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Versteht laut den Autorinnen der Biographie auch das „klassische Handwerk der Politik-Intrige“: Österreichs zukünftiger Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Sebastian Kurz : Anti-Establishment und Establishment zugleich

Es war „Mister Positiv“ und der „starke Mann“ der Christdemokraten in Österreich. Bald wird Sebastian Kurz dort Bundeskanzler sein. Eine Biographie hinterfragt seinen umstrittenen Weg an die Macht.

RAF : Blinde Flecken, linke Fragen

Dieses Buch leistet eine Menge. Aber es bleibt noch viel zu tun. Die RAF-Sympatisantenszene bleibt zum Beispiel deutlich unterbelichtet.

SPD und Regierungsbildung : Stabile Gedanken

Die Union blockt Forderungen der SPD schon jetzt ab. Das wird nicht einfach für Schulz. Immerhin vereint ihn ein stabiler Gedanke – ausgerechnet mit der CSU. Ein Kommentar.

Russland-Kommentar : Putins Spiel

Der Streit über die angebliche Einflussnahme Russlands auf die amerikanische Präsidentenwahl zeigt, wie ein Schuss nach hinten losgehen kann. Mit seinen Agentenmethoden hat Putin das Gegenteil dessen erreicht, was er wollte.

Kommentar zu Stuttgart 21 : Nötiger denn je

Stuttgart 21 ist nicht mehr zu stoppen – und die politischen Kosten sind höher als die realen. Aus den Fehlern bei der Planung und beim Bau wäre viel zu lernen.

FAZ.NET-Countdown : Groko Bääh 2

Die SPD muss sich langsam aber sicher entscheiden, ob sie mit der Union koalieren will oder nicht. Jetzt kann den Genossen nur einer helfen.

Koalitionswirrwarr : Potzblitz!

Wer eine „Kooperationskoalition“ anstrebt, hat offenbar noch nie am Kabinettstisch gesessen. Kein Wunder, dass die SPD selbst dann nicht als Regierungspartei gilt, wenn sie „regiert“.

Nordkorea-Kommentar : Reden mit Kim

Donald Trump hat über Nordkorea schon so ziemlich alles gesagt, was man sich denken kann. Welche Aussage gerade gilt, weiß man nicht. Er sollte einmal dem Ansatz seines amerikanischen Außenministers trauen.

FAZ.NET-Countdown : Macht, Ohnmacht, Brexit-Nacht

Die EU trifft sich heute zu einem zweitägigen Gipfel. Auf der Tagesordnung: Brexit, Flüchtlinge und eine Kanzlerin, die nur eingeschränkt handlungsfähig ist. Größer dürften dabei noch die Probleme von Theresa May sein.

Türkei-Kommentar : Osmanen Germania

Eine türkische Rockergruppe bedroht Erdogan-Gegner in Deutschland. Auch Jan Böhmermann soll sie zum Schweigen bringen. Die deutsche Politik ist angesichts solcher Abgründe zu nachlässig, zu weich, zu schwach.

Kommentar : Der letzte Dienst für Deutschland?

Merkel, Seehofer und Schulz sind durch die Wahlergebnisse gleichermaßen geschwächt – und müssen gleichzeitig wie nie zuvor um stabile Verhältnisse kämpfen. Es könnte ihre letzte Schlacht in politischer Verantwortung werden.

Breitscheidplatz-Kommentar : Für alle Opfer

Die Opfer des Terroranschlags vor einem Jahr am Berliner Breitscheidplatz sind gleichsam Repräsentanten des Staates. Mit dem Gefühl, verlassen zu sein, stehen sie aber nicht allein.

Humanitäre NGO-Hilfe : Unentrinnbare Eigenlogik

Nichtregierungsorganisationen sehen sich gegenüber anderen politischen Akteuren moralisch gerne überlegen. Objektive Sachzwänge - auch für sie selbst - blenden sie aus.

