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Neue Vorwürfe Wulff soll Siemens um Geld für Filmproduktion gebeten haben

 ·  Die Staatsanwaltschaft Hannover hat bestätigt, dass sie neue Vorwürfe gegen den früheren Bundespräsidenten Wulff prüft. Er soll als niedersächsischer Ministerpräsident den Siemens-Konzern gebeten haben, einen Film seines Freundes und Filmproduzenten David Groenewold zu fördern.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (31)

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Gerhard Rohlfs

@Dierk Treber: Jetzt wird es teuer

Wulff hatte sich durch seine Mohammedanismus-Äusserungen beim Volk unbeliebt gemacht, verständlicherweise. Besonders bei Konservativen.
Und er ging auch sonst meist völlig konform mit der Politkaste.
Allerdings, die permante Bankenrettung, d.h. den Totalausverkauf Deutschlands, d.h. den ESM mit seinem Namen zu unterzeichnen,
und das bedeutet Enteignung, Verarmung, Destabilisierung,
soweit wollte er offenbar, wie aus seinen Reden zum Thema hervorgeht,
nicht gehen.
Köhler dagegen unterschrieb eine, kleinere, Rettung, und warf danach deswegen das Handtuch; was uns leider nichts genützt hat.
Wulffs Haltung war eine, wenn auch vielleicht kleine, Chance der Deutschen, den Weg in Armut und Knechtschaft mit relativ geringem Aufwand, einfach durch Unterstützung für den Präsidenten, noch abzuwenden, zumindest zu verzögern.
Hier konnten viele nicht differenzieren.
.
Jetzt wird es teuer, alea iacta est, soweit so schlecht.
Aber so ganz sicher ist sich die Politkaste bei Wulff immer noch nicht.

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Stephan Link
Stephan Link (kthesun) - 30.09.2012 16:29 Uhr

Es geht um Sozialneid

Im Fall Wulff geht und ging es ausschließlich um Sozialneid. Hier beschweren sich ausschließlich ganz kleine frustrierte Würstchen, die gerne genauso viel hätten wie der da.

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Sven Adrian
Sven Adrian (erzaehle) - 30.09.2012 16:06 Uhr

Passives Ungehorsam!

Irgendwer hat in den Blogs verbreitet am 4.10. alles Geld abzuheben, ich bin dabei. Es reicht auch nicht nur in den Medien rumzumotzen. Lasst die E-Mails überlaufen, den Faxen das Papier entschwinden. Freie Wahl, aber macht was.

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Peter Herbeck M.A.

Kleine Anmerkung: das Upgrade im Bayrischen Hof ist ohne Wissen von Wulff hier vorgenommen worden!

Eine Unterstützung von Siemens für diesen - von mir gesehen- Film über den ehem. Siemensmanager ist doch nur ok. Bekommen hat er sie nicht die finanzielle Unterstützung, wo liegt da die Vorteilsnahme. Die Anfangsverdacht der StA wird sich nicht erhärten lassen und so wird auch noch der letzte Strohhalm gezogen. Ersteres deute sich schon vor ca. 4 Wochen an. Es wird zu keiner Anklageerhebung kommen. Alles nur Geschmäckle !

P.S.: Der Bayrischer Hof ist immer noch einer der besten Häuser, habe dies schon vor über 40 Jahre feststellen dürfen.

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Walter Schreder
Walter Schreder (x30st) - 30.09.2012 14:43 Uhr

Liebe FAZ, legen Sie doch BITTE mal überall den auch nur annähernd selben Bewertungsmaßstab an!

Lässt sich nicht alles was der Wulff getan hat/haben soll viel eher in die Kategorie "kleine Gefälligkeiten" bzw. "Lobbyismus" einordnen? Es handelt sich doch bei dem hier beschriebenen nicht um wirkliche "Bestechung" oder "Korruption". In der Annahme, dass diese Vorwürfe stimmen...

Ich finde es ja generell eine enorm wichtige und sehr gute Sache, wenn medial Druck auf die Politik ausgeübt wird, Transparenz walten zu lassen, Lobbyismus zu verhindern/offenzulegen und auch dass solche "Gefälligkeiten", die im Grunde ja tatsächlich eine wohl wenig schlimme Form des Machtmissbrauchs sind, zu unterbinden. Aber bitte, warum muss es immer Wulff sein? Gibt es nicht eine unglaubliche Masse an anderen viel graviererenden Skandälen und Problemen, die in den Fokus gerückt, die "ausgeschlachtet" werden könnten? Zum Beispiel so ziemlich alle großen Bauprojekte, die viel teurer werden als geplant? Flughafen Berlin, Elbphilharmonie, Stuttgart 21, EZB...? Und noch 1000e andere, viel größere Probleme?

