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NSU-Prozess Ahnungslos bis zur Erschöpfung

 ·  Still und tränenreich: Carsten S. berichtet über seine Zeit als Handlanger des NSU - über die Konsequenzen will er dabei nie nachgedacht haben. Die Frau, die vermutlich jede Frage an ihn beantworten könnte, lutscht derweil Bonbons.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (40)
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Manfred Kaiser

Carsten S.

In der SZ wird die Vernehmung etwas genauer beschrieben.Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren,daß der "Zeuge" etwas gesteht wo er nicht dabei war.Deshalb "ahnungslos".
Wieso "Zeuge" ?Nach all dem was er "gestanden" hat ,muß er doch auf der Anklagebank sitzen.
Und was bedeutet "Zeugenschutzprogramm"? Bekommt er anschließend eine neue Identität und Versorgung auf Staatskosten im Ausland ?

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Wolfgang Hock

Ich möchte hier einigen Foristen sagen: Freut Euch nicht zu früh !

Hier scheinen ja eine Menge Leute nur darauf zu warten, dass das alles als harmlos herausgestellt wird und dass die ganze NSU eine Erfindung der linken Medien sei. Warten Sie es ab, freuen Sie sich nicht zu früh !
Für mich erschütternd, wie viele Foristen hier ganz klar für eine rechtsradikale Verbrecherbande hoffen. Ich weiß: Vorverurteilung ! Aber ich bin kein Richter, ich darf das, genauso wie hier immer hunderte von Foristen Vorverurteilungen vornehmen, wenn es um Angelegenheiten der "linken" Seite geht ...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.06.2013 21:17 Uhr
Manfred Kaiser

Harmlos

Harmlos ist die Angelegenheit sicher nicht ,eher ruchlos.Denn es besteht der dringende Verdacht ,daß bei immerhin 10 Morden und zwei "Selbstmorden" öffentliche Dienststellen beteiligt waren.
Leider -und da können wir sehr,sehr sicher sein- wird diese Frage nicht aufgeklärt werden.Links oder recht oder welche Himmelsrichtung auch immer ist nur was für den Bürger,der mit offenem Mund das Spektakel beobachtet.Die,die Schachfiguren schieben haben sowohl "linke" wie "rechte" Figuren in der Spielkiste.

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Volker Stramm

Vielen Dank, Herr Hock

Ich muss zugeben, dass ich bis gerade eben auch zu den Zweiflern gehörte.
Aber nach Feuerwerk von Daten und Fakten, von Tatsachen und Beweisen, das Sie hier abbrennen sind alle Zweifel verflogen.
Schon das "nur" ist von einer alle Zeifel zerstreuenden Beweiskraft.
Und dann das "zu". Also, wer da immer noch zweifelt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Starke Leistung, Herr Hock.

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Wolfgang Rettig

Am Skripting des Prozesses sollte das Back-Office noch verbessern, die Einzelheiten sind wichtig

Wenn die Helfer im Hintergrund nicht mehr Augenmerk auf die Einzelheiten legen, wird das möglicherweise nichts mit dem gewünschten Urteil. Ja, da muß schon hart für gearbeitet werden, solch ein Prozeß ist kein Spaziergang.

Man kann im Grunde genommen alles Skripten, das wissen wir von den Reality-Shows des Privatfernsehens. Die haben es aber einfacher, das ist Wegwerf-Unterhaltung.

Beim NSU-Prozeß reicht schon ein kleiner Blick hier ins Forum um zu sehen: viele Leute schauen mit Argwohn und Detailversessenheit auf mögliche Widersprüche in der Verhandlungsführung. Wenn die Widersprüche offen zutage treten, dann ist das Skripting und auch das Briefing nicht optimal gewesen. Dann führt das zum Vertrauensverlust, zur Beschädigung des BRD-Rechtsstaats. Kann das im Interesse der Regierung und ihrer Stakeholder sein? Wohl kaum. Wir bleiben dran, denn es ist eine der spannendsten Fortsetzungsserien im Reality-Justiz-TV der letzten Jahre.

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Dirk Kurt
Dirk Kurt (duftbaum) - 06.06.2013 12:57 Uhr

Das ist ja fast so ein schlimmer Fall von Vergesslichkeit wie...

... bei den Zeugen im Fall von Johnny aus Berlin. Dort erinnert sich irgendwie auch keiner mehr so recht, was denn nun genau passiert ist. Aber schädlich scheint es für die Angeklagten dort nicht zu sein.

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Lukas Berlinger

Tautologie

Benutzten Sie bitte nicht den Begriff Automatikpistole. "Automatik" ist die amerikanische Übersetzung für Pistole. Wenn Sie "Automatikpistole", dann schreiben Sie eigentlich "Pistolepistole". Bleiben Sie einfach beim deutschen Ausdruck: Pistole.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 17:30 Uhr
Wolfgang Hock

Herr Berlinger: Was soll Ihre Haarspalterei ? Wozu soll sie dienen ?

Es gibt im Amerikanischen sehr wohl den Ausdruck "automatic pistol", was sich dann im allgemeinen Sprachgebrauch zu "automatic" verkürzt hat, einfach weil es das erste Wort des Ausdrucks ist.
Wenn man das zu "Automatikpistole" im Deutschen übersetzt, dann ist das völlig richtig und bedeutet eben nicht "Pistolepistole", wie Sie es sehen wollen. Das sagen Sie so, weil Sie die Herkunft und die Entwicklung dieses Wortes nicht kennen.
Aber mal was anderes:
Warum schreiben Sie das ? Ändert das irgendetwas an dem Sinnzusammenhang des Textes ?
Nein !
Die Wahrheit ist aber doch, dass Ihnen die Tendenz des Textes inhaltlich (!) nicht passt, deshalb versuchen Sie den Autor zu verunglimpfen und als fehlerhaften Schreiber darzustellen. Das tun Sie, weil Ihnen andere inhaltlich fundierte Argumente fehlen!

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Peter Schmidt
Peter Schmidt (voxx) - 06.06.2013 09:46 Uhr

Der Schalldämpfer wird als Indiz für Heimtücke angeführt

wenn der Schalldämpfer nicht beabsichtigt war, entfällt auch die Absicht der Heimtücke und damit das Indiz, dass bei der Waffenübergabe Heimtücke geplant war.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 12:55 Uhr
Thomas Schmidt
Thomas Schmidt (ice007) - 06.06.2013 12:55 Uhr

Das ist kein Argument.

Ob der Schalldämpfer bei Waffenübergabe beabsichtigt mit übergeben wurde spielt doch gar keine Rolle. Man hätte ihn ja auch entfernen können.
Entscheidender finde ich hier ob der Schalldämpfer extra geordert wurde oder nicht. Das kann aber nur Carsten S. sagen da die beiden anderen Beteiligten ja "leider" nicht mehr aussagen können.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 06.06.2013 09:02 Uhr

Dem Drehbuch folgend

Die Ungereimtheiten und Unzulänglichkeiten kommen wahrscheinlich daher, da kein Zeuge aussagen kann, dass er von gewissen Diensten angeworben worden ist. Was im Übrigen das ganze Verfahren zur Farce macht. Auch die Lässigkeit einer Frau Tschäpe dürfte sich darin begründen. Die einzige Frage die ich mir stelle, ist: ist sie nicht intelligent genug,um zu erfassen,wie überbezahlt sie eigentlich für diese Statistenrolle ist,die sie da spielt,oder ist das genau ihre Rolle,die sie zu spielen hat?Es kommt mir der Gedanke,dass ihre Infantilität vielleicht nur gespielt ist.Überhaupt scheinen mir diese dann (genau am dramatischsten Punkt,also dem entsprechenden Drehbuch folgend) zu Tode gekommenen männlichen Gestalten zu perfekt zu ihrer narzisstisch anmutenden Kleinmädchenwelt zu passen,als dass man annehmen möchte,sie wären eiskalte,zumal politisch motivierte Killer.Hier stimmt so vieles nicht.Es sei denn,es sollte so sein, dann frage ich mich: was soll uns hier vorgespielt werden – und warum?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 10:54 Uhr
bernd stegmann

Erstaunliche Erkenntnisse, die Sie da haben. Welche Infantilität meinen Sie genau? Woraus ziehen

Sie dahingehend Ihre Schlüsse, oder kennen Sie die Frau näher? Genauso zu hinterfragen Ihre Vermutungen hinsichtlich "narzisstisch anmutenden Kleinmädchenwelt".
Mir kommt da eher in den Sinn, das Sie sich ohne irgendein selbstständiges Nachdenken, einem eigenen Gedanken oder Hinterfragen den reisserischen Ergüssen einer Bild-Zeitung anschließen.
Ist Ihnen schonmal in den Sinn gekommen, das diese Frau eventuell gar nichts mit diesen Morden zu tun haben könnte? Und sie vielleicht deshalb relativ unbeteiligt diesen Unsinn über sich ergehen lassen muß?
Die von Ihnen formulierten zuschreibungen "Infantilität" und "narzisstisch anmutenden Kleinmädchenwelt" fallen da doch eher auf den Verfasser, also Ihre Kleinjungenwelt zurück.

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Wolfgang Rettig

Einbettung eines Zeugen der Anklage, wie funktioniert das?

Zum Beispiel so:
"Und es liegt eine kaum verhohlene Drohung in diesen Worten. Sollte Götzl die Aussage von S. als nicht ausreichend bewerten, könnte dessen Strafmaß empfindlich steigen."

Einbettung von Journalisten, wie funktioniert das?
Sage ich jetzt einmal lieber nicht, ich möchte ja, daß diese Zuschrift lesbar ist ;-)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 10:59 Uhr
bernd stegmann

Gut herausgearbeitet. Da droht ein Richter praktisch mit einem empfindlich steigenden Strafmaß, wenn

der Angeklagte nicht genau das sagt, was der Richter Götzl für sein Urteil hören will.
Aber so funktioniert in der Tat unser "Rechtsstaat", vor allem in Bayern.

By the way, googeln sie mal nach "Richter Götzl Notwehr", dann wissen Sie, wes Geistes Kind dieser Richter ist.

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Dieter Funk

Billig, Herr Bender

So - die Waffe , die S. an das Trio übergeben haben will, soll lt. Herrn Bender "die spätere Tatwaffe" gewesen sein. Das las man aber am 4.6. noch etwas anders : "Mit einer SOLCHEN Waffe" sollen die Taten verübt worden sein. Und wann wurde die Waffe übergeben ? Lt. Generalbundesanwaltschaft 2001 oder 2002 - aber die Mordserie begann schon 2000. Kam das bei der Befragung nicht zur Sprache oder war das Hustenbonbon und dessen Farbe interessanter ?

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Gerhard Katz

"..., lutscht derweil Bonbons."

Welch wichtige Information....

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 21:07 Uhr
Manfred Kaiser

Wichtige Information

Das ist eine der wenigen Informationen,die mit den Tatsachen etwas zu tun hat.

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henning strothjohann

war Ralf Wohlleben nicht V Mann?

in wieweit ist der Staat durch seine V Männer in die Sache verstrickt? Wann erfahren wir den Klarnamen von Carsten S? Wiso wird dieser nicht genannt?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 19:23 Uhr
Dieter Funk

Klarname des Carsten S.

Besorgen Sie sich das "Compact Spezial" Sonderausgabe Nr.1 "Operation Nationalsozialister Untergrund" dort ist der Name in voller Länge ausgeschrieben, einschließlich des sonderbaren Werdegangs seines Namensträgers.

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt (ice007) - 06.06.2013 11:13 Uhr

Zeugenschutzprogramm!

Weil er im "Zeugenschutzprogramm" ist. (Was immer man ihm da angeboten hat?)

Bzgl. des Namens muss ich aber mal zurückfragen: Was würde der ihnen nutzen? Wollen sie ihm ne E-Mail schicken? [iroonie/off]

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Heike Schneider

Ahnungslos...

...bis zu Erschöpfung, weil man sie nicht mal über deutsche Geschichte aufgeklärt hat. Und alle hatten ein Problem, mit den Zahlungen die Deutschland noch hatte, da wurde verweigert, zumal das Volk und oft nicht die Täter zur Kasse gebeten wurden. Die reine Hetzjagd.

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Thomas Schmidt
Thomas Schmidt (ice007) - 06.06.2013 03:09 Uhr

Muss diese Polemik sein?

>>Während der Angeklagte Carsten S. am Mittwoch unter Tränen über seine Zeit in der rechtsextremen Szene spricht, nimmt Beate Zschäpe sich mit leisem Klappern ein Hustenbonbon aus der Blechbüchse ihres Rechtsanwaltes. Als S. sehr bewegt über die schweren Verletzungen von zwei Männern spricht, die er einst gemeinsam mit Kameraden zusammengeschlagen hat, malt Beate Zschäpe kleine Kreise auf ein Stück Papier.<<
Was soll sie denn sonst machen? Oder was haben sie erwartet? Erwarten sie eine von Reue getragene Zschäpe, die nervös betroffen schaut und am besten permanent in Tränen ausbricht um die Medien angemessen zu "bedienen"?
Das wird nicht passieren -- und sie und ihre Kollegen sollten endlich damit aufhören dauernd ihre Berichterstattung mit irgendwelchen Stilblüten zu "dekorieren". Bitte nicht vergessen: Wir sind hier nicht im Theater sondern bei Gericht -- und Frau Zschäpe ist die Angeklagte und keine Darstellerin in einer Seifenroper.

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werner knoefel

soviel ich mich erinnere

aus früheren Berichten zum Thema wurde die Waffe in der Schweiz erworben.

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Heike Schneider

Ich kann den jüngeren Menschen nur sagen...

...holt euch Hilfe woanders und lasst den Scheiß. Es bringt nichts, Ihr versaut euch und anderen Menschen das Leben! Informiert euch, holt euch Hilfe, lernt wirklich aus unserer ich traue mich zu sagen "beschissenen Geschichte". Alle sind mehr oder weniger davon betroffen. Ihr habt euch verblenden lassen Belügen lassen. Es bringt nichts, holt euch Hilfe und lernt. Lest die Uno-Menschenrechtskonvention, bildet euch über Religion und Sekten, lasst euch nicht mehr zu Opfern von Gurus und Gehirnwäsche machen. Leider hattet ihr auch keine Lehrer, die Euch mehr geholfen haben. Überforderte Erwachsene, aber Ihr sitzt jetzt im Knast. Jungendarbeit ist das Schwerste, wenn keiner da ist der diesen "inneren" Kindern hilft. eigentlich kann sich das unser Land nicht mehr leisten, dieses schamlose Versagen. Jetzt werden sie wieder sagen ich missioniere, aber unser Motto zu DDR-Zeiten war "keine Gewalt!" Sie vererben die Gewalt, das ist das Schlimmste, Verharmlosen sie!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 11:28 Uhr
Thomas Schmidt
Thomas Schmidt (ice007) - 06.06.2013 11:28 Uhr

»Sie hatten eine schwere Kindheit«

Entschuldigung, Frau Schneider: »Sie hatten eine schwere Kindheit« -- soll dich das ihren Zeilen entnehmen? Was diese Gruppe getan hat, nämlich Menschen hingerichtet, hat bestimmt nichts mit ihrer schulischen Bildung zu tun.
Selbst Analphabeten laufen nicht rum und töten wahllos ihre Mitmenschen - obwohl sie nie die Uno-Menschenrechtskonvention gelesen haben. Genau genommen spielt hier Motivation der Angeklagten auch gar keine entscheidende Rolle. Man ermordet seine Mitmenschen nicht - egal aus welchem Beweggrund.

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Götz Muenthe
Götz Muenthe (goemue) - 05.06.2013 20:52 Uhr

"Carsten S. wird mit jeder Stunde der Vernehmung stiller

... und erschöpfter. Mitunter denkt er eine Minute lang über die Antwort zu einzelnen Fragen nach."

Ja, so ein Briefing ist so eine Sache. Wie war das jetzt noch mal? Man will ja den Deal nicht versauen und vor allem sich selbst nicht schaden.

"Dafür spricht, dass S. während eines Verhörs im Februar 2012 sagte, er habe bei der Beschaffung der späteren Mordwaffe - in moralischer Hinsicht - „Bauchschmerzen“ gespürt."

Es wurden Waffen gefunden. Ob die Ceska die Mordwaffe ist, weiß niemand.

Und by the way, der "NSU" hatte Waffen en masse. Wie einfach es ist, an Waffen zu kommen, schildert der Kapuzenmann. Warum sollte der "NSU" eine Polizistin(!) ermorden, um an eine Waffe zu kommen, wie dem "NSU" unterstellt wird, um ihn für diesen Mord verantwortlich zu machen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 17:32 Uhr
Markus Dres
Markus Dres (dres1988) - 06.06.2013 17:32 Uhr

Stimmt, die war ja nur noch ein Klumpen Eisen

Schauen Sie sich die Bilder der Tatwaffe doch einfach mal im Internet an (die Mühe müssen Sie sich schon machen; verlinken darf ich hier ja nicht) und erklären Sie dann einmal schlüssig, warum mit dieser Waffe keine Beschußprüfung möglich gewesen sein soll (vom Feuer hat lediglich der Schalldämpfer was abbekommen). Aber klar, es gibt ja sogar trotz dieser Bilder noch genügend Foristen, die behaupten, die Waffe wäre nur noch ein Klumpen Eisen.´

Es wurden 2 verschiedene Waffen bei den insgesamt 10 Morden benutzt: die 9 ermordeten ausländischen Bürger wurden mit ein und der selben Waffe (der Ceska) verübt! Lediglich für den Mord an der Polizistin kam eine andere Waffe zum Einsatz.

Scheint mir mehr, als würden Ihre Aussagen als der Prozess auf heiße Luft basieren.

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bernd stegmann

Oh, muß natürlich heißen "Nicht unterzogen". Ich bitte den Flüchtigkeitsfehler zu entschuldigen.

---

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bernd stegmann

Da irren Sie aber gewaltig, Herr Dres. Die angeblich aufgefundene Waffe konnte einer Beschuß-

prüfung aufgrund der Hitzeeinwirkung NICHT beschossen werden. Somit konnte eine Zuordnung auch nicht erfolgen. Es wird BEHAUPTET, das dies die Mordwaffe sein soll. Und übrigens wurden nicht alle Opfer mit einer Waffe erschossen, sondern mit verschiedenen. Aber lassen Sie sich überraschen.
Auf Deutsch gesagt, basiert dieser "Prozess" auf nichts als heißer Luft.

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Markus Dres
Markus Dres (dres1988) - 05.06.2013 21:33 Uhr

Ceska war (laut Polizei) eindeutig die Tatwaffe!

Doch Herr Muenthe, die Ceska konnte eindeutig als die Waffe identifiziert werden, mit der 9 Personen ermordet wurden. Mit der Aussage, man will sich selbst nicht schaden / belasten, haben Sie allerdings recht: die Wiederholung der Aussage aus 2012, er habe bei der Beschaffung der Waffe in moralischer Hinsicht Bauchschmerzen gehabt, hätte ihn selbst belastet.

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Peter Schmidt
Peter Schmidt (voxx) - 05.06.2013 20:52 Uhr

Ein Interessantes Detail...

Carsten S. sagt aus, dass Mundlos und Böhnhardt bei der Übergabe der Waffe sogar wegen des zusätzlichen Utensils „überrascht“ gewesen seien.

Muss man daraus nicht den Schluss ziehen, dass die beiden gar keine Waffe mit Schalldämpfer erwerben wollten? Zu diesem Zeitpunkt bestand offenbar keine Absicht, die Waffe heimtückisch verwenden zu wollen (Mordabsicht).

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2013 07:04 Uhr
Steffen Landau
Steffen Landau (Stoiko) - 06.06.2013 07:04 Uhr

Nach Ihrer Ansicht kann der Täter nur durch Benutzung eines Schalldämpfers heimtückisch morden?