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  • Rettungswesten am Strand von Lesbos am 2. November 2015

    Flüchtlinge in Deutschland : Ohne Realismus schafft man gar nichts

    Schon das geltende Recht ist zwischen Grundgesetz und Asylgesetz, der Genfer Flüchtlingskonvention und ihrer Qualifikationsrichtlinie mit ihren unterschiedlichen Kriterien für Schutzwürdigkeit, dem Schengener Abkommen und dem Dublin-Verfahren extrem verwirrend.
  • Ein Exemplar der Originalausgabe „Mein Kampf“

    „Mein Kampf“ : Hitlers Leser und Zitierer

    Der Bonner Mediziner und Psychologe Walther Poppelreuter hielt im Wintersemester 1932/33 eine mehrwöchige Vorlesung über „Mein Kampf“. 1934 entstand daraus eine Studie über die „politische Psychologie“ Hitlers.
  • Zelte auf dem Gelände der Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain im November 2015

    Krieg und Gewalt : Bedrohung der Wohlstandszone

    Für viele unerwartet ist der Traum vom „ewigen Frieden“ in Europa durch eine schnelle Folge von Krisen an der europäischen Peripherie abgelöst worden, deren Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.
  • Oswald Pohl und Richard Baer (rechts) 1944 im KZ Auschwitz

    Massenmord im KZ-System : Die Opfer bleiben fast unsichtbar

    Die oft verbreitete Meinung, gegen Ende des Krieges habe Chaos in einem kollabierenden KZ-System geherrscht, kann Stefan Hördler faktenreich widerlegen. Er geht sogar einen Schritt weiter und betont die ununterbrochene Kontrolle der SS, der es gelang, das KZ-System grundlegend neu zu ordnen.
  • Stolpersteine auf dem Königsplatz in München am 9. Juni 2015

    Juden in der Illegalität : „U-Boote“ in München

    Als die nationalsozialistischen Machthaber 1941 ein Auswanderungsverbot erließen, flohen mindestens 10 000 jüdische Menschen in die Illegalität. Susanne Schrafstetter beschreibt zahlreiche Einzelschicksale der Untergetauchten in München und Erfahrungsberichte ihrer Helfer.
  • Im Sachverzeichnis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ist die Pressefreiheit aufgeführt.

    Zensur im Sowjetreich : Gralshüter

    Der 1922 gegründete bolschewistische Zensurapparat Glawlit war bis in die zweite Hälfte der achtziger Jahre Hüter der leninistischen Ideologie und Stütze der Machtposition der KPdSU. Glawlit fürchtete weniger den Klassenfeind als die eigene, „durch Schlendrian und Inkonsequenz determinierte Arbeitsweise“.
  • Ende des Ramadan: Parade in Kislowodsk/Kaukasus im Oktober 1942

    Islamische Kräfte und Hitler : Für Adolf Effendi nach Stalingrad

    Nach Kriegsbeginn 1939 wandten sich staatliche Stellen in Berlin zunehmend der Frage zu, wie „der“ Islam für die eigene Strategie instrumentalisiert werden könnte. Hitler höchstpersönlich empfing im November 1941 Amin al-Husaini, den Mufti von Jerusalem.
  • Das Reichstagsgebäude in Berlin am 3. Oktober 1990

    Zwischenkriegszeit : Zwischen Abwehr und Anlehnung

    Von 1925 bis 1930 gab es 220 deutschsprachige Parlamentarier in Volksvertretungen Ostmitteleuropas; vereinzelt hatten Angehörige der deutschen Minderheit sogar Ministerposten inne.
  • Das „Kampf-Häusl“ auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden wurde 1951 abgerissen.

    Neuausgabe „Mein Kampf“ : Editoren gegen Hitler

    Hitler liebte es martialisch. Die Editoren des Münchener Instituts für Zeitgeschichte auch. Sie wollen ihn in der kräftig kommentierten Neuausgabe von „Mein Kampf“ nach eigener Aussage „umzingeln“ und sich selbstbewusst mit dem „vergifteten Buch“ von 1925/26 auseinandersetzen.
  • Grenzübergang Spielfeld in Österreich am 7. Dezember 2015

    Österreichs Außenpolitik : Wiener Buh für die EU?

