Home
http://www.faz.net/-hpb-76zwt
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Benedikt XVI. Das Vermächtnis des Papstes

 ·  1969 hat ein junger Theologe auf die Überlastung des Papstes hingewiesen - es war Joseph Ratzinger. Sein Aufsatz ist ungebrochen aktuell. Umsetzen konnte er im Amt wenig. Dazu reichte seine Kraft nicht. Benedikts Nachfolger ist es aufgegeben, dessen Vermächtnis mit Leben zu erfüllen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (34)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Wilhelm Kratochwil
Wilhelm Kratochwil (wrkp) - 22.02.2013 16:19 Uhr

Homosexualität in.... (3. Fortsetzung)

Ich habe in meinem neuen Buch "RAUS AUS DEM RELIGIÖSEN TERTIÄR !" dargestellt, wie intellektuell brüchig die Lehren der christlichen Konfessionen sind, und einen Versuch einer solchen Ethik anstatt des von mir fundamental kritisierten Dekalogs gemacht. Mein Versuch wird heute schon zur Fortbildung der Ethiklehrer in Brandenburg und Berlin verwendet. Ich wünschte mir, auch andere Bundesländer wären so fortschrittlich, und führten statt eines Religionsunterrichts besser ein obligatorisches Fach "Ethik" ein; wer den Religionsunterricht besuchen will, soll das privat tun. Der Staat ist kein Büttel von Kirchen - oder? Schließlich gilt in der BRD die positive, aber auch die negative Religionsfreiheit. Zwangsweiser Unterricht in konfessioneller Voreingenommenheit, die vor wissenschaftlichen Argumenten nicht bestehen kann, wie ich darlege, paßt nicht in unsere Zeit, aber ein Zusammenleben der Menschen in Frieden und Freiheit ist nur bei Beachtung einer verbindlichen Ethik möglich.

Empfehlen
Wilhelm Kratochwil
Wilhelm Kratochwil (wrkp) - 22.02.2013 16:13 Uhr

Homosexualität in.... (2. Fortsetzung)

Die - gefälschte - "Prophezeihung des Malachias" sagt voraus, der Nachfolger Benedikts XVI. würde der letzte Papst der Kirchengeschichte sein. Da die Schlan-gengrube Vatikan nach meiner Meinung nicht reformierbar ist, wäre das wohl ein Fortschritt. Da die evangelische Kirche Deutschlands nicht besser ist, laßt uns beide abschaffen und stattdessen in den Schulen eine erneuerte, sozialpsycholo-gisch fundierte und humane Ethik unterrichten, die sich nicht mit solchen peanuts wie Kondomen und Pillen beschäftigt, sondern die wirklichen Probleme der Jetzt-zeit behandelt: Raubtierkapitalismus, der die Welt innerhalb eines Jahrzehnts in 2 Krisen stürzte, schuldrige Schuldenpolitik aller Regierungen, Umweltprobleme,
Armut und Hunger auf der Welt usw., vor allem den als "Freiheit" bemäntelten überbordenden Egoismus, der alle sozialen Beziehungen stört.

(3. Forts. folgt)

Empfehlen
Wilhelm Kratochwil
Wilhelm Kratochwil (wrkp) - 22.02.2013 16:05 Uhr

Fortsetzung: Homosexualität in .....

Die evangelische Kirche Deutschlands ist in meinen Augen noch einen Schritt verkommener als die Homos im Vatikan: sie toleriert ganz offiziell homosexuelle Pastoren, und versucht in einer wachsweichen Schrift, die Bibel mit dem permissiven Zeitgeist zu vermischen, obwohl Paulus "Unzüchtige, Knabenschänder...." in 1. Kor. 6, 9 - 10 sowie die "Früchte des Fleisches" in Gal. 5, 19 - 21 ablehnte. Wie will ein evangelischer Pastor noch glaubwürdig etwas ver-kündigen, wenn er selbst das Gegenteil tut, wie will eine ganze Kirche das begründen?

