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NSA-Überwachung Amerikas Hybris

 ·  Spionieren gehört nach wie vor zum Geschäft von Staaten. Die eigentliche Sensation ist das Ausmaß des amerikanischen Spähprogramms, und die Dreistigkeit, mit der es betrieben worden ist.

Artikel Lesermeinungen (44)
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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 02.07.2013 09:57 Uhr

VON WEGEN

Dreistigkeit müssen Sie denen vorwerfen, die ihre Geheimnisse preisgeben. Spionieren gehört zum Menschen. Durch spionieren wird Vertrauen aufgebaut nähmlich dann, wenn es nichts zu spionieren gibt. Die USA garantieren den Weltfrieden. Die USA haben aus der Geschichte gelernt und wissen ihr Wissen anzuwenden. Das Jammern ist fehl am Platz. Sorgen Sie besser zu ihren angeblichen Geheimnissen. Klappe halten ist das beste !

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 01.07.2013 22:20 Uhr

Angekommen im globalen Geldmachtfeudalismus

"Esist Klassenkrieg, richtig. Aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt. Und wir gewinnen", formulierte Warren Buffett launig. Dass in solchen harten Zeiten zunächst der Nutzen des eigenen Clans Vorrang hat, erstaunt eigentlich nicht.
Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht!

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otto sundt
otto sundt (drto) - 01.07.2013 21:35 Uhr

Sensation

Die eigentliche Sensation ist eher die Annahme der Amerikaner, dass es etwas mehr gäbe als die Regierungschefs der EU und die EU-Beamten nicht an die große Glocke hängen würden. Vielleicht wollten die amerikanischen Dienste auch herausfinden wofür eine konfliktive EU den Firiedensnobelpreis erhalten hat oder wie weit der Auflösungsprozess der EU, der im Gegensatz zu einem gewissen Publikum in Deutschland von den USA keineswegs gewünscht wird, schon gediehen ist.

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Wolfgang Richter

ROW

Für die USA gibt es zwei Sphären: The States - und ROW (rest of world).
Und in dieser ohnehin schon wenig angesehenen Sphäre nimmt Deutschland als besiegter und für immer entmündigter (Ex-) Feindstaat eine besonders erbärmliche Rolle ein.
Es ist allerdings immer unklug, seine Untertanen ihre Rolle zu deutlich spüren zu lassen.

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Rolf Joachim Siegen

Vertiefung und Verbreiterung des atlantischen Marktes??

Schoen und gut, aber nur auf solider Rechtsgrundlage.

Als Investor (E- 2 Investor Visa) war mir in einem Rechtsstreit (als Klaeger und Widerbeklagter) ausdruecklich meine deutsche Staatsangehoerigkeit angelastet worden. Dem Anwalt der Gegenseite wurde der verbale Angriff auf Europa und Deutschland fuerstlich honoriert mit einem Urteil fuer 'punitive damages' von 2, 5 Millionen Dollar.

Zu dieser unappetitlichen Geschichte gehoert, dass die Bundesregierung sich vor der fomellen Kenntnisnahme dieses Vorgangs streubt. Berlin zieht es vor, unwissend zu bleiben.

Wir Europaer sollten aufpassen, nicht in Untiefen eines Marktes mit zweifelhaften Partnern zu geraten.

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Michael mikrator

Ganz vorsichtig, ...von der DDR lernen... heisst schmerzbewusst den großen Bruder auszuhalten....

Vorsicht, vorsicht... von der DDR lernen , bewegungslos schmerzfrei zu bleiben , bringt nur Stillstand und Not. Das Zielgebiet Nr. 03 sollte freundlich bleiben, aber nicht naiv. Rache ist kalt am intensivsten zu geniessen.

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gisbert heimes

Nicht doch

"Aber dieses Programm wurde von Amerika eben gegen befreundete Staaten und Einrichtungen betrieben."

FÜR, nicht gegen befreundete Staaten und Einrichtungen. Keiner versteht die Amis.

Wenn einer alles weiß, ist das dann eventuell Sozialismus?

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Helga Zießler

Von den bisher hier veröffentlichten Leserbeiträgen

gefallen mir am besten die von @Wolfgang Schlage, @Peter Pen, @Klaus Keller und @Klaus Seilberger.

Die Amerikaner wissen halt nur zu genau, dass man sich auf die Deutschen mit ihrer ewigen Bedenkenträgerei nicht verlassen kann - lebten hier nicht auch die 9/11-Terroristen jahrelang völlig unerkannt und unbehelligt uznd konnten die Katastrophe in aller Ruhe vorbereiten?

