26.02.2009 · Unterstützung erfährt die von Finanzaffären und Machtkämpfen gebeutelte NPD schon geraume Zeit nur noch vom politischen Establishment. Der Berliner Innensenator Körting hat ausgeplaudert, wo die NPD vom Verfassungsschutz nichts mehr zu befürchten habe, und damit auch seine SPD-Kollegen bloßgestellt.
Von Stefan DietrichTatkräftige Unterstützung erfährt die von Finanzaffären, Richtungs- und Machtkämpfen gebeutelte NPD schon geraume Zeit nur noch vom politischen Establishment.
Jeder der in immer kürzeren Abständen vorgetragenen und dann wieder abgeblasenen Vorstöße zur Wiederaufnahme des Verbotsverfahrens gegen diese Partei hat das Häuflein der Unverbesserlichen ein Stück der Vergessenheit entrissen - und es womöglich auch wieder gestärkt; zuletzt anlässlich der voreiligen Verhaftung zweier Neonazis im Fall Mannichl.
Hier bescherte die Polizei den Rechtsextremisten gar den Triumph, als verfolgte Unschuld dazustehen. Nun plaudert auch noch der Berliner Innensenator Körting aus, wo die NPD vom Verfassungsschutz nichts mehr zu befürchten habe. Die Partei wird sich über diesen Tipp von ganz oben freuen - die Innenminister der SPD hat Körting damit auf peinliche Weise bloßgestellt. Womöglich hat er sogar die Erklärung für den überaus eindrucksvollen Neonazi-Aufmarsch in Dresden geliefert. Politisches Maulheldentum hat die NPD jedenfalls bisher nicht geschwächt.