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Politbarometer Union und FDP verlieren Mehrheit

29.10.2004 ·  Zum ersten Mal seit zwei Jahren hätten CDU/CSU und FDP keine Mehrheit mehr, wenn am Sonntag der Bundestag neu gewählt werden würde. SPD und FDP sind hingegen in der Wählergunst gestiegen. Das ist das Ergebnis des ZDF-Politbarometers.

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Zum ersten Mal seit zwei Jahren ist die Union nach einer Meinungsumfrage in der Wählergunst so weit zurückgefallen, daß CDU/CSU und FDP derzeit keine Mehrheit mehr haben. Nach dem am Freitag veröffentlichten zweiten ZDF-Politbarometer für Oktober würden die wegen ihres Konzepts für eine Gesundheitsreform zerstrittenen Unionsparteien nur noch 40 Prozent der Stimmen erhalten, wenn am Sonntag der Bundestag neu gewählt würde. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen.

Die SPD legte dagegen um zwei Punkte auf 30 Prozent zu. Die Grünen blieben unverändert bei elf Prozent, die FDP verbesserte sich um einen Punkt auf sieben Prozent. Für die PDS ermittelte die Forschungsgruppe Wahlen unverändert sechs Prozent. Damit gäbe es zwischen Rot-Grün und PDS auf der einen sowie Union und FDP auf der anderen Seite einen Gleichstand von 47 Prozent. Für das ZDF hatten die Mannheimer Demoskopen von Dienstag bis Donnerstag 1239 Bundesbürger befragt.

Fischer weiterhin beliebtester Politiker

In einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ lag Schwarz-Gelb nur noch einen Punkt vor Rot-Grün. Bei Forsa war die PDS unter die Fünf-Prozent-Hürde gesackt.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel konnte in der Politbarometer-Umfrage ihre Sympathiewerte auf 0,2 nach minus 0,3 in der ersten Oktober-Umfrage verbessern. Sie liegt nun hinter Bundeskanzler Gerhard Schröder (unverändert 0,4) auf Platz fünf. Allerdings gehen nur 21 (September 32) Prozent der Befragten davon aus, daß Merkel von ihrer Partei inhaltlich voll unterstützt wird. Populärster deutscher Politiker ist
weiterhin Außenminister Joschka Fischer.

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