Außerdem: Bei uns wird gespart an allen Ecken und Enden und am liebsten auch bei der Sicherheit für die Bürger, ob das nun Geheimdienst oder Polizei betrifft. Deshalb nimmt man auch dankbar Hinweise der US-Geheimdienste entgegen, wenn es denn dienlich ist.
Sich selber nicht "die Hände schmutzig machen", aber von anderen, die sich davor im eigenen Interesse nicht scheuen, dann in der Öffentlichkeit Vorwürfe zu machen - das ist üble Heuchelei. Doch bestimmt nur nach außen. Denn mit Sicherheit hat Merkel gewusst, was die Amerikaner machten. Zugeben wird sie das ebenso gewiss nicht.

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Rolf Joachim Siegen

Amerikas Hybris - Europas Quasi - Unterwerfung

unter amerikanische Diktate.
Die Verstrickung Deutschlands im militaerischen Abenteuer von Afghanistan beruht(e) auf purer Liebedienerei gegenueber den Amerikanern. Deutschen Bundesregierungen gilt der Anschein einer Herzinnigkeit mit den USA als 'heilige Kuh', deren Existenzberechtigung nie angezweifelt werden darf.

Der aktuelle Skandal vermittelt uns Europaern lediglich das, was die Amerikaner einen 'reality check' nennen.

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Christopher Kern

Keine Sensation, auch keine "eigentliche"

sondern nur eine Schlussfolgerung aus gegebener wissenschaftlicher und technischer Sachlage. Deutsche und ungarische Mathematiker haben vor WKII mathematische Grundlagen für das "operations research" gelegt. Die ersten Rechner wurden hier in Europa entwickelt (Zuse etc.). Die Enigma wurde restlich auch nur durch Kaperung entschlüsselt. Danach war auf diesem Sektor Sendepause in Europa - man hat IBM das Feld überlassen, seltsamerweise weltweit. Transusige Siemens-Großrechner konnten nicht einmal eine Minibausparkasse richtig versorgen (Stand 1980). So richtig viel wurde in Silicon Valley gar nicht entwickelt, nur: Es wurde und wird bis heute staatlich massiv finanziell unterstützt. Da stellt sich schon die Frage nach Rendite, welche genau betrachtet eher gering ausfällt - auch politisch. Wanzen sind unschön, aber nix neues.

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Harald Sulzmann

Aber wenn die Deutschen Dienste....

illegal Steuer CDs im befreundeten Ausland (Schweiz, Lichtenstein) beschaffen und nebenbei noch die Kavallierie schicken wollen, ist das natuerlich gaaaanz was anderes.

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Jan Hoffmann
Jan Hoffmann (Jaho) - 01.07.2013 20:13 Uhr

Es ist aber naiv und heuchlerisch!

Staaten sind nicht befreundet, sondern haben Interessen!!
Und mal ehrlich: wie zuverlässig ist denn Deutschland als "Freundesstaat" der USA? Man rufe sich nur die Abstimmung zu Libyen in Erinnerung, oder die AWACS für Afghanistan oder die Truppenunterstützung im Süden von Afghanistan . . .

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Lukas Branach

Wünsche mir mehr amerik. Überwachung

Wir haben in Deutschland ja einen sog. Verfassungsschutz, bei dem man nicht weiß auf welcher Seite die stehen. Da ist es schon beruhigend, wenn schwarze US-Agenten deutsche Rechtsextremisten abhören.

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Uwe Kaufmann
Uwe Kaufmann (moonland) - 01.07.2013 20:05 Uhr

Der "Messias" der Deutschen ist definitiv kein Berliner!

Im Gegenteil! Die Freiheit und die Grundrechte, für die (West-)Berlin stand und steht, sind offenbar nicht die Grundrechte nach Obama-Definition. Sein Auftritt in Berlin zeigt, für wie dumm er die Deutschen hält: Freundschaftsbekundungen -die nix kosten- und Abrüstungsvorschläge aus der 80-er-Jahre-Mottenkiste. Zu selben Zeit lässt Obama durch seine NSA die Grundrechte seines Gastgebers und Verbündeten dreist und millionenfach brechen.
Kaltschnäuzig setzt der von Rot-grün sowie der linken Medienlandschaft gefeierte und von naiven Deutschen geradezu lächerlich angebetete Obama Finanz- und Wirtschaftsinteressen der US-Banken durch, lässt Deutschland und EU vom kleinen User bis zur Kanzlerin aushorchen. Er lässt sich in Berlin als "Freund" hofieren und lacht sich hintenrum eins.
Scheinbar hat Europa nicht bemerkt, wie eklatant und negativ sich die USA seit 9/11 verändert haben.
Aufwachen, Europa! Obama hat die US-Interessenlage neu definiert. Wir sind zu scharfen Konkurrenten geworden!

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Carlos Anton

Hoffnungslos naiv

Die deutschen Regierungen spätestens seit Merkel hoffnungslos naiv und weigern sich, deutsche Interessen wahrzunehmen. Man agiert als beantrage man, der 51zigste US-Staat zu werden. Die Vergötterung Obamas ist der Gipfel der Naivität, denn der Mann führt sie Politik Bush konsequent fort.

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franz  feldmann

Ich bin gespannt, wie die REaktionen von Kerry ausfallen, wenn

anlässlich irgendeines Skandals wieder einmal klar wird, wie tief die amerikanische Politik von ihren israelischen Freunden ausspioniert wird. Da möchte ich dann die selbe Sentenz ohne ein Zucken der mimischen Muskulatur sehen-

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Werner Busch

Von wegen Freunde

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.
Albert Einstein

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Harald Berger
Harald Berger (Hercule) - 01.07.2013 19:30 Uhr

Deutschland sollte ENDLICH selbstbewusst seine eigenen Interessen wahrnehmen!

68 Jahre nach WK II ist das überfällig. Die hündische US-Ergebenheit sollte endlich vorbei sein. Langfristig macht eine strategische Partnerschaft mit Russland Sinn, denn auch Russland hat mit China nebenan und den USA weiter weg mächtige Konkurrenten und braucht starke verlässliche Partner.
Zum Wahrnehmen der deutschen Interessen gehört auch, diese in der EU zu vertreten wie das Gb und Fr schon lange und ziemlich egoistisch tun. Ein EU-Betritt der Türkei ist nicht im deutschen Interesse, ein Sieg der Rebellen in Syrien ebenso wenig, eine Transfer- und Haftungsunion in der Eurozone sind es auch nicht.
Um das zu tun braucht Deutschland charismatische und vdurchsetzungsstarke Politiker- die Schäuble, Merkel, Westerwelle, Gauck, Steinbrück, Trittin etc sind dazu nicht geeignet.

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Detlef Stark
Detlef Stark (Obmuj) - 01.07.2013 19:26 Uhr

Der Autor unterschätzt die Ursache des Ausmasses der Ausspähung in Deutschland:

9/11 wurde komplett von Deutschland aus unbemerkt geplant.
Die Arbeit unserer Geheimdienste war insofern total mangelhaft.
Die USA haben sich geschworen, dass sich 9/11 nicht wiederholen soll, koste es was es wolle.
Da unser völlig übertriebener Datenschutz und unser vorrangiger Schutz der Privatsphäre vor der öffentlichen Sicherheit weiterhin keine Sicherheit vor Terrorplanungen in der BRD bieten, nehmen die Amerikaner dies halt zum ihrem Selbstschutz in die eigene Hand.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2013 00:58 Uhr
Helga Zießler

Genau so ist es, Herr Stark

Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Mir fällt es sehr schwer, mich darauf zu verlassen, dass die watteweiche Sicherheits-Politik unserer Regierung uns im Ernstfall mehr bieten könnte als beschwichtigende Worte.

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Caspar Mendrzyk

Viel Theater und Heuchelei

Dem deutschen Bürger kann diese alberne Diskussion der empörten deutschen und europäischen Amtsträger über das Ausmaß der US-Spionage herzlich gleichgültig sein ,bestenfalls eine klamhheimliche Freude. Abhören von " Freunden sei inakzeptabel" läßt sich der ohne Frage sympathische Regierungssprecher vernehmen. Und man würde ihm zustimmen, wenn die Regierung genau das, was sie sich bemüht zu monieren nicht mit dem unbescholtenen deutschen Bürger jahrelang selber gemacht hätte, ohne diesen zu fragen, ohne jegliche richterliche Erlaubnis. Einfach weil die Alliierten ihnen nach Ablauf des Besazungsstatuts irgendwann dazu die Anlagen in Bayern überließen. Und man weiß nicht, ob sie das heute nicht immer noch so bei Auslandsgesprächen macht. Jedenfalls hatte der Kronzeuge Franz Josef Strauß zu dieser Frage kurz vor seinem Tod keine klare Meinung.

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01.07.2013, 17:09 Uhr

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