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Nordwestafrika Putschversuch in Mauretanien niedergeschlagen

 ·  Nach zweitägigen Gefechte ist der Putschversuch aufständischer Militärs niedergeschlagen geworden. Hinter dem Aufstand sollen Islamisten stehen, die sich gegen die prowestliche Haltung der mauretanischen Regierung wenden.

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Nach zweitägigen schweren Kämpfen ist ein Putschversuch in Mauretanien nach Regierungsangaben gescheitert. Präsident Maaouya Sid Ahmed Ould Taya trat am Montagabend vor die Fernsehkameras und erklärte, der Umsturzversuch sei beendet worden.

Über die Lage in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott hatte zwei Tage lang Verwirrung geherrscht. Am frühen Sonntagmorgen waren erstmals Schüsse und heftige Explosionen zu hören gewesen, und auch am Montagmorgen gingen die Auseinandersetzungen weiter. Besonders umkämpft war der Präsidentenpalast, in den die Rebellen offenbar zeitweise eingedrungen waren. Auch am Rundfunkgebäude lieferten sich regierungstreue Soldaten sowie paramilitärische Polizisten mit den Aufständischen heftige Feuergefechte.

Islamisten als Drahtzieher vermutet

Am Montagabend erklärte Präsident Ould Taya dann, es habe einige Zeit gedauert, um die Rebelleneinheit niederzuschlagen. Bei den Gefechten rund um den Präsidentenpalast sollen am Sonntag mindestens drei Soldaten getötet worden sein. Auch zahlreiche Zivilpersonen sollen verletzt worden sein. Dem panarabischen Fernsehsender Al Dschazira zufolge könnten Islamisten und ehemalige Offiziere der mauretanischen Streitkräfte hinter dem mutmaßlichen Putschversuch stehen. Der Sender brachte die Unruhen mit dem verschärften Vorgehen der Regierung gegen islamische Extremisten in Zusammenhang.

Im Mai waren Dutzende Islamistenführer verhaftet worden, weil die Regierung ihnen vorwarf, junge Männer für den Heiligen Krieg zu rekrutieren. Am Sonntag befreiten die Aufständischen mindestens 32 islamische Aktivisten aus einer Haftanstalt, wie aus Kreisen der mauretanischen Opposition verlautete. Auch andere Gefangene seien befreit worden.

Regierung ist prowestlich

Die Regierung in Mauretanien gilt als prowestlich. Neben Jordanien und Ägypten ist der westafrikanische Wüstenstaat das einzige arabische Land, das diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält. Präsident Ould Taya war 1984 bei einem Militärputsch an die Macht gekommen. 1992 und 1997 wurde er bei Wahlen im Amt bestätigt, die von den meisten Beobachtern als nicht fair kritisiert wurden. Mauretanien hat 2,5 Millionen Einwohner und zählt zu den 30 ärmsten Ländern der Welt

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