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Obama kommt nach Berlin Alles zu seiner Zeit

Obama kommt: Berlin wird wie immer aus dem Häuschen sein. Und die Kanzlerin, die so lange warten musste, bekommt noch rechtzeitig schöne Fotos.

Welch’ ein Glück, dass der Papst nicht erst am 18. Juni Zeit für die Kanzlerin hat, sondern schon vier Wochen vorher. Denn nun kann Angela Merkel, die sich so sehr auf den sehnsüchtig erwarteten Besuch des amerikanischen Präsidenten freut, Obama persönlich durch das Brandenburger Tor führen; die Siegessäule kennt er ja schon. Alles zu seiner Zeit, hatte die Kanzlerin dem Kandidaten Obama bedeutet, als der vor fünf Jahren dort reden wollte, wo zuvor nur Staats- und Regierungschefs gesprochen hatten. Das Motto gefiel Obama, weswegen dann Frau Merkel etwas länger auf ihn warten musste.

Nun kommt er dafür im Wahlkampf, und man wird sehen, wie er mit einem Kandidaten umgeht. Zum G-8-Gipfel nach Europa zu reisen, ohne Berlin genau fünfzig Jahre nach der Kennedy-Visite einen Besuch abzustatten, wäre ein Affront gewesen. Themen, die Obama und die Kanzlerin zu besprechen haben, gibt es genug: Syrien, Iran, Afghanistan, Freihandel. Berlin wird aus dem Häuschen sein, mit einer strahlenden Kanzlerin mittendrin. Schönere Fotos sind in diesen Zeiten schwer zu bekommen.

Quelle: F.A.Z.

 
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