    In der Ungarn-Krise 1956 ebenso wie später bei der Niederschlagung des Prager Frühlings stellte sich Österreich in Wort und Tat, nämlich durch die großzügige humanitäre Hilfe für viele Flüchtlinge, auf die Seite der freien Welt, ohne seine Neutralität in Frage zu stellen.
  • Prinzessin Stephanie und Fritz Wiedemann

    Geheimemissäre Hitlers : Jenseits der Yellow Press

    Adolf Hitler griff gerne auf Angehörige des europäischen Hochadels für geheime Sondermissionen zurück, um deren internationale Verwandtschaftsbeziehungen zur Tarnung wie zur Kontaktaufnahme zu nutzen.
  • Prager bauen Barrikaden am 21. August 1968 vor dem Gebäude des Tschechoslowakischen Rundfunks

    „Prager Frühling“ : Nur ein Verkehrsunfall?

    Die Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 durch die Warschauer-Pakt-Staaten markierte indes nicht nur das Ende der ostpolitischen Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik und Frankreich. Sie wirkte auch als „Katalysator“ für die künftige Bonner Ostpolitik.
  • Französische Kampfpanzer vom Typ Leclerc rollen am 14.07.2010 bei einer Militärparade über die Champs-Elysées in Paris.

    Rüstungsbeschaffung : Frankreichs Erfolge als Waffenexporteur

    Im Laufe der 1970er Jahre entwickelte sich der Begriff Militärisch-Industrieller Komplex (MIK) in Westdeutschland zu einem Kampfbegriff der Friedensbewegung gegen das politische Establishment. Dabei wurde der konkrete Beschaffungsvorgang von Wehrmaterial kaum zur Kenntnis genommen.
  • Die Einfahrt zum Gelände des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Pullach am 12. August 2013

    Gabriele Gast : Die Perle aus Pullach

    Die frühere Regierungsdirektorin Gabriele Gast übermittelte unter dem Decknamen „Gisela“ 17 Jahre lang Informationen aus der Zentrale des BND in Pullach in die Zentrale des MfS in Ost-Berlin.
  • Stimmabgabe in einem Wahllokal am 11. März 2012

    Demokratie in Europa nach 1918 : Zerbrechliche Normalität

    Nach dem Ersten Weltkrieg und der großen Mobilisierung standen alle Gesellschaften vor der Aufgabe, ihre Partizipations-Basis zu erweitern. Die Zeiten der Wahlrechtbeschränkung waren selbst im reaktionären Preußen abgelaufen.
  • Erhard Eppler 2012 in Schwäbisch Hall

    Erhard Eppler : Wortmächtiger Vordenker

    Auf eine wohltuende Weise ist Erhard Epplers Buch einfach pragmatisch. Mit der Gabe, die einen erfolgreichen Oberstudienrat von dem sprichwörtlichen Oberlehrergetue unterscheidet, blättert er fünf Jahrzehnte deutscher, sozialdemokratischer und höchstpersönlicher Politik auf.
  • Transatlantische Beziehungen : Knallige Schelte

    Ihr Buch sei nicht als Plädoyer für die Abkoppelung Deutschlands von Amerika gemeint, schreibt Eva C. Schweitzer. Jedoch dürfe sich Deutschland nicht „in amerikanischen Kriegen verheizen lassen“.
  • Demonstranten schwingen Amnesty-International-Flaggen bei einer Solidaritätskundgebung im September in Paris.

    Menschenrechtsaktivisten : Unrecht haben immer die anderen

    Wolfgang Kaleck, ein Fachanwalt für Strafrecht sowie Gründer und Generalsekretär des „European Center for Constitutional and Human Rights“ ist ein Kämpfer für die gute Sache. Bei ihm sind Person, politische Position und Beruf zu einer Einheit verschmolzen.