17.02.2013 · 1969 hat ein junger Theologe auf die Überlastung des Papstes hingewiesen - es war Joseph Ratzinger. Sein Aufsatz ist ungebrochen aktuell. Umsetzen konnte er im Amt wenig. Dazu reichte seine Kraft nicht. Benedikts Nachfolger ist es aufgegeben, dessen Vermächtnis mit Leben zu erfüllen.
Von Daniel DeckersRichtlinien für Lesermeinungen
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Homosexualität in.... (3. Fortsetzung)
Ich habe in meinem neuen Buch "RAUS AUS DEM RELIGIÖSEN TERTIÄR !" dargestellt, wie intellektuell brüchig die Lehren der christlichen Konfessionen sind, und einen Versuch einer solchen Ethik anstatt des von mir fundamental kritisierten Dekalogs gemacht. Mein Versuch wird heute schon zur Fortbildung der Ethiklehrer in Brandenburg und Berlin verwendet. Ich wünschte mir, auch andere Bundesländer wären so fortschrittlich, und führten statt eines Religionsunterrichts besser ein obligatorisches Fach "Ethik" ein; wer den Religionsunterricht besuchen will, soll das privat tun. Der Staat ist kein Büttel von Kirchen - oder? Schließlich gilt in der BRD die positive, aber auch die negative Religionsfreiheit. Zwangsweiser Unterricht in konfessioneller Voreingenommenheit, die vor wissenschaftlichen Argumenten nicht bestehen kann, wie ich darlege, paßt nicht in unsere Zeit, aber ein Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit ist nur bei Beachtung einer verbindlichen Ethik möglich.
Homosexualität in.... (2. Fortsetzung)
Die - gefälschte - "Prophezeihung des Malachias" sagt
voraus, der Nachfolger Benedikts XVI. würde der letzte Papst der
Kirchengeschichte sein. Da die Schlan-gengrube Vatikan nach meiner
Meinung nicht reformierbar ist, wäre das wohl ein Fortschritt. Da
die evangelische Kirche Deutschlands nicht besser ist, laßt uns
beide abschaffen und stattdessen in den Schulen eine erneuerte,
sozialpsycholo-gisch fundierte und humane Ethik unterrichten, die sich
nicht mit solchen peanuts wie Kondomen und Pillen beschäftigt,
sondern die wirklichen Probleme der Jetzt-zeit behandelt:
Raubtierkapitalismus, der die Welt innerhalb eines Jahrzehnts in 2
Krisen stürzte, schuldrige Schuldenpolitik aller Regierungen, Umweltprobleme,
Armut und Hunger auf der Welt usw., vor allem den als
"Freiheit" bemäntelten überbordenden Egoismus, der
alle sozialen Beziehungen stört.
(3. Forts. folgt)
Fortsetzung: Homosexualität in .....
Die evangelische Kirche Deutschlands ist in meinen Augen noch einen
Schritt verkommener als die Homos im Vatikan: sie toleriert ganz
offiziell homosexuelle Pastoren, und versucht in einer wachsweichen
Schrift, die Bibel mit dem permissiven Zeitgeist zu vermischen, obwohl
Paulus "Unzüchtige, Knabenschänder...." in 1. Kor.
6, 9 - 10 sowie die "Früchte des Fleisches" in Gal. 5, 19
- 21 ablehnte. Wie will ein evangelischer Pastor noch glaubwürdig
etwas ver-kündigen, wenn er selbst das Gegenteil tut, wie will eine
ganze Kirche das begründen?
Oftmals ist die von katholischen Priestern praktizierte
Homosexualität auf den Zölibat zurückgeführt worden.
Doch kommen mir daran langsam Zweifel, weil protestantische Pastoren ja
seit jeher heiraten dürfen, und - wie der vorherige Absatz zeigt -
deren Kirche die Homosexualität sogar offen toleriert, ohne zu
bedenken, daß solche Amtsträger ebenso eine Gefahr für
Minderjährige sind, wie katholische Amtsträger, die es
heimlich taten.