Oftmals ist die von katholischen Priestern praktizierte Homosexualität auf den Zölibat zurückgeführt worden. Doch kommen mir daran langsam Zweifel, weil protestantische Pastoren ja seit jeher heiraten dürfen, und - wie der vorherige Absatz zeigt - deren Kirche die Homosexualität sogar offen toleriert, ohne zu bedenken, daß solche Amtsträger ebenso eine Gefahr für Minderjährige sind, wie katholische Amtsträger, die es heimlich taten.

(2. Forts. )

Empfehlen
Wilhelm Kratochwil
Wilhelm Kratochwil (wrkp) - 22.02.2013 15:44 Uhr

Homosexualität in höchsten Vatikankreisen

Es ist traurig, daß ausgerechnet der Papst, der nach jahrhunderetelanger Vertuschung (auch durch seinen "charismatischen" Vorgänger Johannes Paul II.!) endlich gegen Kinderschänder und Homosexuelle in den eigenen Reihen vorgegangen ist - wofür der jetzige Großinquisitor
und gescheiterte Bischof von Regensburg Karl Ludwig Müller kein Verständnis hat - an eben diesem Problem letztlich gescheitert ist. Daß dieser Saustall über seine Kräfte ging, ist leicht verständlich, wenn man die Intrigen im obersten Führungsklüngel mitbedenkt. Dazu ist Josef Ratzinger zu gerade, als daß er das hingenomnmen hätte. Hierzu eine eigene Beobachtung:
ein junger gutaussehender Aufseher in den Stanzen des Raffael bot sich einem Freund von mir unmißverständlich zum Sex an, nur weil er ihn freundlich etwas gefragt hatte.

(Fortsetzung 1folgt)

Empfehlen
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 19.02.2013 11:15 Uhr

Papstkritik, zu früh und zu unpräzise

Für die ist es noch viel zu früh ! Jetzt leben Einige nur ihr Dafür oder ihr Dagegen aus, das aber historisch, allein durch die tendenziösen Motive, völlig belanglos ist. Geschichte wird immern nur an nachprüfbaren Tatsachen richtig geschrieben: Zeitzeugen mit einer Häufung einschlägiger Aussagen und -ganz schlicht- anhand von Schriftstücken. Historienschreiberei ohne Dokumente, ist nur Prosa. Auch hier wieder, völlig unzulässig, dafür oder dagegen, wie es beliebt. Ausgewertet werden muss alles, was Benedikt je schrieb, was jeder Kollege darüber denkt, immer im Kontext der Zeit. Von seiner Rolle im WK II. spricht keiner, weil
die sich nie damit beschäftigt haben. Auch so ein Hinweis auf fehlende Ernsthaftigkeit und Ver-
fühung.

Empfehlen
Closed via SSO

Ratzinger verantwortet mit, dass Kindesvergewaltiger und homosexuelle Geistliche bleiben dürfen,

demgegenüber aber jener Priester gehen muss, der eine Frau heiratet. Respektiert die kath. Kirche auf diese Weise die Ehe?

Ich kann diese Doppelmoral nicht nachvollziehen. Selbst von hartgesottenen und unverbesserlichen Katholiken, die sonst um keine Ausrede verlegen sind, habe ich hierfür noch keine Erklärung gehört. Hieran wird sich nichts ändern. Oder doch?

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 14:51 Uhr
Closed via SSO

Auch Sie, Herr Vormbaum, können diese Doppelmoral also nicht erklären.

Aber warum macht Ihnen das eigentlich keine Sorgen?

Klar hat Ratzinger "Position bezogen". Aber gehandelt hat er nicht - wie wir alle wissen.

Empfehlen
Closed via SSO

Unwahrheiten werden dadurch nicht wahrer, dass man sie immer wieder verbreitet, Herr Fischer

Papst Benedikt XVI. hat immer eine klare Position zu pädophilen Priestern bezogen.

Wahrscheinlich wird er deshalb gerade von Homosexuellen - auch unter ehemaligen Theologen wie David Berger - so gehasst.

Ihre Legende vom frommen Katholiken, der ja nur Reformen in der Kirche voranbringen will, wird zunehmend lächerlich, Herr Fischer.

Empfehlen
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 18.02.2013 02:07 Uhr

Historisch einmalig

"Was immer Papst Benedikt XVI. außer dem Schwinden seiner physischen Kräfte bewogen haben könnte, in einem historisch einmaligen Schritt sein Amt aufzugeben..."

Bereits im 13. Jh. trat der später heilig gesprochene Einsiedlerpapast Coelestin V. von seinem Pontifikat zurück, wie übrigens vor dem Hintergrund der aktuellen Amtsaufhabe immer wieder berichtet wurde.

Empfehlen
Closed via SSO

Relativismus ist relativ.

Hier im Forum ist immer wieder das Argument zu lesen, die Kirche dürfe sich nicht dem Relativismus hingeben. Das ist richtig. Aber was heißt das? Die Kirche hat sich immer verändert. Sie wird das auch weiter tun. Und sie muss das auch tun. Sonst würden noch Hexen verbrannt.

Also Ihr lieben Hardcore-Katholiken: Habt Mut zur Veränderung. Das geht auch ohne Relativierung.

Empfehlen
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 12:41 Uhr
Closed via SSO

Da zeigt sich wieder einmal ihr rein taktisches Verhältnis zur Wahrheit, Herr Fischer

Sie führen irgendwelche mir völlig unbekannte Studien an - wobei sie die Dreistheit besitzen, "Ihnen bekannte Studien" zu schreiben - und unterstellen so ganz nebenbei, die Hälfte der katholischen Priester seien homosexuell und letztendlich wohl auch pädophil. So arbeitet man in einem totalitären Regime, Herr Fischer. Ihre Argumentationstechnik ist durch und durch unseriös, beleidigend, herabsetzend und denunziatorisch.

Mich interessieren Spekulationen über die sexuelle Ausrichtung von Priestern überhaupt nicht, sondern nur, ob ein Priester das Zölibat ernst nimmt und sich an seinen Eid hält. Kann er das nicht, muss er die Konsequenzen ziehen und aus dem Amt ausscheiden.

Empfehlen
Closed via SSO

Ach, Herr Vormbaum, wenn stimmte, was Sie hier schreiben, dann hätte,

> Generalvikar Jaschke Herrn Berger sofort widersprochen,
> das Magazin "Panorama" seinerzeit nicht Details zum homosexuellen Nachtleben katholischer Geistlicher in Rom ermittelt und
> die Diözese Rom angesichts dieser Enthüllungen nicht eingeräumt, man könne nicht nur von Einzelfällen homosexueller Geistlicher sprechen.

Wenn Sie "homosexuelle Geistliche" googeln stoßen Sie auf die Ihnen bekannten Studien, wonach der Anteil zwar im allgemeinen nur bei 10% liegt, aber der Anteil homosexueller Geistlicher in der kath. Kirche bei 25 bis 40% ist und Ausbilder in kath. priesterausbildungsstätten von 50% ausgehen.

Wer das unbefangen zur Kenntnis nimmt, dem wird vieles klar. Aber verschließen Sie nur weiter die Augen vor der Realität :) Schön wär's aber, wenn Sie meine Fragen zu der katholischen Doppelmoral beantworten könnten. Sie können hierbei Homosexuelle zunächst ausklammern und sagen, warum Kindesvergewaltiger bleiben dürfen, heiratende Priester aber gehen müssen. Wissen Sie's?

Empfehlen
Closed via SSO

Herr Fischer, Herr Berger ist doch alles andere als glaubwürdig

Es sind doch Leute wie Herr David Berger, die ihr Amt in der Katholische Kirchen für ihre sexuellen Neigungen mißbraucht haben. Nicht umsonst wurde ihm die Lehrerlaubnis noch im Pontifikat Papst Johannes Paul II. entzogen. Auf die Anschuldigungen solcher Leute muss man nicht näher eingehen, das wäre nur widerlich.

Inhaltlich haben Sie nichts zu bieten außer Unterstellungen.

Empfehlen
Closed via SSO

Wird, Herr Vormbaum, die Position zur Ehe nicht dadurch verwässert, dass der Vatikan ganz offen

homosexuelle Beziehungen von Kardinälen zu deren jungen Privatsekretären duldet - wie jüngst der kath. Theologe Berger unwidersprochen im Beisein des Hamburger Generalvikars Jaschke bei "Beckmann" beschrieb? Oder dadurch, dass zwar ein eine Frau heiratender Geistlicher exkommuniziert wird, ein mit seinem Privatsekretär verkehrender Kardinal jedoch nicht, ja nicht einmal ein Geistlicher, der Kinder missbraucht?

Können Sie dem Forum erklären, warum exkommuniziert wird, wer eine Frau heiratet, aber bleiben darf, wer homosexuell ist oder gar Kinder vergewaltigt? Sehen Sie da keinen Wertungswiderspruch? Oder zumindest Doppelmoral?

Empfehlen
Andreas Seidl
Andreas Seidl (ASeidl) - 18.02.2013 09:31 Uhr

@Ralf Vormbaum: Das übertrifft der Relativismus noch bei weitem

wenn es darum geht die Gleichberechtigung der gleichgeschlechtlichen Gemeinschaften über ein Adoptionsrecht herzustellen. Was dabei aber völlig ausser Acht gelassen wird sind die Hauptbetroffenen: die Kinder, die fragt nämlich niemand ob sie mit zwei Müttern oder zwei Vätern aufwachsen wollen.

Empfehlen
Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Closed via SSO

"Aber was heißt das?"

Ganz einfach, Herr Fischer, dass man z.B. die Positionen zur Ehe nicht verwässert.

Die nachstehenden Erwägungen der Kongregation für die Glaubenslehre wurden übrigens von Papst Johannes Paul II. 2003 approbiert.

4. … Die Ehe ist heilig, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen. Denn bei den homosexuellen Handlungen bleibt « die Weitergabe des Lebens [...] beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen »

...

"8. … Die homosexuellen Lebensgemeinschaften erfüllen auch nicht in einem weiteren analogen Sinn die Aufgaben, deretwegen Ehe und Familie eine eigene qualifizierte Anerkennung verdienen. Es gibt jedoch gute Gründe zur Annahme, dass diese Lebensgemeinschaften für die gesunde Entwicklung der menschlichen Gesellschaft schädlich sind, vor allem wenn ihr tatsächlicher Einfluss auf das soziale Gewebe zunehmen würde."

Empfehlen
fritz Teich

Ein deutscher Papst gibt auf mangels Fuehrungsstaerke

Wer wusste nicht schon immer, dass Ratzinger etwas weltfremd war? Wer liess sich von ihm schon etwas sagen? Was das aber nicht auch nunmehr typisch deutsch? Sein heisst nicht Haben und auch nicht Machen.

Empfehlen
paul brandt
paul brandt (stromtid) - 17.02.2013 20:49 Uhr

Einheit der Kirche

Das Zitat des juengeren Ratzinger,auf das Sie hinweisen , fuehrte Ratzinger spaeter notwendig auf die Frage,was denn die Kirche lehre,wolle sie sich nicht ins regionale Allerlei aufloesen. Ohne diese Reflexion waere Ratzinger in eine Art kuengscher Eigentlichkeit verfallen.
Dass die Regensburger Rede so noetig wie gut war, ist nur dann abzuweisen, wenn man vor lauter Diplomatie die Sache vergisst.Nichts fuer ungut.

Empfehlen
Andreas Seidl
Andreas Seidl (ASeidl) - 17.02.2013 20:26 Uhr

Missverständliche Äusserungen seien der rote Faden

wird da behauptet, und die Regensburger Rede als Beispiel angeführt. Klar, wer eine solche Rede auf eine 130 Zeichen Twittermeldung reduziert kann zu solch einer irrigen Annahme kommen. Wer sie sich aber komplett durchliest, kommt zu dem genau umgekehrten Schluß. Im Gegensatz zu zu unseren Politiker-doktoranten ist das Zitat auch klar als solches gekenzeichnet gewesen. Natürlich gibt es viele, die aus politischen Gründen falsch verstehen wollen. Viele wünschen sich eben eine politisch korrekte Kirche, diesen Gefallen hat ihnen Johannes Paul genausowenig gemacht wie Benedikt und das ist auch gut so.

Empfehlen
Hermann Goedel

Ein Mann Gottes zu sein ist etwas anderes, als ein Mann des Klerus zu sein.

Das leider _ewige_ Problem der Kirche ist, daß sie es Unwürdigen zu leicht macht, in ihr selbst Karriere zu machen. Sozialprestige, Wohlstand, Einfluss - das, was den Priester ganz nebenbei auszeichnet - dieser Mix ist eine Einladung an alle, die gerne dünne Bretter bohren, für Führungspositionen alles andere als geeignet sind und sich nebenbei gern die Eier schaukeln. Und wenn man dann gelegentlich auch noch _Geld_ angeboten bekommt ... Besonders in Italien, wo Korruption und Nepotismus "irgendwie" dazugehören. Der Mann Gottes Ratzinger (ich glaube tatsächlich, daß er einer ist) an der Spitze eines _Klerus_, der seit Generationen alles Mögliche im Sinn hatte, nur nicht das Wort Gottes zu verkünden - und gelegentlich mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Empfehlen
Closed via SSO

"Dazu reichte seine Kraft nicht"

Joseph Ratzinger hat früh erkannt, dass Reformen dann in eine Sackgasse führen, wenn sie zu einem Glaubensrelativismus führen, der den Blick auf das Wesentliche, den Glauben an Gott verstellt. Die 68er Bewegung hat dem jungen Theologen Ratzinger die Gefahren des heraufziehenden Zeitgeistes heutiger Prägung sehr deutlich vor Augen geführt, der alles in den Sog eines doktrinären Säkularismus hineinzieht und so das Christentum ins Heidnische auflöst. Insofern darf man die große Leistung Papst Benedikts XVI. auch darin sehen, diese unheilvollen Strömungen in der Kirche konsequent eingedämmt und damit das Wesen der Katholischen Kirche bewahrt zu haben. Zudem hatte Joseph Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation die Auseinandersetzung mit der in Lateinamerika aufkommenden marxistischen Befreiungstheologie zu führen, was die Kirche gerade in diesen Ländern schwer belastet hat. Auch hier sind seine Verdienste um die Einheit des katholischen Glaubens unbestritten.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 21:58 Uhr
Closed via SSO

Was heißt das, Herr Tamago? Was sind "die Wurzeln der Kirche"?

Alles nur Phrasen.

Empfehlen
Richard Löwe

@Chi Tamago

Amen.

Empfehlen
Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 17.02.2013 20:38 Uhr

Ja, Herr Fischer, die Kirche wird sich bewegen müssen,

aber nicht hin zum Relativismus, sondern zu ihren Wurzeln.
Alles andere würde sie atomisieren. Benedikt XVI zeigte den Weg. Hoffentlich führt der Nachfolger die katholische Kirche auf diesen Weg.

Empfehlen
Closed via SSO

Träumen Sie weiter. Herr Vormbaum :) Irgendwann wird sich die Kirche bewegen (müssen).

...

Empfehlen
Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 17.02.2013 19:12 Uhr

Entweder

nam ist Stellvertreter Gottes auf der Erde - oder eben nicht. ein bischen schwanger geht nicht. Gott dankt auch nicht ab - da ist ja auch keiner der direkt danach kommen könnte.

Soviel Elend auf der Welt und die Katholen drehen sich um alte Männer, die Elend über die amen Menschen bringen.

Empfehlen
Lieschen Müller

Die besten Vorsätze allein genügen nicht

Ich glaube, dass die religioesen Lehren zwischenzeitlich im Vatikan eine Untergeordnete Rolle spielen, dass andere administrative Dinge und die Bemühung sich finanziell zu bereichern Überhand genommen haben. Sicher gibt es noch die Zeremonien und Traditionen, die man unverändert aufrecht erhält, aber ich möchte nicht wissen wie es hinter diesen Mauern abgeht. Vermute nicht nur einen Judas und jede Menge Scheinheilige. Gegen Judas ist nichts zu sagen, es sei denn er gefährdet oder verletzt durch sein Verhalten andere und das gehört bestraft. Diese Bestrafung ist nach meinem Kenntnisstand damals versäumt worden oder dieser Teil der Geschichte wurde mir nicht übermittelt. Wie auch immer, die Kirche wird ja auch in Deutschland für alle möglichen Sammelaktionen vorgeschoben, ohne dass man weiß wo das Geld. Es sollte auch dort eingesetzt werden, wo es gesammelt wird, zumindest zum Teil.

Empfehlen
Closed via SSO

Danke für diese sachliche Analyse, Herr Deckers, deren Ergebnis allerdings niederschmetternd ist.