Ein Mord aus Heimtücke setzt nicht die Benutzung eines Schalldämpfers voraus. Heimtückisch handelt, wer die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers in feindseliger Willensrichtung ausnutzt. Arglos ist, wer sich keines Angriffs versieht. Ob er nun mit einem lauten Knall geschieht oder leise flüsternd, ist unschädlich und bezogen auf besagtes Mordmerkmal rechtlich irrelevant.

Und auch aus einem anderen Grund, ist ihre These nicht korrekt. Vorsatz und Vorsatz bezüglich des Mordmerkmals müssen immer zum Tatzeitpunkt vorliegen. Auch wenn sie den Schalldämpfer unter Umständen zunächst nicht in den Plan einkalkulierten, haben Sie ihn augenscheinlich dankend angenommen und berechnend benutzt.

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Markus Dres
Markus Dres (dres1988) - 05.06.2013 21:43 Uhr

Carsten S. belastet sich ja nicht selbst

Ist doch klar, dass er versucht, das so darzustellen: er wird wohl kaum im Gericht sagen, Mundlos und Böhnhardt hätten bei der Übergabe gesagt: "Die ist genau das, was wir haben wollten!". Damit würde er sich ja komplett selbst belasten. Es ist wenig glaubwürdig, dass man sich eine Waffe mit Schalldämpfer lediglich zur Geldbeschaffung besorgt. D.h. Carsten S. hätte zumindest ahnen müssen, dass das Trio die Waffe zu anderen Zwecken verwenden wollte. Also behauptet er, der Schalldämpfer wäre eine "kostenloses Extra" zum Kauf der Waffe gewesen und stützt dies mit der Aussage, die beide wären überrascht... Ihre Schlussfolgerung, zum Zeitpunkt der Waffenübergabe bestand "offenbar" keine Absicht, die Waffe heimtückisch verwenden zu wollen, kann aus der Aussage jedenfalls nicht gezogen werden.

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Closed via SSO

Es ist eben anstrengend, zu lügen.

Widerwärtige Typen. Ich wünsche denen allen Lebenslang mit Sicherungsverwahrung.

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Alina Bergmeier

Es wird immer rätselhafter: Ceska, Kaliber 7,62 mit Schalldämpfer!!

Der Zeuge S. will die Waffe bei einem Waffenhändler gekauft haben. Sollte der Waffenerwerb in Deutschland stattgefunden haben, was aus dem Artikel leider nicht hervorgeht, hätte S. eine eigene waffenrechtliche Erlaubnis für den Erwerb des Schalldämpfers benötigt. Sportschützen dürfen keine Schalldämpfer erwerben. Möglicherweise sind für Jäger ausnahmsweise Schalldämpfer erlaubt, wenn dann aber nur aufgrund besonderer behördlicher Erlaubnis und gewiss nicht für Kurzwaffen. Kein deutscher Waffenhändler liefert einen Schalldämpfer-Aufsatz ohne entsprechende Erwerbserlaubnis einfach so mit, weil er dann sehr schnell kein Waffenhändler mehr wäre.

Wurde vor Gericht geklärt, ob S. die Waffe in Deutschland oder im Ausland erworben hat? Welche Erwerbserlaubnis war ggf. in welchem Land erforderlich und wie kam S. an die nötigen Papiere?

Können Sie, sehr geehrter Herr Bender, hierzu die Leser ergänzend informieren?

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Karsten Schramm

Das passiert auch anderen …

… das mit der Gedächtnisschwäche.
Gerade hat der Mollath-Richter ausgesagt, dass er bezüglich des Verfahrens (und der durch ihn erfolgten Verurteilung von Gustl Mollath) nur noch Inselerinnerungen hat.
Aber das ist scheinbar was anderes. Vermutlich positive Erinnerungslücken. Oder so.

Trotzdem danke ich Justus Bender für den Artikel. Besonders gilt mein Dank der Passage, in dem der umgekehrt proportionale Zusammenhang zwischen dem gegen S. zu verhängenden Strafmaß und der Menge von S.´s Belastungsaussagen gegen Zschäpe dargestellt wird.
Keine Angst. Ich sage nicht, dass es sich dabei um Aussageerpressung handelt.

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05.06.2013, 19:29 Uhr

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