(2. Forts. )
Homosexualität in höchsten Vatikankreisen
Es ist traurig, daß ausgerechnet der Papst, der nach
jahrhunderetelanger Vertuschung (auch durch seinen
"charismatischen" Vorgänger Johannes Paul II.!) endlich
gegen Kinderschänder und Homosexuelle in den eigenen Reihen
vorgegangen ist - wofür der jetzige Großinquisitor
und gescheiterte Bischof von Regensburg Karl Ludwig Müller kein
Verständnis hat - an eben diesem Problem letztlich gescheitert ist.
Daß dieser Saustall über seine Kräfte ging, ist leicht
verständlich, wenn man die Intrigen im obersten
Führungsklüngel mitbedenkt. Dazu ist Josef Ratzinger zu
gerade, als daß er das hingenomnmen hätte. Hierzu eine eigene Beobachtung:
ein junger gutaussehender Aufseher in den Stanzen des Raffael bot sich
einem Freund von mir unmißverständlich zum Sex an, nur weil
er ihn freundlich etwas gefragt hatte.
(Fortsetzung 1folgt)
Papstkritik, zu früh und zu unpräzise
Für die ist es noch viel zu früh ! Jetzt leben Einige nur ihr
Dafür oder ihr Dagegen aus, das aber historisch, allein durch die
tendenziösen Motive, völlig belanglos ist. Geschichte wird
immern nur an nachprüfbaren Tatsachen richtig geschrieben:
Zeitzeugen mit einer Häufung einschlägiger Aussagen und -ganz
schlicht- anhand von Schriftstücken. Historienschreiberei ohne
Dokumente, ist nur Prosa. Auch hier wieder, völlig
unzulässig, dafür oder dagegen, wie es beliebt. Ausgewertet
werden muss alles, was Benedikt je schrieb, was jeder Kollege
darüber denkt, immer im Kontext der Zeit. Von seiner Rolle im WK
II. spricht keiner, weil
die sich nie damit beschäftigt haben. Auch so ein Hinweis auf
fehlende Ernsthaftigkeit und Ver-
fühung.
Ratzinger verantwortet mit, dass Kindesvergewaltiger und homosexuelle Geistliche bleiben dürfen,
demgegenüber aber jener Priester gehen muss, der eine Frau
heiratet. Respektiert die kath. Kirche auf diese Weise die Ehe?
Ich kann diese Doppelmoral nicht nachvollziehen. Selbst von
hartgesottenen und unverbesserlichen Katholiken, die sonst um keine
Ausrede verlegen sind, habe ich hierfür noch keine Erklärung
gehört. Hieran wird sich nichts ändern. Oder doch?
Auch Sie, Herr Vormbaum, können diese Doppelmoral also nicht erklären.
Aber warum macht Ihnen das eigentlich keine Sorgen?
Klar hat Ratzinger "Position bezogen". Aber gehandelt hat er
nicht - wie wir alle wissen.
Unwahrheiten werden dadurch nicht wahrer, dass man sie immer wieder verbreitet, Herr Fischer
Papst Benedikt XVI. hat immer eine klare Position zu pädophilen
Priestern bezogen.
Wahrscheinlich wird er deshalb gerade von Homosexuellen - auch unter
ehemaligen Theologen wie David Berger - so gehasst.
Ihre Legende vom frommen Katholiken, der ja nur Reformen in der Kirche
voranbringen will, wird zunehmend lächerlich, Herr Fischer.
Mit Phänomenen wie bestimmte Strömungen des Säkularismus
und Befreiungstheologie kann man auch anders umgehen als nur auf
radikale Distanzierung zu setzten.
Der apologetische Ansatz, der so weit wie möglich den anderen zu
verstehen trachtet, hat ebenfalls seine Berechtigung. Man muss hier
äußerst kontextsensibel agieren.
Geschulter Glaube weiß auch im Trüben Licht und Schatten zu unterscheiden.
Er kann bisweilen ein gutes Stück Weges mit dem Fremden gehen und
dabei die Brüchigkeit der eigenen Identität erkennen, ohne
jedoch das Wertvolle des Eigenen zu verlieren und die Wahrheit um eines
billigen Scheinfriedens willen preiszugeben.
