Home
http://www.faz.net/-gpf-7gns0
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Politbarometer Große Mehrheit der Wähler noch nicht festgelegt

Drei Viertel der Wähler haben sich noch nicht endgültig festgelegt, wen sie in den Bundestag wählen wollen. Derzeit liegt Schwarz-Gelb gleichauf mit dem linken Lager aus SPD, Grünen und Linkspartei.

© dpa Vergrößern Plakate überall: Am 22. September wird der Bundestag gewählt

Etwa fünf Wochen vor der Bundestagswahl haben sich einer Umfrage zufolge rund drei Viertel der Wähler noch nicht endgültig festgelegt. Zwar konnte sich die Union in dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer leicht auf 41 Prozent verbessern und kommt zusammen mit der FDP derzeit auf 46 Prozent. Damit liegt Schwarz-Gelb gleichauf mit dem linken Lager aus SPD, Grünen und Linkspartei. Allerdings erklärten 72 Prozent der Befragten, es sei für sie prinzipiell denkbar, eine andere oder sogar mehrere andere Parteien zu wählen.

63 Prozent vertraten die Ansicht, dass noch nichts entschieden sei, auch wenn 64 Prozent einen Wahlsieg von CDU/CSU und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwarten. Zum Vergleich: 2009 hatten gut fünf Wochen vor der Bundestagswahl 55 Prozent den Wahlausgang für noch offen erklärt.

63 Prozent wünschen sich Merkel als Kanzlerin

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme der Umfrage zufolge die Union auf 41 Prozent (plus einen Prozentpunkt), ihr Koalitionspartner FDP könnte wie in der vorigen Umfrage mit fünf Prozent der Stimmen rechnen. Die SPD unter Herausforderer Peer Steinbrück büßte zwei Punkte auf 25 Prozent ein, ihr Wunschkoalitionspartner Grüne verlor einen Punkt auf 13 Prozent. Die Linkspartei konnte einen Punkt auf acht Prozent zulegen.

Einschließlich derer, die konkret die Union wählen wollen, könnten sich demnach insgesamt 60 Prozent der Befragten vorstellen, CDU oder CSU zu wählen. Für die SPD beträgt das Wählerpotenzial 44 Prozent, für die Grünen 42 Prozent. Deutlich geringer mit 18 Prozent ist das Wählerpotenzial für die FDP und mit 15 Prozent für die Linkspartei. 63 Prozent wünschen sich eine dritte Amtszeit für Bundeskanzlerin Merkel, 31 Prozent sprechen sich für Steinbrück als Kanzler aus.

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 13. bis 15. August 1316 Wahlberechtigte.

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Große Koalition Gabriel will sich von Merkel nicht beschimpfen lassen

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel weist Angriffe der Bundeskanzlerin auf die Sozialdemokraten wegen des rot-roten Bündnisses in Thüringen zurück. Merkel hatte von einer Bankrotterklärung gesprochen. Mehr

14.12.2014, 10:48 Uhr | Politik
Pegida-Demonstration Deutsche Politiker verurteilen Proteste

Kanzlerin Merkel, Justizminister Maas und die Spitzen von Linken und Grünen äußern sich deutlich gegen die antiislamistische Protest-Bewegung. Mehr

15.12.2014, 17:28 Uhr | Politik
Umfrage Gabriel weit abgeschlagen hinter Merkel

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hätte als Kanzlerkandidat derzeit schlechte Karten bei den Wählern. In einer Umfrage fällt er weit abgeschlagen von Angela Merkel auf seinen bisher niedrigsten Wert. Mehr

10.12.2014, 11:26 Uhr | Politik
Bodo Ramelow Erster linker Regierungschef in Thüringen?

Bodo Ramelow könnte nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen Linkspartei, SPD und Grünen zum Ministerpräsidenten in Thüringen gewählt werden. Kritik und Warnungen aus der CDU weist er zurück. Mehr

20.11.2014, 11:05 Uhr | Politik
CDU-Parteitag Merkel wirft SPD Bankrotterklärung vor

Angela Merkel ist mit großer Mehrheit als CDU-Vorsitzende bestätigt worden. In ihrer Rede auf dem Parteitag droht die Kanzlerin Russland mit weiteren Sanktionen. Der Koalitionspartner SPD muss sich von ihr wegen des rot-rot-grünen Bündnisses in Thüringen herbe Kritik anhören. Mehr Von Günter Bannas, Köln

09.12.2014, 19:08 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 16.08.2013, 11:14 Uhr

Die gelähmte SPD

Von Majid Sattar

Vor einem Ausbrechen der Grünen aus dem linken Lager haben die Sozialdemokraten Angst. Für die SPD endet das Jahr auch wegen der Edathy-Affäre so, wie es angefangen hat – auf dünnem Eis. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden