http://www.faz.net/-gpf-77rcl

Argentiniens Präsidentin : Franziskus gewährt Kirchner erste Privataudienz

  • -Aktualisiert am

Entspannte Atmosphäre in schwarz und weiß: Christina Kirchner bei Franziskus Bild: AFP

Papst Franziskus hat die Präsidentin seines Heimatlandes Argentinien, Christina Kirchner, empfangen. Die Einladung war vom Vatikan als „Geste der Höflichkeit und der Zuneigung“ gedacht.

          Papst Franziskus hat am Montag die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner empfangen und sie zum Mittagessen eingeladen. Ein 20 Minuten langes Gespräch unter vier Augen war die erste Privataudienz, die der neugewählte Papst einem Staatschef gewährte. Die Begegnung begann in einer entspannten Atmosphäre. Frau Kirchner überreichte dem Papst ein Mate-Set als Gastgeschenk. Die Einladung war vom Vatikan als „Geste der Höflichkeit und der Zuneigung“ gegenüber der Präsidentin und Franziskus’ Landsleuten in seiner argentinischen Heimat gedacht.

          Sie sollte außerdem wohl auch das seit Jahren zwischen dem früheren Kardinal-Erzbischof von Buenos Aires und der Regierung des Präsidentenehepaares Kirchner zerrüttete Verhältnis verbessern helfen. Kardinal Bergoglio hatte die gesetzliche Zulassung von Abtreibungen und der gleichgeschlechtlichen Ehe in Argentinien als erstem lateinamerikanischem Land scharf kritisiert. Schon während der Präsidentschaft von Frau Kirchners Ehemann Néstor (2003 bis 2007) waren die Beziehungen zu Bergoglio wegen dessen regierungskritischer Predigten erkaltet.

          Als Frau Kirchner von der Wahl des argentinischen Kardinals zum Papst erfuhr, reagierte sie mit einem formell-distanzierten Brief und verbarg vor Personen ihrer Umgebung nicht ihren Verdruss. Wegen der Audienz hatte sie ihre Reise zur Amtseinführung des Papstes an diesem Dienstag vorgezogen. Aus Angst, das Regierungsflugzeug „Tango 01“ könnte auf Betreiben von „Geierfonds“ beschlagnahmt werden, flog sie damit nur bis Marokko und setzte die Reise nach Rom in einem Privatjet fort.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wahlabend im Fernsehen : Will denn überhaupt keiner regieren?

          Wir haben „ein politisches Beben“ erlebt, sagt einer der Kommentatoren, die den Untergang der großen Koalition und den Erfolg der AfD einzuordnen suchen. Das Erstaunen ist auf allen Kanälen groß. Aber war nicht genau das zu erwarten, was eingetreten ist?

          Kommentar : Krampf statt Zauber

          Merkel kann Kanzlerin bleiben, wenn es ihr gelingt, ein schwarz-gelb-grünes Bündnis zu schmieden. Das wird nicht einfach werden. Merkels Flüchtlingspolitik erwies sich schon für die untergegangene große Koalition als Ballast, der beiden Partnern schwere Verluste einbrachte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.