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NSA-Abhöraffäre Russland bestätigt Asylantrag Snowdens

„Whistleblower“ Edward Snowden ersucht nun tatsächlich politisches Asyl in Russland. Die Migrationsbehörde in Moskau hat offiziell den Eingang eines Asylantrag des Amerikaners bestätigt. Russlands Präsident Putin wirft Washington vor, Snowden „auf unserem Territorium blockiert“ zu haben.

© picture alliance / Photoshot Edward Snowden will in Russland bleiben - zumindest vorerst

Der von den Vereinigten Staaten zur Fahndung ausgeschriebene IT-Fachmann Edward Snowden hat nun offiziell um vorläufiges politisches Asyl in Russland ersucht. Dies teilte sein Anwalt am Dienstag mit. Die russische Migrationsbehörde hat den Asylantrag inzwischen erhalten. Das meldete die Agentur Itar-Tass unter Berufung auf Behördenchef Konstantin Romodanowski am Dienstag. Es ist die erste offizielle Bestätigung, dass der Amerikaner tatsächlich den Flüchtlingsstatus beantragt hat.

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Snowden hat umfangreiche Überwachungsprogramme der Vereinigten Staaten und Großbritanniens enthüllt.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor den Vereinigten Staaten die Schuld an der festgefahrenen Lage Snowdens gegeben. „Sie haben alle anderen Länder so in Angst versetzt, dass ihn niemand möchte. Und auf diese Weise haben sie ihn auf unserem Territorium blockiert“, sagte Putin am Montag vor Studenten im Leningrader Gebiet. Auf der Flucht vor Amerika sei Snowden „ohne Einladung“ auf dem Flughafen in Moskau gelandet.

© reuters Putin hofft auf baldige Abreise von Edward Snowden aus Moskau

Snowden hält sich vorerst weiter immer im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf. Er hatte angekündigt vorübergehend Asyl in Russland zu, bei Gelegenheit aber nach Lateinamerika weiterreisen zu wollen. Snowden hat in etwa 20 Staaten um Asyl gebeten. Neben Bolivien haben sich auch Venezuela und Nicaragua bereiterklärt, ihn aufzunehmen. Der IT-Spezialist Snowden hatte Spähprogramme des amerikanischen und des britischen Geheimdienstes enthüllt.

Spanien entschuldigt sich bei Boliviens Präsident

Unterdessen hat sich Spanien bei Boliviens Präsident Evo Morales für Verzögerungen seines Fluges wegen der Suche nach dem früheren amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden um Entschuldigung gebeten. Der Vorgang sei nicht angemessen gewesen und habe Morales in eine schwierige Lage gebracht, sagte der spanische Botschafter in Bolivien, Angel Vazquez, am Montag.

Evo Morales, Heinz Fischer © AP Vergrößern Unfreiwilliger Staatsbesuch: Boliviens Präsident Evo Morales und der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer am 3. Juli am Flughafen in Wien

Bolivien hatte Spanien und andere Länder beschuldigt, Morales die Überflugerlaubnis verweigert zu haben. Deswegen musste das Flugzeug am 3. Juli in Wien zwischenlanden. Der Fall löste einen diplomatischen Eklat zwischen Spanien und Bolivien aus.

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Quelle: FAZ.NET

 
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