Home
http://www.faz.net/-gpf-783ll
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Nordkorea-Krise Frechheit siegt

China hat - wieder einmal - sein Bedauern darüber ausgedrückt, was Nordkorea derzeit mit seinen Nachbarn in nah und fern veranstaltet. Das Problem ist nur, dass operativ aus Chinas Bedauern wohl nichts folgen wird.

China hat - wieder einmal - sein Bedauern darüber ausgedrückt, was Nordkorea derzeit mit seinen Nachbarn in nah und fern veranstaltet. Man kann sicher sein, dass damit die Empfindungen innerhalb der Führung sehr zurückhaltend ausgedrückt werden. China, das oft als letzter Verbündeter Pjöngjangs bezeichnet wird, gehen die Nordkoreaner einfach nur noch auf die Nerven. Das Problem ist nur, dass operativ aus Chinas Bedauern wohl nichts folgen wird.

Peter Sturm Folgen:

Ein unbotmäßiger „Verbündeter“ an seiner Grenze ist Peking allemal lieber als ein friedliches Land im Bündnis mit den Vereinigten Staaten. Diese Konstellation verringert den Einfluss Chinas auf die nordkoreanische Führung. Entsprechend hilflos wirkt auch der Appell Pekings an alle Konfliktparteien, den (von Nordkorea inszenierten) Streit durch Dialog beizulegen. Die Zurückhaltung gegenüber Nordkorea ist nicht als Freibrief für Pjöngjang zu interpretieren. Solange Kim Jong-un und die Seinen aber nach dem Motto „Frechheit siegt“ unterhalb der Schwelle zum Krieg handeln, können sie sicher sein, dass ihnen nichts Gravierendes geschehen wird.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 02.04.2013, 17:10 Uhr

Welche Alternative?

Von Jasper von Altenbockum

Muss man von der Form, in der die Machtkämpfe in der AfD ausgetragen werden, auf den Inhalt schließen? Der Hang zur Destruktivität ist unverkennbar. Mehr 68 42

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden