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Obama und Russland Symbolkräftig

28.06.2009 ·  Trotz der Vereinbarung über eine militärische Zusammenarbeit mit Moskau und Fortschritten bei der nuklearen Abrüstung sind sich die Vereinigten Staaten und Russland bislang substantiell kaum nähergekommen. Wenn Obama Anfang Juli nach Moskau kommt, wird er seine Symbolkraft deshalb wieder bitter nötig haben.

Von Jasper von Altenbockum
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Gäbe es nicht die amerikanisch-russische Annäherung, hätte die Außenpolitik unter Obama außer Symbolkraft nicht viel entfaltet. Doch auch die Vereinbarung über militärische Zusammenarbeit mit Moskau und die Fortschritte in der nuklearen Abrüstung sind noch keine Belege dafür, dass sich beide Großmächte substantiell nähergekommen wären.

Russland hat derzeit ein Interesse daran, seinen Coup in Georgien durch die normative Kraft des Faktischen zu legitimieren, die Raketenabwehr der Amerikaner zu verhindern und seine Schwäche angesichts der Konjunkturkrise und sinkender Ölpreise zu überspielen. Allen drei Zielen ist Moskau am Wochenende einen großen Schritt näher gekommen. Zugeständnisse musste es dafür nicht machen – ein Grund, warum Moskau derzeit in Afghanistan und anderswo so kooperationswillig ist.

Gegensätze und Misstrauen in vielen Fragen – Proliferation, Nato-Erweiterung, Energiesicherheit – werden einstweilen überspielt oder verdrängt. Wenn Obama Anfang Juli nach Moskau kommt, wird er seine Symbolkraft deshalb wieder bitter nötig haben.

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Jahrgang 1962, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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