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Nordkorea-Kommentar : Was Embargobrecher beweisen

Donald Trump hat schnell über Twitter geschossen – doch es ist was dran. Die Sanktionen gegen Pjöngjang wirken. Klug angewendet, können sie zum Ziel führen.

          Der Twitter-Schnellschuss war zwar wieder ein typischer Trump. Aber das Problem, das der amerikanische Präsident benannte, ist ein wichtiges und durchaus reales. Die stetig verschärften Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Nordkorea haben all denen neue Möglichkeiten eröffnet, die auf illegale Weise Geld verdienen.

          Das Dementi der chinesischen Regierung als Antwort auf Trumps Beschuldigung, Peking liefere weiter Öl nach Nordkorea, kann somit sehr wohl der Wahrheit entsprechen. Wenn es darüber hinaus stimmt, dass Öl auf hoher See auf Schiffe umgeladen wird, die dann nach Nordkorea fahren, bleibt nur ein Weg: mehr internationale Kooperation zur Durchsetzung der gemeinsam beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea.

          Das könnte, sozusagen als Kollateralnutzen, auch dem politischen Klima insgesamt nicht schaden. Im Übrigen zeigen die sich häufenden Berichte über Embargobrecher, dass Nordkorea die Folgen der Sanktionen doch nicht so locker wegsteckt, wie die Führung in Pjöngjang gerne behauptet. Klug angewendet, können die Maßnahmen zum Ziel führen.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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