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RAF : Blinde Flecken, linke Fragen

Dieses Buch leistet eine Menge. Aber es bleibt noch viel zu tun. Die RAF-Sympatisantenszene bleibt zum Beispiel deutlich unterbelichtet.

Humanitäre NGO-Hilfe : Unentrinnbare Eigenlogik

Nichtregierungsorganisationen sehen sich gegenüber anderen politischen Akteuren moralisch gerne überlegen. Objektive Sachzwänge - auch für sie selbst - blenden sie aus.

Merkel-Kommentar : Deutschland wartet

Auf einmal muss die Europapolitik als Grund für eine schnelle Wiederauflage der großen Koalition herhalten. Dabei zählt für die Wähler etwas ganz anderes..

Habeck-Kommentar : Der neue Joschka

Robert Habeck redet die Not bei den Grünen herbei – nicht ganz uneigennützig. Er drängt in den Parteivorsitz.

FAZ.NET-Countdown : Ein Chef, der nicht entscheiden darf

In der deutschen Politik ist es außer Mode gekommen, Entscheidungen zu treffen. Weder Union noch SPD warten in dieser Hinsicht derzeit mit großer Entschlossenheit auf. Anderswo sieht das ganz anders aus.

Amerikanische Außenpolitik : Zerstörer Trump

Mit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt von Israel hat Trump innenpolitische Ziele verfolgt. Doch dadurch führt er zwei andere Akteure im Nahen Osten näher zueinander.

Kommentar : Mischt Grundschüler!

Beim Lesen sind die Leistungen deutscher Grundschüler ins Stocken geraten. Sie lernen nicht mehr, was sie können sollten – weil die soziale Durchmischung fehlt.

Brexit-Kommentar : Ein erster Deal

Premierministerin May wird die Brexit-Fraktion und die Öffentlichkeit davon überzeugen müssen, dass tatsächlich ein „fairer Deal“ erzielt worden ist. Das wird nun wirklich ein hartes Stück Arbeit.

SPD-Kommentar : Schulz übertreibt

Der SPD-Chef will die Vereinigten Staaten von Europa schaffen – das ist ein nobles und legitimes Ziel. Doch sein Kampf könnte dem Rechtspopulismus in die Karten spielen.

FAZ.NET-Countdown : Raus aus der Schmollecke!

Martin Schulz bekommt von allen Seiten eine verpasst: Erst gibt es den Dämpfer von den Genossen, dann erntet der wiedergewählte SPD-Chef auch noch einen Seitenhieb aus Bayern. Dabei stehen manchen noch unruhigere Adventstage bevor.
Zuckerrübenernte

Globale Agrarkrise : Zucker gegen Gewalt?

Wenn jeder nur noch an sich denkt, ist an alle gedacht, heißt es. Was wirtschaftlich passieren kann, zeigt ein Buch über die Zwischenkriegszeit.

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  • Kampf gegen den Terror : Eindämmung des Dschihadismus

    Grünen-Politiker Omid Nouripour analysiert die Vorstellungswelt des gewalttätigen Islamismus und spricht sich für verbesserte, behutsam und mit viel Geld umzusetzende Deradikalisierungsprogramme aus.
  • Boris Palmer : Keine Schonkost für grüne Bildungsbürger

    Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer ist immer mal wieder in die Nähe der AfD gerückt oder gar zum „grünen Thilo Sarrazin“ gemacht worden. Wer die gut 250 Seiten seines neuesten Buches liest, der kann solche Thesen nur als verunglimpfend empfinden. Palmer stellt sich vor als an der kommunalen Front handelnder Politiker, als pragmatischer Grüner.
  • Erster Weltkrieg : Wenn ältere Forschung über neuere siegt

    Die deutsch-russische Historikerkommission beleuchtet mit der Frage nach der Verantwortung für die Auslösung des Ersten Weltkriegs ein Schlüsselproblem, das wiederholt deutsch-russische Kontroversen provozierte, zeigten sich doch beide Seiten immer wieder darum bemüht, die „Hauptschuld“ für die Auslösung des Ersten Weltkriegs dem jeweils anderen Land in die Schuhe zu schieben.
  • Heinz Oskar Vetter und Ludwig Rosenberg 1969

    Mitbestimmung 1976 : Die böse Saat: Gewerkschaftsstaat?

