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Veröffentlicht: 26.03.2016, 17:28 Uhr

Nordkorea Pjöngjang droht Südkorea ultimativ mit Militärschlägen

Die Führung in Pjöngjang fühlt sich durch Militärmanöver des Südens mit Amerika bedroht. Seoul müsse sofort die Planer eines Angriffs hinrichten lassen – ansonsten werde die nordkoreanische Armee reagieren.

© Reuters Nordkoreanische Artillerieeinheiten feuern bei einer Übung.

Als Reaktion auf Militärmanöver der Vereinigten Staaten mit Südkorea verschärft Nordkorea seine Drohgebärden. Das Militär des international isolierten Landes drohte Südkorea am Samstag ultimativ mit Militärschlägen. Es warf der Regierung von Präsidentin Park Geun Hye in der von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung vor, einen „Einsatz zum Schlag gegen die Führung“ in Pjöngjang geplant zu haben und diesen Plan umsetzen zu wollen. Südkorea müsse sich entschuldigen und die verantwortlichen Planer hinrichten lassen.

„Falls die unvergleichliche Verräterin Park Geun Hye und ihre Gruppe nicht auf das Ultimatum der Volksarmee antworten, wird die Artillerietruppe für große Entfernungen zu einer gnadenlosen Militäraktion übergehen“, hieß es.

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Die Warnung ist die jüngste in einer Reihe von Drohungen, die Nordkorea zuletzt gegen Südkorea und Amerika ausgestoßen hat. Nordkorea unterstellt den Vereinigten Staaten, durch ihre laufenden Militärübungen mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was Washington und Seoul bestreiten. Nordkorea drohte zuletzt mehrfach mit Erstschlägen.

So wurde nun auch ein Propagandavideo bekannt, in dem Nordkorea einen Atomangriff auf die Vereinigten Staaten simuliert. In dem am Samstag veröffentlichten vierminütigen Film wird die Geschichte der amerikanisch-koreanischen Beziehungen dargestellt, bevor am Ende in einer Animation eine Atomrakete vor dem Lincoln-Denkmal in der amerikanischen Hauptstadt Washington einschlägt. Das Kapitol, in dem beide Kammern des amerikanischen Kongresses untergebracht sind, explodiert durch den Einschlag.

Im Bild wird auf Koreanisch der Satz eingeblendet: „Wenn US-Imperialisten sich nur einen Zentimeter auf uns zubewegen, werden wir sie umgehend mit Atomwaffen angreifen." Das Video wurde auf einer nordkoreanischen Propaganda-Website veröffentlicht. Es zeigt unter anderem Bilder aus dem Koreakrieg, die Gefangennahme des amerikanischen Spionageschiffs „Pueblo“ 1968 und zum Atomkonflikt.

Aktivisten werfen Flugblätter ab

In den vergangenen Wochen intensivierte Nordkorea seine Propaganda-Attacken auf Amerika. Die Spannungen zwischen beiden Ländern nahmen seit dem vierten Atomwaffentest Nordkoreas im Januar, auf den weitere Raketentests folgten, wieder deutlich zu.

Südkoreanische Aktivisten verbreiteten am Samstag tausende Nordkorea-kritische Flugblätter im Nachbarland. Sie nutzten wie bereits bei früheren derartigen Aktionen Gas-Luftballons, um sie über die streng bewachte Grenze zu bringen. In den kommenden drei Monaten wollen die konservativen Aktivisten nach eigenen Angaben weitere Flugblätter im Norden verteilen, insgesamt sollen es zehn Millionen Flyer sein.

Im Oktober 2014 hatten nordkoreanische Grenzsoldaten Ballons mit Flugblättern abgeschossen, was einen kurzen Schusswechsel an der Grenze auslöste.

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Von Heike Schmoll

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Quelle: wahlrecht.de
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