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Aktualisiert: 03.10.2016, 13:49 Uhr

Papst verurteilt Gendertheorie „Krieg zur Zerstörung der Ehe“

Papst Franziskus hat mit überraschend deutlichen Worten die Gendertheorie verurteilt. Sie werde in französischen Schulen unterrichtet, obwohl sie gegen die natürliche Ordnung sei.

von , Rom
© Reuters Papst Franziskus bei der fliegenden Pressekonferenz.

Papst Franziskus hat auf dem Rückflug vom Kaukasus die „hinterlistige Indoktrinierung mit der Gendertheorie“ kritisiert. In seiner fliegenden Pressekonferenz berichtete er am Sonntagabend von einem französischen Vater, der ihm erzählt habe, wie der zehnjährige Sohn eines Tages auf die Frage, was er einmal werden wolle, geantwortet habe: „Ein Mädchen.“ Da sei dem Vater klar geworden, „dass in Schulbüchern weiterhin die Gendertheorie unterrichtet wird, obwohl diese gegen die natürliche Ordnung ist“, sagte der Papst und warf den Schulen den Willen zur „Änderung der Mentalitäten“ und eine „ideologische Kolonisierung“ vor. Die Gendertheorie geht davon aus, dass Geschlechter lediglich soziale Konstruktionen sind.

Jörg Bremer Folgen:

Schon in der georgischen Hauptstadt Tiflis hatte der Papst am Samstag die Gendertheorie verurteilt, die Teil eines „weltweiten Kriegs zur Zerstörung der Ehe" sei. Etwas ganz anderes sei es, homosexuell zu sein oder sein Geschlecht ändern zu wollen, ergänzte Franziskus. Er habe letztes Jahr im Vatikan „Zeit mit einem Spanier verbracht“, der als Mädchen geboren wurde, sich aber als Mann gefühlt habe und darum sein Geschlecht per Operation änderte. Dieser Mann habe ihn zusammen mit seiner Frau in Rom besucht. „Ich habe sie empfangen, sie waren glücklich.“

„Sünde ist Sünde“

Das Leben „ist, wie es ist; man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen“. Freilich sei Homosexualität aus katholischer Sicht kein Grund zum Jubeln. „Sünde ist Sünde.“ Doch darum dürften Gemeinden Homosexuelle nicht aus der katholischen Kirche ausgrenzen. Sie sollten integriert, begleitet und näher zu Gott geführt werden. Das würde auch Jesus mit der Barmherzigkeit Gottes heute tun, sagte der Papst.

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