26.07.2010 · Nordkorea ist noch immer eine große Gefahr für die Sicherheit der Region. Die militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in Ostasien ist unerlässlich. Denn dort ist der Kalte Krieg eben nicht zu Ende.
Von Klaus-Dieter FrankenbergerNicht im Ernst konnten die kommunistischen Machthaber in Nordkorea geglaubt haben, sie könnten ein südkoreanisches Kriegsschiff so einfach versenken, ohne dass es eine entschiedene Reaktion geben würde. Der rhetorische Krawall, den sie jetzt inszenierten, um ein amerikanisch-südkoreanisches Seemanöver zu verhindern, ist das Mittel eines Regimes, das sich verkalkuliert hat, nun in heller Aufregung ist und deshalb die gespannte Lage weiter anzuheizen sucht.
Dabei ist Pjöngjangs Wortwahl verräterisch: Wer mit „heiligem Krieg“ und mit einer Vergeltung droht, die auf der eigenen nuklearen „Abschreckung“ basiert, ist exakt der Desperado, dessen Gebaren eine große Gefahr für die Sicherheit der Region und darüber hinaus darstellt - Stichwort Raketenexport. Die jüngsten Ereignisse liefern einen weiteren Beleg dafür, warum die militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in Ostasien unerlässlich ist; dort ist der Kalte Krieg eben nicht zu Ende. Und China kann oder will den mäßigenden Einfluss auf die nordkoreanischen Kommunisten nicht ausüben, den man von einer Großmacht erwarten sollte.
Nordkorea ist keine Gefahr...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 26.07.2010, 12:40 Uhr
Nordkoreas Harakiri?
Gernot Radtke (Autonomus)
- 26.07.2010, 14:02 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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