"Was immer Papst Benedikt XVI. außer dem Schwinden seiner
physischen Kräfte bewogen haben könnte, in einem historisch
einmaligen Schritt sein Amt aufzugeben..."
Bereits im 13. Jh. trat der später heilig gesprochene
Einsiedlerpapast Coelestin V. von seinem Pontifikat zurück, wie
übrigens vor dem Hintergrund der aktuellen Amtsaufhabe immer wieder
berichtet wurde.
Hier im Forum ist immer wieder das Argument zu lesen, die Kirche
dürfe sich nicht dem Relativismus hingeben. Das ist richtig. Aber
was heißt das? Die Kirche hat sich immer verändert. Sie wird
das auch weiter tun. Und sie muss das auch tun. Sonst würden noch
Hexen verbrannt.
Also Ihr lieben Hardcore-Katholiken: Habt Mut zur Veränderung. Das
geht auch ohne Relativierung.
Herr Fischer - Relativismus, Sie fragen "Aber was heißt das?"
Es sind wohl immer genau die Positionen, die nicht der jeweils aktuellen Interpretation biblischer Texte entsprechen… Die Auslegung der Texte ist aber eine weitgehend um sich selbst kreisende Veranstaltung. Andere Religionen können das ebenso gut. Ein Islam"wissenschaftler" wird Ihnen haarklein herleiten können, warum der Koran das authentische Wort Gottes enthält. Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, dass religiöse Wahrheit eine Frage der Geographie ist. Am Ende bleibt die Wahl zwischen einer totalitären Ordnung, die nur eine Wahrheit akzeptiert, oder einer pluralistischen Ordnung, in der die Anerkennung mehrerer offenbarter, aber teilweise widersprüchlicher Lehren zwingend zu deren Relativierung führt. Da die Zeit der Gottesstaaten zu Ende geht, bleibt den Religionen nur, ihre Lehren in Zukunft auf ein breiteres Fundament objektiv überprüfbarer Fakten zu stellen. Mit ein paar alten Texten zweifelhafter Herkunft können Sie heute kein global vernetztes Publikum mehr überzeugen.
Da zeigt sich wieder einmal ihr rein taktisches Verhältnis zur Wahrheit, Herr Fischer
Sie führen irgendwelche mir völlig unbekannte Studien an -
wobei sie die Dreistheit besitzen, "Ihnen bekannte Studien"
zu schreiben - und unterstellen so ganz nebenbei, die Hälfte der
katholischen Priester seien homosexuell und letztendlich wohl auch
pädophil. So arbeitet man in einem totalitären Regime, Herr
Fischer. Ihre Argumentationstechnik ist durch und durch unseriös,
beleidigend, herabsetzend und denunziatorisch.
Mich interessieren Spekulationen über die sexuelle Ausrichtung von
Priestern überhaupt nicht, sondern nur, ob ein Priester das
Zölibat ernst nimmt und sich an seinen Eid hält. Kann er das
nicht, muss er die Konsequenzen ziehen und aus dem Amt ausscheiden.
Ach, Herr Vormbaum, wenn stimmte, was Sie hier schreiben, dann hätte,
> Generalvikar Jaschke Herrn Berger sofort widersprochen,
> das Magazin "Panorama" seinerzeit nicht Details zum
homosexuellen Nachtleben katholischer Geistlicher in Rom ermittelt und
> die Diözese Rom angesichts dieser Enthüllungen nicht
eingeräumt, man könne nicht nur von Einzelfällen
homosexueller Geistlicher sprechen.
Wenn Sie "homosexuelle Geistliche" googeln stoßen Sie
auf die Ihnen bekannten Studien, wonach der Anteil zwar im allgemeinen
nur bei 10% liegt, aber der Anteil homosexueller Geistlicher in der
kath. Kirche bei 25 bis 40% ist und Ausbilder in kath.
priesterausbildungsstätten von 50% ausgehen.
Wer das unbefangen zur Kenntnis nimmt, dem wird vieles klar. Aber
verschließen Sie nur weiter die Augen vor der Realität :)
Schön wär's aber, wenn Sie meine Fragen zu der katholischen
Doppelmoral beantworten könnten. Sie können hierbei
Homosexuelle zunächst ausklammern und sagen, warum
Kindesvergewaltiger bleiben dürfen, heiratende Priester aber gehen
müssen. Wissen Sie's?
