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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Opposition demonstriert Tote und Verletzte in Venezuela

 ·  Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter hat sich in die Krisen-Gespräche in Venezuela eingeschaltet. Zwei Menschen starben bei schweren Unruhen in der Region Valles del Tuy.

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Bei schweren Unruhen am Rande einer Kundgebung von Oppositionellen sind im krisengeschüttelten Venezuela zwei Menschen getötet und 25 verletzt worden.

Wie Rundfunksender unter Berufung auf den Gouverneur des Bundeslandes Miranda, den Oppositionellen Enrique Mendoza, berichteten, ereigneten sich die Zusammenstöße am Montag in der Region Valles del Tuy, etwa 60 Kilometer von der Hauptstadt Caracas entfernt.

Polizei setzte Tränengas ein

Anhänger des umstrittenen Präsidenten Hugo Chávez hätten Teilnehmer der Kundgebung angegriffen. Daraufhin hätten Polizeikräfte eingegriffen. Es habe Schießereien und Steinwürfe gegeben. Die Polizei habe unter anderem Tränengas eingesetzt.

Unterdessen bemüht sich der Friedensnobelpreisträger und frühere amerikanische Präsident Jimmy Carter darum, ein Scheitern der Krisen-Gespräche des venezolanischen Präsidenten mit der Opposition zu verhindern. „Es gibt immer Hoffnung für eine Lösung und ich hoffe, sie wird schnell kommen“, sagte Carter am Montag bei seiner Ankunft in Caracas. Er wollte zunächst mit dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Cesar Gaviria, zusammentreffen, der zwischen Regierung und Opposition vermittelt. Geplant waren auch Unterredungen Carters mit Chávez sowie mit Vertretern der Opposition.

Sieben Wochen Streik

Am Wochenende hatte Chávez damit gedroht, die Gespräche mit der Opposition über eine Beendigung der Krise platzen zu lassen. Die Opposition versucht, mit einem seit sieben Wochen anhaltenden Generalstreik den linkspopulistischen Präsidenten aus dem Amt zu drängen. Der Generalstreik hat die Ölindustrie des fünftgrößten Ölexporteurs der Welt nahezu zum Erliegen gebracht.

Die Opposition hat erklärt, den Streik so lange fortsetzen zu wollen, bis Chavez zurücktritt. Sie wirft ihm vor, die Wirtschaft des Landes in den Ruin zu treiben, und plant für Februar ein Referendum über das Mandat Chávez'. Der Präsident lehnt dies mit der Begründung ab, nach der Verfassung sei ein Referendum erst nach der Hälfte seiner Legislaturperiode im August möglich.

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