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Plagiatsaffäre Schavan denkt offenbar über Rücktritt nach

 ·  Der Druck auf Bildungsministerin Schavan wegen Plagiatsverdacht wächst. FDP-Politiker Neumann sagte der F.A.S., Frau Schavan wisse, welche Konsequenzen sie zu ziehen habe.

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Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) denkt offenbar darüber nach, ihr Amt aufzugeben, falls die Universität Düsseldorf Anfang nächsten Jahres beschließen sollte, ein Verfahren einzuleiten, das die korrekte Abfassung von Schavans Doktorarbeit überprüft. Die F.A.S. berichtet mit Bezug auf Unionskreise, Schavan habe intern bereits die Frage aufgeworfen, ob sie Ministerin bleiben könnte, sollte die Universität ein Verfahren eröffnen. Die Promotionskommission der Universität hatte kürzlich dem Fakultätsrat empfohlen, das zu tun. Eine Entscheidung wird für den 22. Januar erwartet. Schavan wird vorgeworfen, bei ihrer vor mehr als 30 Jahren verfassten Doktorarbeit unsauber gearbeitet zu haben.

Der forschungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Martin Neumann, sagte der F.A.S.: „Je länger so ein Verfahren läuft, desto schwieriger wird es für beide Seiten.“ Mit Blick auf Schavan sagte er: „Sie ist verantwortungsvoll genug, um zu wissen, welche Konsequenzen sie - je nach Ausgang - zu ziehen hat.“ Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag Michael Kretschmer (CDU) lobte im Gespräch mit der F.A.S. die Bilanz Schavans als Ministerin. Er hieß es allerdings gut, dass die Universität Düsseldorf die Vorwürfe gegen Schavan prüft. „Es ist richtig, die Überprüfung der wissenschaftlichen Arbeit auch der Wissenschaft zu überlassen. Ich erwarte, dass die zuständigen Gremien der Universität Düsseldorf die Angelegenheit klären.“

Schavans Sprecher Robin Mishra wies am Samstag hingegen Spekulationen über mögliche Rücktrittsüberlegungen der Ministerin zurück. „Da ist nichts dran“, sagte Mishra der Nachrichtenagentur dpa, in Reaktion auf die Vorabmeldung der F.A.S.

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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