    Die oft verbreitete Meinung, gegen Ende des Krieges habe Chaos in einem kollabierenden KZ-System geherrscht, kann Stefan Hördler faktenreich widerlegen. Er geht sogar einen Schritt weiter und betont die ununterbrochene Kontrolle der SS, der es gelang, das KZ-System grundlegend neu zu ordnen.
  • Stolpersteine auf dem Königsplatz in München am 9. Juni 2015

    Juden in der Illegalität : „U-Boote“ in München

    Als die nationalsozialistischen Machthaber 1941 ein Auswanderungsverbot erließen, flohen mindestens 10 000 jüdische Menschen in die Illegalität. Susanne Schrafstetter beschreibt zahlreiche Einzelschicksale der Untergetauchten in München und Erfahrungsberichte ihrer Helfer.
  • Im Sachverzeichnis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ist die Pressefreiheit aufgeführt.

    Zensur im Sowjetreich : Gralshüter

    Der 1922 gegründete bolschewistische Zensurapparat Glawlit war bis in die zweite Hälfte der achtziger Jahre Hüter der leninistischen Ideologie und Stütze der Machtposition der KPdSU. Glawlit fürchtete weniger den Klassenfeind als die eigene, „durch Schlendrian und Inkonsequenz determinierte Arbeitsweise“.
  • Ende des Ramadan: Parade in Kislowodsk/Kaukasus im Oktober 1942

    Islamische Kräfte und Hitler : Für Adolf Effendi nach Stalingrad

    Nach Kriegsbeginn 1939 wandten sich staatliche Stellen in Berlin zunehmend der Frage zu, wie „der“ Islam für die eigene Strategie instrumentalisiert werden könnte. Hitler höchstpersönlich empfing im November 1941 Amin al-Husaini, den Mufti von Jerusalem.
  • Das Reichstagsgebäude in Berlin am 3. Oktober 1990

    Zwischenkriegszeit : Zwischen Abwehr und Anlehnung

    Von 1925 bis 1930 gab es 220 deutschsprachige Parlamentarier in Volksvertretungen Ostmitteleuropas; vereinzelt hatten Angehörige der deutschen Minderheit sogar Ministerposten inne.