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Argentiniens Präsidentin Franziskus gewährt Kirchner erste Privataudienz

Papst Franziskus hat die Präsidentin seines Heimatlandes Argentinien, Christina Kirchner, empfangen. Die Einladung war vom Vatikan als „Geste der Höflichkeit und der Zuneigung“ gedacht.

© AFP Entspannte Atmosphäre in schwarz und weiß: Christina Kirchner bei Franziskus

Papst Franziskus hat am Montag die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner empfangen und sie zum Mittagessen eingeladen. Ein 20 Minuten langes Gespräch unter vier Augen war die erste Privataudienz, die der neugewählte Papst einem Staatschef gewährte. Die Begegnung begann in einer entspannten Atmosphäre. Frau Kirchner überreichte dem Papst ein Mate-Set als Gastgeschenk. Die Einladung war vom Vatikan als „Geste der Höflichkeit und der Zuneigung“ gegenüber der Präsidentin und Franziskus’ Landsleuten in seiner argentinischen Heimat gedacht.

Sie sollte außerdem wohl auch das seit Jahren zwischen dem früheren Kardinal-Erzbischof von Buenos Aires und der Regierung des Präsidentenehepaares Kirchner zerrüttete Verhältnis verbessern helfen. Kardinal Bergoglio hatte die gesetzliche Zulassung von Abtreibungen und der gleichgeschlechtlichen Ehe in Argentinien als erstem lateinamerikanischem Land scharf kritisiert. Schon während der Präsidentschaft von Frau Kirchners Ehemann Néstor (2003 bis 2007) waren die Beziehungen zu Bergoglio wegen dessen regierungskritischer Predigten erkaltet.

Als Frau Kirchner von der Wahl des argentinischen Kardinals zum Papst erfuhr, reagierte sie mit einem formell-distanzierten Brief und verbarg vor Personen ihrer Umgebung nicht ihren Verdruss. Wegen der Audienz hatte sie ihre Reise zur Amtseinführung des Papstes an diesem Dienstag vorgezogen. Aus Angst, das Regierungsflugzeug „Tango 01“ könnte auf Betreiben von „Geierfonds“ beschlagnahmt werden, flog sie damit nur bis Marokko und setzte die Reise nach Rom in einem Privatjet fort.

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Quelle: F.A.Z.

 
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