14.02.2013 · Ganz Deutschland schüttelt sich: Wir haben das Unfassbare getan. Wir haben Pferd gegessen. Und niemand hat es gemerkt.
Von Berthold KohlerRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Herrgottnochmal, was für ein Affentheater!
Natürlich regen sich jetzt wieder alle auf, die im Ernst davon
ausgehen, ein Zustand, den sie für "gesund" halten, hinge
mit so etwas Belanglosem wie ihrer Ernährung zusammen, und
irgendwelche Nanogramm irgendwelcher Substanzen, die sie im Lexikon
nachschlagen müssen, würden sie nun daran hindern, kerngesund
90 Jahre alt zu werden.
Diese Vorfälle geschehen nunmal bei der Massenerzeugung von
Lebensmitteln, und wer das ausschließen will, glaubt auch, Strom
käme aus der Dose. Es ist niemand verletzt worden, ein paar
Händler haben Reibach mit dem billigeren Pferdefleisch gemacht, es
ist nicht mehr als eine falsche Deklaration. Regt Euch wieder ab. Zu
keiner Zeit sind so saubere Lebensmittel verzehrt worden wie in unserer.
Wer's nicht glaubt, soll Geschichte lernen oder selber Tiere schlachten,
wenn das alles so wahnsinnig wichtig ist.
Sofern man glaubt, es sei unerheblich, wenn nicht für den Verzehr gedachtes Fleisch
in der Nahrungsindustrie dennoch verarbeitet wird, könnte jegliche
veterinärmedizinische Fleischbeschau abgeschafft werden. Man kann
sich auf den Standpunkt stellen, dass uns ohne dies dann schon nicht
geschadet wird (bei den hochanständigen und keinesfalls korrupten
Verhältnissen, die auf dieser Welt herrschen, sicherlich wahrscheinlich!).
Man kann es aber uch anders sehen.
Wenn so etwas in den Nahrungskreislauf geraten kann, obwohl Gesetze zum
Schutz gegen solche Machenschaften existieren, kann auch alles andere,
im schlimmsten Falle auch mit Absicht und staatlich gelenkt, in den
Nahrungskreislauf eingebracht werden.
Bei der Ruhe, die in diesem Land angesichts der europäischen
Verhältnisse herrscht, vermute ich, dass bereits seit einigen
Jahren Valium in nicht unerheblicher Menge unserem "Futter"
zugesetzt wurde!
Wie auf einem nach EU-Massstäben gut geführten
Arbeitskräfteproduktions- ähm Fleischproduktionsbetrieb eben!
Orwell lässt grüssen
Sie scheinen nicht zu begreifen, dass es hier nicht um den Verzehr von
Pferdefleisch an sich geht, das kann doch jeder halten wie er will. Es
geht aber um Betrug!
Der Verbraucher hat das Recht, sich darauf verlassen zu können,
dass drin ist was drauf steht.
Und wenn er dann, wie offenbar Sie, Fleisch mit Medikamentenzusatz essen
möchte, bitte sehr. Und wenn Sie sich der (übrigens keineswegs
harmlosen) Trichinoseerreger, die Sie sich ohne betrügerisch
deklarierte Lebensmittel gar nicht eingefangen hätten, mittels
"harmloser" chemischer Mittel entledigen wollen, tun Sie's.
Ich aber werte diese Art von betrügerischer Vermarktung als
Körperverletzung (dabei bin ich nicht betroffen, ich suche die
Zutaten zum Kochen gut aus)!
Sollte unseren Schweinefleischverächtern selbiges auf solche oder
ähnliche Art untergeschoben werden, käme es hier zum
Bürgerkrieg, da sie sich um den Zugang zum Paradies betrogen
sähen.
Das Produkt hat nach Recht und Gesetz der Ettikettierung zu entsprechen!
Jetzt hat man "Medikamente" gefunden
Wenn man sich die Konzentration anschaut, müsste man schon 30kg pro
Tag verspeisen damit etwas wirksam wird.
Es bleibt also bei den Feinstaub-Neurotikern
Offenbar keiner der Spötter hier ahnt etwas von Trichinen und Cadmium
Christina Hucklenbroich hat dort aufgelistet, was Pferdefleisch zu einem "Risikolebensmittel" macht: 1. Falls es nicht durchgebraten (oder -gekocht) wird, kann man wie beim Schweinefleisch eine Trichinose (Würmer, die nicht im Darm bleiben, sondern in die Muskeln kriechen) kriegen. In Ländern, in denen viel Pferdefleisch (größtenteils aus Osteuropa) verzehrt wird, kommt es zu hunderten Fällen pro Jahr. 2. Pferde werden oft mit Medikamenten behandelt, die ihr Fleisch dann nicht mehr verzehrbar macht, weil gesundheitsgefährdende Rückstände bleiben (Stichwort: "Pferdepaß" - in Deutschland muß ein Pferdebesitzer einen solchen Paß haben, in dem er verbindlich erklärt, ob sein Pferd mal geschlachtet werden soll oder nicht. Wenn ja, sind verschiedene Medikamente zur Behandlung des Pferdes ausgeschlossen) 3. In Pferdenieren und -lebern reichert sich Cadmium so stark an, daß sie giftig sind. Unter ungünstigen (Fütterungs-)Bedingungen ist auch das Muskelfleisch mit Cadmium verseucht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 11:29 UhrQuatsch
Das Fleisch in der Lasagne wird abgekocht.
Selbts wenn: Für die Würmer gibt es effektive Medikamente.
die aus Rumänen und Franzosen sorgen wieder mal für
Gänsehaut. Früher war es der Karpatenschreck, Graf Dracula,
mit seinem Blutdurst und Fantômas der Louis de Funès
vernaschte, heute sind es rumänische Klepper und französische
Etikettenschwindler, die Konsul Weyer fast schon zur Exzellenz werden
liessen. Jüngsten Gerüchten zufolge sollen sich ja auch die
rumänischen Werwölfe über unerklärlich gelichtete
Reihen beklagen. Die zwielichtigen Vampire wuschen daraufhin ihre
Hände sofort in unschuldigem Blut und in China nahmen sie
"Hund in Knoblauchsosse" aus den Gestellen. Obwohl, Taylor
Lautner und Kumpels fanden viele auch hier zum "anbeissen".
Ich wills mir gar nicht weiter ausmalen, was in dem Skandal noch alles
aus dem dunklen Stall ans Licht kommen könnte, aber einfacher und
billiger ist man wahrscheinlich noch selten zu Pferd gekommen und den
grossen Anhänger kann man sich auch sparen - Kühltasche im
Mini genügt.
außer Ronny...,
der mag kein Pony ;-)))
Leider gibt es einen schlimmen Pferdefuß, weil auch Dopingsubstanz mit von der Partie ist!
Kohlers Vorahnung ist eingetreten, im Pferdefleisch wurde eine regelwidrige Substanz gefunden. Haben heimkehrende Soldaten nach dem 2. Weltkrieg nur verstohlen, aber mit Genuss Pferdefleisch ohne Risiko verschlungen, ist das heute kein ungetrübter Genuss mehr. Denn den EU-Spitzen-Dummköpfen ist gelungen, mit ihrer hirnlosen Agrar-Subventionspolitik die Bauern umzustellen von vernünftiger Wirtschaftsweise auf das reine Gieren nach Subventionen. Und das ohne Rücksicht auf die Böden u. das menschliche u. tierische Wohlergehen. Das irrsinnige Agrarsystem der blinden Brüsseler Dummköpfe, für die Kontrolle ein Fremdwort ist, fordert Kriminelle geradezu heraus, durch Manipulationen satte Gewinne auf unser aller Kosten zu erzielen. Die Unübesichtlichkeit des globalen Subventionstourismus u. die nicht auf Qualität, sondern auf Subventionen ausgerichtete Produktion tragen ihr Teil begünstigend bei. Aber es ist geldmäßig viel harmloser als die schlimmen EU-EZB-Verstöße gg. Nobailout in Mrd-Höhe!
Es Fehlt: Walfleisch in der Wurst
Denn dann könnten wir uns trefflich über die japanischen
Barbaren aufregen, die sich doch wirklich erdreisten die Tiere ihrer
Meere zu verspeisen, ohne Greenpeace (am besten rückwirkend bis
1300 nach unserem Propheten) um Erlaubnis zu fragen. Sowas
unmenschliches - oder ist es eher un-walisch ??
Ich werfe mir jetzt ein Stück Fleisch in der Pfanne, das durch
Tötung des Heiligen Tieres von 1000 Millionen Indern gewonnen wurde
! Soll ja gut sein, wegen dem Eisengehalt. Sonst müsste man ja das
Verbrechen des Lebertran-Vertilgens begehen und das erlaubt Langley nicht.
Spätestens beim Pferdesushi ..
Spätestens beim Pferdesushi hört der Spaß dann aber doch auf.
ich nicht, da hab ich echt noch mal Schwein gehabt.
Sehr schöne Ironie Herr Kohler!
Denn es gibt doch in D sogar Pferdemetzger! Die Wurst und Schnitzel sind
dabei gar nicht schlecht, vielleicht zuerst etwas ungewohnt für
unseren Gaumen, aber das gibt sich - ähnlich wie bei Froschschenkel
und Austern.
Ich verstehe nur nicht worüber sich halb Europa aufregt. Das
Einzige was ich sehe ist doch, daß hier bei den Angaben betrogen
wurde, indem man Pferdefleisch als Rindfleich ausgab. Aber bei dem
Moloch EU-Bürokratie in Brüssel ist das nicht verwunderlich.
Diese sollten sich darum kümmern und nicht Quecksilber in
Leutmittel vorschreiben oder meinen, sie wüßten was unserem
Wasser gut tut.
Herr Kohler,
bitte nehmen Sie es mir nicht übel: Ich liebe Sie für Ihre
wunderbaren Beiträge! Ein bisschen Licht in der trüben Medienlandschaft.
Hier in der FAZ steht es im BLOG "Tierleben" von Christina Hucklenbroich, daß es gefährlich ist,
Pferdefleisch zu essen.
Die Frau hat richtig gründlich recherchiert.
Vorbildlich, würde ich sagen.
Das ist weder albern noch "hysterisch" noch sentimental - Pferdefleisch birgt Risiken
Erstens ist es prinzipiell nicht in Ordnung z.B. auf eine Wurst etwa
"Putenfleisch" als Inhaltsstoff zu schreiben - ich will selbst
aussuchen, was ich esse.
Zweitens können im Pferdefleisch ebenso wie im Schweinefleisch
Trichinen sein - wird es nicht richtig durchgekocht, dann kommt es zur
Trichinose. Angeblich kommt es bei den Franzosen (die uns als
Pferdefleisch-Esser hier so wärmstens zum Vorbild empfohlen werden)
mehrere hundert Fälle im Jahr.
(In einem Fertiggericht kann man aber gewiß sicher sein, daß
das Fleisch gar war - sonst würde sich das Zeug ja gar nicht
halten. - Andere Frage: Warum essen manche sowas wie Fertiggerichte...?)
Drittens können Pferde mit Medikamenten behandelt worden sein, die
ihr Fleisch zum Verzehr nicht mehr geeignet macht. Wenn ich schon nicht
wissen soll, daß es Pferdefleisch ist, woher soll ich dann wissen,
ob die Pferde überhaupt hätten (für den Verzehr)
geschlachtet werden dürfen?
hier werden verschiedene ebenen besprochem
falschdeklaration und unkontrolliertes fleisch ist nicht ok.
das pferd als statusgehobenes, und damit ethisch weniger essbares tier
zu verklären ebenso.
ich persönlich finde pferd (als fleisch) interessant, weil es eine
melange aus kulturellen widerständen, historisch gewachsener, wenn
auch inzwischen ehemaliger normalität und - zumindest in
substitution von letztgenanntem - eine art kulinarischer geheimtip
geworden ist. mein erster rheinischer sauerbraten aus pferd in einer
urkölschen kneipe liegt 20 jahre zurück. großartig, und
vielleicht schützen die vorurteile vieler leute vor vermassung und
damit vor qualitätseinbuße.
Wie den Hengsten die Nüstern zittern, wenn sie die Stuten wittern
In diesem Falle sind die Stuten die Skandale, und die Hengste die Polit-Hysteriker.
Wenn es langweilig wird, muss etwas neues her.
Und der eigene Pferdestall hat auch die Lösung und ist das
Glück auf Erden.
Drum fleißig aufgeregt, vielleicht reitet ja jemand hinterher.
Wenn sich der ganze Staub lichtet, schaut man verdutz, wo denn die
hyperventilierten Hysteriker geblieben sind.
Nach Rinderwahnsinn, Vogelgrippe, Schweinepest – nun auch Pferd
Nach Rinderwahnsinn, Vogelgrippe, Schweinepest – nun auch Pferd. Doch Moment mal! Ohne den Freunden von Rindern, Geflügeln und Schweinen zu nahe treten zu wollen: Pferdewahnsinn, Pferdegrippe, Pferdepest war nicht in den gefälschten Angeboten.
ende der fünfziger jahre gung unsere mutter mit uns jungs zum
pferdemetzger, und wir waren stolz und froh, mal ein grosses schnitzel
zu bekommen.
damals nach dem krieg gabes sonst kaum fleisch auf den teller.
also ,wir sollten alle nicht übetreiben...
...ist Sauerbraten aus Pferdefleisch doch eine Delikatesse!
Und wer sich mit dem Fleisch unsicher ist, soll doch einfach keins
essen. Geht auch gut und den Rest regelt dann auch wieder der Markt.