05.07.2010 · Die geplante umfassende Einführung der Gemeinschaftsschule in Nordrhein-Westfalen ist eine unverhohlene Kampfansage an das gegliederte Schulsystem. Es wäre nicht die erste, die am Widerstand der Bürger scheitern sollte.
Von Daniel DeckersEs ist eine Ironie der Geschichte, dass Sozialdemokraten und Grüne in Nordrhein-Westfalen ausgerechnet jenen beiden Politikfeldern mit aller Macht ihren Stempel aufdrücken wollen, auf denen die CDU-FDP-Koalition seit 2005 Maßstäbe gesetzt hat: der frühkindlichen Bildung und der Schulpolitik.
Auf beiden Feldern stand das Bundesland nach Jahrzehnten sozialdemokratischer Vorherrschaft da wie ein Kaiser ohne Kleider. Unter Führung der CDU wendete sich das Blatt. Binnen kurzem wurden die Schulen wieder in die Lage versetzt, ihrem Bildungsauftrag nachzukommen; und mit der Einrichtung von Familienzentren wurde ein neuer Ansatz auf dem Gebiet frühkindlicher Bildung erprobt. Diesem Pfad will die künftige Minderheitsregierung insoweit folgen, als sie verspricht, noch mehr Ressourcen zu mobilisieren.
In der Schulpolitik zeichnet sich dagegen eine Revolution ab: Die umfassende Einführung der Gemeinschaftsschule ist eine unverhohlene Kampfansage an das gegliederte Schulsystem. Es wäre nicht die erste, die am Widerstand der Bürger scheitern sollte.
Schulnote "Ungenügend"
norbert doerre (ndoerre)
- 05.07.2010, 23:48 Uhr
Integrierte Gesamtschule
Christian Ermecke (ChristianErmecke)
- 06.07.2010, 00:39 Uhr
Die Quoten-Seelchen in den Ministerien
norbert doerre (ndoerre)
- 06.07.2010, 01:35 Uhr
@ Herr Ermecke: Da kann ich Ihnen nur 100% zustimmen!
Brigitte Stoehr (bstoehr)
- 06.07.2010, 02:49 Uhr
Sie haben allemal das Recht...
Martin Streit (Streit100)
- 06.07.2010, 05:40 Uhr
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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