Herr Fischer, Herr Berger ist doch alles andere als glaubwürdig
Es sind doch Leute wie Herr David Berger, die ihr Amt in der Katholische
Kirchen für ihre sexuellen Neigungen mißbraucht haben. Nicht
umsonst wurde ihm die Lehrerlaubnis noch im Pontifikat Papst Johannes
Paul II. entzogen. Auf die Anschuldigungen solcher Leute muss man nicht
näher eingehen, das wäre nur widerlich.
Inhaltlich haben Sie nichts zu bieten außer Unterstellungen.
Wird, Herr Vormbaum, die Position zur Ehe nicht dadurch verwässert, dass der Vatikan ganz offen
homosexuelle Beziehungen von Kardinälen zu deren jungen
Privatsekretären duldet - wie jüngst der kath. Theologe Berger
unwidersprochen im Beisein des Hamburger Generalvikars Jaschke bei
"Beckmann" beschrieb? Oder dadurch, dass zwar ein eine Frau
heiratender Geistlicher exkommuniziert wird, ein mit seinem
Privatsekretär verkehrender Kardinal jedoch nicht, ja nicht einmal
ein Geistlicher, der Kinder missbraucht?
Können Sie dem Forum erklären, warum exkommuniziert wird, wer
eine Frau heiratet, aber bleiben darf, wer homosexuell ist oder gar
Kinder vergewaltigt? Sehen Sie da keinen Wertungswiderspruch? Oder
zumindest Doppelmoral?
@Ralf Vormbaum: Das übertrifft der Relativismus noch bei weitem
wenn es darum geht die Gleichberechtigung der gleichgeschlechtlichen Gemeinschaften über ein Adoptionsrecht herzustellen. Was dabei aber völlig ausser Acht gelassen wird sind die Hauptbetroffenen: die Kinder, die fragt nämlich niemand ob sie mit zwei Müttern oder zwei Vätern aufwachsen wollen.
"Aber was heißt das?"
Ganz einfach, Herr Fischer, dass man z.B. die Positionen zur Ehe nicht verwässert.
Die nachstehenden Erwägungen der Kongregation für die
Glaubenslehre wurden übrigens von Papst Johannes Paul II. 2003 approbiert.
4. … Die Ehe ist heilig, während die homosexuellen
Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen. Denn
bei den homosexuellen Handlungen bleibt « die Weitergabe des
Lebens [...] beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht
einer wahren affektiven und geschlechtlichen
Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen »
...
"8. … Die homosexuellen Lebensgemeinschaften erfüllen
auch nicht in einem weiteren analogen Sinn die Aufgaben, deretwegen Ehe
und Familie eine eigene qualifizierte Anerkennung verdienen. Es gibt
jedoch gute Gründe zur Annahme, dass diese Lebensgemeinschaften
für die gesunde Entwicklung der menschlichen Gesellschaft
schädlich sind, vor allem wenn ihr tatsächlicher Einfluss auf
das soziale Gewebe zunehmen würde."
Ein deutscher Papst gibt auf mangels Fuehrungsstaerke
Wer wusste nicht schon immer, dass Ratzinger etwas weltfremd war? Wer liess sich von ihm schon etwas sagen? Was das aber nicht auch nunmehr typisch deutsch? Sein heisst nicht Haben und auch nicht Machen.
Das Zitat des juengeren Ratzinger,auf das Sie hinweisen , fuehrte
Ratzinger spaeter notwendig auf die Frage,was denn die Kirche
lehre,wolle sie sich nicht ins regionale Allerlei aufloesen. Ohne diese
Reflexion waere Ratzinger in eine Art kuengscher Eigentlichkeit verfallen.
Dass die Regensburger Rede so noetig wie gut war, ist nur dann
abzuweisen, wenn man vor lauter Diplomatie die Sache vergisst.Nichts
fuer ungut.