Dieser Papst hat der Kirche schon als Präfekt der Glaubenskongregation - also seit nun mehr als 30 Jahren - schwer geschadet. Weniger ein Denker als ein stillstehender und beharrender Theoretiker.

Jetzt muss noch der von diesem erzkonservativen und rückwärtsgewandten Verhinderer als Präfekt der Glaubenskongregation erst im Sommer eingesetzte Regensburger Bischof Müller sein wichtiges Amt verlieren, damit sich die unselige Tradition von Ratzinger nicht ein viertes Jahrzehnt fortsetzt. Wir erinnern uns: Müller ist jener Mann, der jüngst allen Ernstes eine Pogromstimmung gegen Katholiken ausmachen zu können annahm...

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 21:50 Uhr
Closed via SSO

Gilt das auch für per Missbrauch und Vergewaltigung entrechtete und unterdrückte Kinder, Frau

Holtmann? Natùrlich. Und ich weiß, dass Sie das auch so sehen.

Aber: Wie will die Kirche überzeugen, wenn sie ihren eigenen Laden nicht nach jenen Maßstäben betreibt, die sie den Menschen anempfiehlt?

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Gerade den neuen Präfekten der Glaubenskongregation, lieber Herr Fischer,

beurteile ich ganz anders als Sie (welche Überraschung).

Gewiss, der Bischof hat schon bewiesen, dass er nicht bereit ist, die Lehre der Kirche um der Harmonie willen zu verwässern und die Werte der Kirche auf dem Altar des Zeitgeistes zu opfern (Aufhebung des Zölibats, Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften usw.). Dafür bin ich ihm dankbar.

Der Bischof ist aber auch ein Mensch, der die Kirche im Dienst der Armen der Welt sieht. Als Freund des Befreiungstheologen Gustavo Gutiérrez weiß er, dass die Kirche sich als Verbündete der Armen im Kampf gegen Ausbeutung, Entrechtung und Unterdrückung verstehen muss.

Empfehlen
Closed via SSO

Das blanke Grauen ...

überfällt einem beim Leser dieser Einschätzung. Ein sich ständig "von oben" reproduzierendes System der Macht alter Männer. Reminiszenz an das erzkommunistische Moskau kann man nicht unterdrücken. Ratzinger war zu früh ? Der Druck auf die Kurie noch zu gering ? Da müssen wohl noch ein paar kräftige Skandale mehr auf die Bühne geraten, ehe die römische Kuriendekadenz an sich selber zu ersticken droht. Was bleibt ? Herr Ratzinger, eine tragische deutsche Figur, der Resignation zur "Erneuerung" gereicht.

Empfehlen
Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 17.02.2013 17:39 Uhr

Theorie und Praxis

"Sein Aufsatz ist ungebrochen aktuell. Umsetzen konnte er im Amt wenig."(FAZnet)

So ist es schon mal einem Wanderprediger ergangen, dessen Ethik und dessen Menschenbild ungebrochen aktuell sind. Umsetzen davon konnten seine Nachfolger und Stellvertreter im Amte wenig.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 14:54 Uhr
Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 18.02.2013 14:54 Uhr

@Richard Löwe: Verfehlte Nachfolge

"Benedikt war ein würdiger Nachfolger Petrus'."(Löwe)

Herr Ratzinger mag dem Petrus "würdig" nachgefolgt sein. Das lasse ich mal so stehen.

Es wäre aber besser gewesen, wenn er dem Mann aus Nazareth "menschlich" nachgefolgt wäre.

Empfehlen
Richard Löwe

Glaube, Liebe, Hoffnung

von diesen dreien ist die Hoffnung doch die realste, auch wenn die Liebe die größte ist. Benedikt war ein würdiger Nachfolger Petrus'.

Empfehlen

17.02.2013, 16:21 Uhr

Weitersagen
 

Die Verlierer

Von Volker Zastrow

Die Sozialdemokraten blasen seit Monaten die Backen auf: Der Mindestlohn! Die Frührente! Die Energiewende! Und doch schlägt sich das in den Umfragen nicht nieder. Denn die Partei kreist vor allem um sich selbst. Ein Kommentar. Mehr 50 48

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden