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Papst-Rücktritt Aus heiterem Himmel

 ·  Plötzlich und unerwartet bricht die Nachricht über den Rosenmontag hinein. Um 11.48 Uhr meldet die Nachrichtenagentur ANSA, dass Papst Benedikt zurücktreten will. Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse rund um die Demission des deutschen Papstes auf FAZ.NET.

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© dpa Vergrößern Papst Benedikt XVI. tritt zurück.

15:30 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat dem Papst „außerordentlichen Respekt“ für seinen Rücktritt gezollt. „Dass ein Deutscher die Nachfolge von Johannes Paul II. antrat, war von historischer Bedeutung für unser Land“, sagte Gauck. Die Menschen in Deutschland hätten „tief bewegt“ vom Rücktritt erfahren. Für diesen Schritt seien „großer Mut und Selbstreflexion“ nötigt. „Sein Glaube, seine Weisheit und seine menschliche Bescheidenheit haben mich tief beeindruckt“, sagte Gauck, der den Papst vor Anfang Dezember im Vatikan besucht hatte.

14:42 Uhr: In der Zeit zwischen dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. und der Wahl seines Nachfolgers ist der Heilige Stuhl in Rom unbesetzt. Während der „Sedisvakenz“ übernimmt der Camerlengo, Kardinal und Kirchenkämmerer, kommissarisch die exekutiven Aufgaben des Papstes.

14:33 Uhr: Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle würdigte die Verdienste des Papstes. „Er hat sich um die Ärmsten dieser Welt gekümmert und immer den Dialog auch mit Andersgläubigen gesucht.“

14:20 Uhr: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch, bezeichnet den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. als eine „große menschliche Geste.“ Zollitsch schreibt in einer Erklärung: „Wir deutschen Bischöfe sind erfüllt von großem Respekt und von Bewunderung für seine Entscheidung.“ Er gebe „ein leuchtendes Beispiel wirklichen Verantwortungsbewusstseins und lebendiger Liebe zur Kirche.“

14:11 Uhr: Papst Benedikt XVI. ist der 265. Papst in der Nachfolge des heiligen Petrus. Bei seiner Wahl 2005 war er 78 Jahre alt und damit zugleich bei Amtsantritt der älteste Papst seit 1730. Mit seiner Wahl wurde zum ersten Mal seit knapp 500 Jahren ein Deutscher zum Papst ernannt. Sein letzter deutscher Amtsvorgänger, Hadrian VI., hatte 1522 bis 1523 auf dem Stuhl Petri Platz genommen.

14:09 Uhr: Als Kardinal Joseph Ratzinger 2005 zum Papst gewählt wurde, galt er in Kirchenkreisen vielerorts als Übergangskandidat. Mit einer fast achtjährigen Amtszeit hatten nur wenige gerechnet.

14:06 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt in Berlin vor die Presse und dankt Papst Benedikt XVI.  Er habe eine schwere Entscheidung getroffen. Viele Menschen könnten sie in einer Zeit des immer längeren Lebens  „nachvollziehen.“ Zurückkommend auf seine Antrittsworte 2005, in denen Benedikt XVI davon sprach, nur ein einfacher Arbeiter im Weinberg des Herrn zu sein, sagte Merkel:  „Er ist viel mehr als ein einfacher Arbeiter.“ Benedikt XVI. bleibe einer „der bedeutendsten religiösen Denker unserer Zeit.“ Die Kanzlerin hob auch Benedikts Rede vor dem Deutschen Bundestag 2011 hervor. Sie sei eine der „Sternstunden des Parlaments“ gewesen. „Die Worte des Papstes werden mich noch lange persönlich begleiten.“

14:00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt vor die Presse.

13.59 Uhr: Italiens Ministerpräsident Mario Monti äußert sich „sehr erschüttert“ über den Rücktritt. Es habe vorher keine Anzeichen oder Signale für die Entscheidung gegeben.

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11.02.2013, 12:27 Uhr

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