    Mit einer Rede des DGB-Vorsitzenden Ludwig Rosenbergs begann Anfang Oktober 1965 ein maßgeblich von den deutschen Gewerkschaften vorangetriebener Prozess, der mit dem am 4. Mai 1976 in Kraft getretenen Mitbestimmungsgesetz seinen Abschluss fand. Die Idee der Mitbestimmung war keineswegs neu.
  • Helmut Kohl (l), der ehemalige Luftwaffeninspekteur der Bundeswehr Johannes Steinhoff (2.v.l.), Ronald Reagan (M) und US-General Matthew Ridgeway, am 5. Mai 1985 auf dem Militärfriedhof in Bitburg.

    Waffen-SS : Die fünf Prozent, die jeder nennt . . .

    Dem Propagandaapparat der Waffen-SS gelang es im Laufe der Jahre 1943/44, die Selbstdarstellung der Wehrmacht immer mehr zurückzudrängen und die Bedeutung von Himmlers Armee für die deutsche Kriegführung weit zu überzeichnen.
  • Bonner Außenpolitik 1885 / 86 : Viel Überschwang im Übergang

    Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und das Auswärtige Amt unter Hans Dietrich Genscher (FDP) arbeiteten sich 1985/86 vielfältig an den Herausforderungen aus den späten 1970er Jahren ab, etwa der Nachrüstung oder den Problemen in der EG. Zugleich verweisen die Dokumente aus dem AA-Archiv auf die Anfänge der neuen Ordnung Europas, etwa mit dem Auftreten von Michail Gorbatschow und Jacques Delors. Die Wahrnehmungen der Politiker und Fachleute zeigen, wie wenig sie diese Zukunft erahnten und der Kalte Krieg weiterhin ihre Sicht prägte.
  • Irena Sendler am 14. März 2007 in Warschau

    Rettung jüdischer Kinder : Todesmutiges Netzwerk

    Schon vor 1939 arbeitete Irena Sendler nach ihrem Studium an der Freien Polnischen Universität aus sozialpolitischer Überzeugung in städtischen Sozialämtern. Kolleginnen aus der Wohlfahrtstätigkeit und ehemalige Kommilitonen engagierten sich wie Irena während der deutschen Besatzung im Widerstand. Fast alle der von ihnen geretteten Kinder stammten aus assimilierten jüdischen Familien mit berufstätigen Eltern, darunter befanden sich viele aus dem Freundes- und Bekanntenkreis.
  • Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf beim DB-GDL-Einsatz im Jahr 2007 in Frankfurt

    „Parteiintellektuelle“ : Quartett der Denker für Bonner Lenker

    Je zwei Vordenker der Volksparteien CDU und SPD untersucht Lars Tschirschwitz in seiner fleißigen Studie: Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler für die Union, Erhard Eppler und Peter Glotz für die Sozialdemokratie. Diese Parteiintellektuellen behandelt der Autor vor dem Hintergrund des Strukturbruches von 1973.
  • Der Schriftzug Salafismus auf dem baden-württembergischen Verfassungsschutzbericht

    Salafismus : Irritierender Aufstand der Frommen

    Der Islamismus als religiös-politische Ideologie hat stark identitäre Züge, man will nicht – wie es der iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini einmal formulierte – zum „Affen des Westens“ werden. Auch in Europa ist eine viele verstörende Erscheinung wie der Salafismus seit etlichen Jahren schon angekommen und beunruhigt die Gemüter. Von einer „Salafistenszene“ ist die Rede.
  • Anke Rehlinger, Martin Schulz und Heiko Maas am 24. März 2017 in Saarbrücken

    Heiko Maas : Markige Sprüche

    Bundesjustizminister Heiko Maas gebärdet sich bei seiner Suche nach einer „Strategie gegen Rechts“ einerseits als Retter der Demokratie, macht andererseits aber nicht den Eindruck, ein großer Liebhaber kontroverser Debatten zu sein.
  • Willy Brandt und Helmut Schmidt im September 1965