Missverständliche Äusserungen seien der rote Faden
wird da behauptet, und die Regensburger Rede als Beispiel angeführt. Klar, wer eine solche Rede auf eine 130 Zeichen Twittermeldung reduziert kann zu solch einer irrigen Annahme kommen. Wer sie sich aber komplett durchliest, kommt zu dem genau umgekehrten Schluß. Im Gegensatz zu zu unseren Politiker-doktoranten ist das Zitat auch klar als solches gekenzeichnet gewesen. Natürlich gibt es viele, die aus politischen Gründen falsch verstehen wollen. Viele wünschen sich eben eine politisch korrekte Kirche, diesen Gefallen hat ihnen Johannes Paul genausowenig gemacht wie Benedikt und das ist auch gut so.
Ein Mann Gottes zu sein ist etwas anderes, als ein Mann des Klerus zu sein.
Das leider _ewige_ Problem der Kirche ist, daß sie es Unwürdigen zu leicht macht, in ihr selbst Karriere zu machen. Sozialprestige, Wohlstand, Einfluss - das, was den Priester ganz nebenbei auszeichnet - dieser Mix ist eine Einladung an alle, die gerne dünne Bretter bohren, für Führungspositionen alles andere als geeignet sind und sich nebenbei gern die Eier schaukeln. Und wenn man dann gelegentlich auch noch _Geld_ angeboten bekommt ... Besonders in Italien, wo Korruption und Nepotismus "irgendwie" dazugehören. Der Mann Gottes Ratzinger (ich glaube tatsächlich, daß er einer ist) an der Spitze eines _Klerus_, der seit Generationen alles Mögliche im Sinn hatte, nur nicht das Wort Gottes zu verkünden - und gelegentlich mit gutem Beispiel voran zu gehen.
"Dazu reichte seine Kraft nicht"
Joseph Ratzinger hat früh erkannt, dass Reformen dann in eine Sackgasse führen, wenn sie zu einem Glaubensrelativismus führen, der den Blick auf das Wesentliche, den Glauben an Gott verstellt. Die 68er Bewegung hat dem jungen Theologen Ratzinger die Gefahren des heraufziehenden Zeitgeistes heutiger Prägung sehr deutlich vor Augen geführt, der alles in den Sog eines doktrinären Säkularismus hineinzieht und so das Christentum ins Heidnische auflöst. Insofern darf man die große Leistung Papst Benedikts XVI. auch darin sehen, diese unheilvollen Strömungen in der Kirche konsequent eingedämmt und damit das Wesen der Katholischen Kirche bewahrt zu haben. Zudem hatte Joseph Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation die Auseinandersetzung mit der in Lateinamerika aufkommenden marxistischen Befreiungstheologie zu führen, was die Kirche gerade in diesen Ländern schwer belastet hat. Auch hier sind seine Verdienste um die Einheit des katholischen Glaubens unbestritten.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 21:58 UhrWas heißt das, Herr Tamago? Was sind "die Wurzeln der Kirche"?
Alles nur Phrasen.
Ja, Herr Fischer, die Kirche wird sich bewegen müssen,
aber nicht hin zum Relativismus, sondern zu ihren Wurzeln.
Alles andere würde sie atomisieren. Benedikt XVI zeigte den Weg.
Hoffentlich führt der Nachfolger die katholische Kirche auf diesen Weg.
Träumen Sie weiter. Herr Vormbaum :) Irgendwann wird sich die Kirche bewegen (müssen).
...
nam ist Stellvertreter Gottes auf der Erde - oder eben nicht. ein
bischen schwanger geht nicht. Gott dankt auch nicht ab - da ist ja auch
keiner der direkt danach kommen könnte.
Soviel Elend auf der Welt und die Katholen drehen sich um alte
Männer, die Elend über die amen Menschen bringen.
Die besten Vorsätze allein genügen nicht
Ich glaube, dass die religioesen Lehren zwischenzeitlich im Vatikan eine Untergeordnete Rolle spielen, dass andere administrative Dinge und die Bemühung sich finanziell zu bereichern Überhand genommen haben. Sicher gibt es noch die Zeremonien und Traditionen, die man unverändert aufrecht erhält, aber ich möchte nicht wissen wie es hinter diesen Mauern abgeht. Vermute nicht nur einen Judas und jede Menge Scheinheilige. Gegen Judas ist nichts zu sagen, es sei denn er gefährdet oder verletzt durch sein Verhalten andere und das gehört bestraft. Diese Bestrafung ist nach meinem Kenntnisstand damals versäumt worden oder dieser Teil der Geschichte wurde mir nicht übermittelt. Wie auch immer, die Kirche wird ja auch in Deutschland für alle möglichen Sammelaktionen vorgeschoben, ohne dass man weiß wo das Geld. Es sollte auch dort eingesetzt werden, wo es gesammelt wird, zumindest zum Teil.
Danke für diese sachliche Analyse, Herr Deckers, deren Ergebnis allerdings niederschmetternd ist.
Dieser Papst hat der Kirche schon als Präfekt der
Glaubenskongregation - also seit nun mehr als 30 Jahren - schwer
geschadet. Weniger ein Denker als ein stillstehender und beharrender Theoretiker.
Jetzt muss noch der von diesem erzkonservativen und
rückwärtsgewandten Verhinderer als Präfekt der
Glaubenskongregation erst im Sommer eingesetzte Regensburger Bischof
Müller sein wichtiges Amt verlieren, damit sich die unselige
Tradition von Ratzinger nicht ein viertes Jahrzehnt fortsetzt. Wir
erinnern uns: Müller ist jener Mann, der jüngst allen Ernstes
eine Pogromstimmung gegen Katholiken ausmachen zu können annahm...
Gilt das auch für per Missbrauch und Vergewaltigung entrechtete und unterdrückte Kinder, Frau
Holtmann? Natùrlich. Und ich weiß, dass Sie das auch so sehen.
Aber: Wie will die Kirche überzeugen, wenn sie ihren eigenen Laden
nicht nach jenen Maßstäben betreibt, die sie den Menschen anempfiehlt?
Gerade den neuen Präfekten der Glaubenskongregation, lieber Herr Fischer,
beurteile ich ganz anders als Sie (welche Überraschung).
Gewiss, der Bischof hat schon bewiesen, dass er nicht bereit ist, die
Lehre der Kirche um der Harmonie willen zu verwässern und die Werte
der Kirche auf dem Altar des Zeitgeistes zu opfern (Aufhebung des
Zölibats, Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften
usw.). Dafür bin ich ihm dankbar.
Der Bischof ist aber auch ein Mensch, der die Kirche im Dienst der Armen
der Welt sieht. Als Freund des Befreiungstheologen Gustavo
Gutiérrez weiß er, dass die Kirche sich als Verbündete
der Armen im Kampf gegen Ausbeutung, Entrechtung und Unterdrückung
verstehen muss.
überfällt einem beim Leser dieser Einschätzung. Ein sich ständig "von oben" reproduzierendes System der Macht alter Männer. Reminiszenz an das erzkommunistische Moskau kann man nicht unterdrücken. Ratzinger war zu früh ? Der Druck auf die Kurie noch zu gering ? Da müssen wohl noch ein paar kräftige Skandale mehr auf die Bühne geraten, ehe die römische Kuriendekadenz an sich selber zu ersticken droht. Was bleibt ? Herr Ratzinger, eine tragische deutsche Figur, der Resignation zur "Erneuerung" gereicht.
"Sein Aufsatz ist ungebrochen aktuell. Umsetzen konnte er im Amt wenig."(FAZnet)
So ist es schon mal einem Wanderprediger ergangen, dessen Ethik und
dessen Menschenbild ungebrochen aktuell sind. Umsetzen davon konnten
seine Nachfolger und Stellvertreter im Amte wenig.
@Richard Löwe: Verfehlte Nachfolge
"Benedikt war ein würdiger Nachfolger Petrus'."(Löwe)
Herr Ratzinger mag dem Petrus "würdig" nachgefolgt sein.
Das lasse ich mal so stehen.
Es wäre aber besser gewesen, wenn er dem Mann aus Nazareth
"menschlich" nachgefolgt wäre.
Glaube, Liebe, Hoffnung
von diesen dreien ist die Hoffnung doch die realste, auch wenn die Liebe die größte ist. Benedikt war ein würdiger Nachfolger Petrus'.
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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