    SPD-Fraktion 1969 bis 1972 : Details von niederschmetternder Banalität

    In der 6. Legislaturperiode stellte die SPD den Bundeskanzler. Nach 17 Jahren in der Opposition sowie nach drei Jahren als Juniorpartner in der Großen Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) war der Hausherr im Palais Schaumburg erstmals ein Sozialdemokrat. Viele Deutsche und noch mehr SPD-Bundestagsabgeordnete sahen in diesem „Machtwechsel“ den Beginn einer neuen Zeitrechnung.
  • Außenminister Steinmeier auf dem Flughafen von Ho-Chi-Minh-Stadt am 1. November 2016

    Frank-Walter Steinmeier : Vom kleinsten Kreis, der alles weiß . . .

    Sebastian Kohlmann ist überzeugt, Frank-Walter Steinmeier müsse „aufgrund seiner zahlreichen führenden Positionen in der SPD und der Art und Weise, wie er diese ausfüllte, als einer der einflussreichsten, wenn nicht sogar als der einflussreichste Sozialdemokrat der letzten zwei Jahrzehnte angesehen werden“. Angesichts des Gesamtinhalts der Biographie, erst recht aber der parteipolitischen deutschen Wirklichkeit ist dies ein vergiftetes Lob.
  • Bundesnachrichtendienst in Pullach am 12. August 2013

    BND-Funkaufklärung : Horch, was kommt in Pullach rein?

    Die vielseitige Darstellung widmet sich auch dem Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes in der Tschechoslowakei im August 1968. Obgleich es sich um die größte Truppenbewegung in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs handelte, wurde der Bundesnachrichtendienst davon kalt erwischt.
  • Deutsche Infanterie bei den Strassenkämpfen um Stalingrad (undatiertes Archivfoto)

    Theodor Habicht : Spalterisch-destruktiv und dynamisch-leistungsorientiert

    Felix Römer erzählt die Lebensgeschichte Theodor Habichts, der in den 1920er Jahren die NSDAP in Wiesbaden zu überdurchschnittlichen Wahlerfolgen führte, bevor er im Juli 1934 in Wien den Umsturzversuch gegen die österreichische Regierung befehligte und damit kläglich scheiterte. Von Hitler weiterhin gedeckt, wurde Habicht in der Folge Bürgermeister von Wittenberg und Koblenz, bevor er im November 1939 als Unterstaatssekretär in das Auswärtige Amt eintrat.
  • Bootsflüchtlinge am Strand von Teneriffa im Juli 2006

    Flüchtlingspolitik : Wirrnisse

    Alexander Betts und Paul Collier gehen hart mit der EU-Flüchtlingspolitik ins Gericht. Ihre Analyse überzeugt – auch weil sie zwischen Flüchtlingen und Migranten unterscheiden.
  • Juliputsch 1917 in Russland

    Russische Revolution : Furcht vor Zersetzung

    Im vierten Jahr des Krieges konnte sich das zaristische Regime auf die Armee nicht mehr verlassen. Nicht einmal die Einheiten, die zur Niederschlagung des Aufstandes nach Petrograd entsandt worden waren, mochten sich für Nikolaj II. noch verwenden.
  • Jean Ziegler am 17. März 2017 in Köln

    Vereinte Nationen : O Schreck, viel Dreck . . .

    Der frühere UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler rechnet mit den Vereinten Nationen ab und präsentiert sich als ein der Allgemeinheit verantwortlicher Kämpfer für Wahrheit und Recht.
  • Hermann Göring und Fritz Thyssen in Essen

    Fritz und Heinrich Thyssen : „Unerhörte Geschmacklosigkeit“

    Der Parlamentarismus von Weimar war dem Konzernchef Fritz Thyssen von Anfang an suspekt. Er hielt damit auch im Ausland nicht hinter dem Berg, im Urteil der „Frankfurter Zeitung“ eine „unerhörte Geschmacklosigkeit“. Auch die von Gustav Stresemann betriebene Verständigungspolitik lehnte er ab.