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 30.09.2012 14:39 Uhr

Alles was der BuPrä tut kann gegen ihn ausgelegt werden, auch die guten Taten.

Die Firma Siemens zu fragen, da in diesem Film ein Siemensmanager menschlich großartig handelt fällt im guten Sinne auf Siemens zurück. Man könnte sich fast Fragen warum Siemens nicht selbst auf die Idee gekommen ist so einen Film anzuregen.

Wenn Wulff einen Bekannten bei einer guten Sache unterstützt, bleibt ie Sache eine gute Sache
auch die eigene Position als Türöffner zu nutzen ist in DIESER Sache m.E. nicht verwerflich.

Was soll der BuPrä denn tun? 24 Sunden in der Villa sitzen, Bseudodemokraten die Hände schütteln und Gesetze unterschreiben? Alle was der BuPrä tut kann gegen Ihn ausgelgt werden.

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nikolaus hesse

montatura!

Hier wurde von Beginn an eine Geschichtchen muehsam zusammengetragen
+"gebaut", das Gebaeude,(montatura), wird nun wann+wie es beliebt immer weiter
"ausgebaut"! Nur eine von vielen Kampagnen, die unendlichste, in der Kampagnenrepublik
Deutschland.
Wozu das alles gut sein soll? "si vede, si sente, si capisce!"
"man sieht es, man spuert es, man versteht es!"
Jeder Kommentar ueberfluessig!

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Jan Ströher
Jan Ströher (Hurzel) - 30.09.2012 10:45 Uhr

Der feine Herr...

...hat sich seinen Ehrensold wahrlich verdient.

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Bernd Stäglich

bin entsetzt über das in den Kommentierungen hier vorherrschende Rechtsverständnis

Über den Tenor der hier vorherrschenden Kommentierungen, die u.a. gipfeln in "Ja und?" und "Was ist daran verwerflich?" bin ich erschrocken. Ist es wirklich schon soweit mit den gesellschaftlichen Verwerfungen gekommen, dass man am Tun Herrn Wulffs nichts mehr verwerflich findet?

Ich stelle klar: Natürlich ist es im Prinzip egal, ob Herr Wulff als MP oder sonstwas Siemens und Herrn Löscher um etwas gebeten hat oder nicht. Im Prinzip. Aber hier geht es doch um etwas Anderes, nämlich, dass dieses Bitten und Sich-Einsetzen für jemanden immer irgendwie mit (vorherigen oder nachträglichen) Nehmen von demjenigen verbunden war, für den Herr Wullf sich einsetzte - jedenfalls nach allem, was ich bisher so gehört und gelesen habe. Urlaube, Hotelaufenthalte auf Sylt und sonstwo, Einladungen auf Oktoberfeste.... Lässiges "Ja und?" und "Was ist daran verwerflich?" sind in dieser Konstellation also völlig fehl am Platze. die Staatsanwaltschaft verfolgt die Sache zu Recht.

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Gerhard Katz

Das Dauerthema "Wulff"

wird allmählich langweilig...

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Markus Barns
Markus Barns (mabarn) - 30.09.2012 09:27 Uhr

Was soll daran verwerflich sein?

Ich kann nach dem Lesen des Artikels jetzt wirklich nichts Schlimmes daran finden. Manchmal entwickeln solche Vorwürfe auch ein Eigenleben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.09.2012 13:54 Uhr
Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 30.09.2012 13:54 Uhr

Weil jeder Amtsträger es zu unterlassen hat

für private Zwecke von "Amigos" in offizieller Funktion zu betteln. Widerlich, diese Spinnen, die ihr persönliches Netzwerk mit Pöstchen, Gefälligkeiten, Wegsehen, etc. knüpfen, bis es eben auffliegt.

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Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 30.09.2012 08:35 Uhr

Why not?

Warum sollte er dies nicht tun? Das ein Unternehmen wie Siemens diese Rabe Geschichte unterstüzt ist ok. Was Wulff gemacht hat , ist sicher das tägliche Brot der MP Deutschlands. Einige schiessen dabei aber weit übers Ziel hinnaus. das ist nicht Wulff, sondern eher Leute wie Beck (Nürburgring) oder auch NRW mit einem "Filmpark" welcher zum Millionengrab wurde.

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Rainer Brombach

John Rabe war ein guter Film, und gut für unser Land

Genauso wie Schindler's Liste hat er dazu beigetragen, die eindimensionale Vorstellung vom Dritten Reich zu korrigieren. Es waren eben nicht alle menschenverachtende Naziklone, die dem System intellektuell gar nicht entrinnen konnten, wie uns Helmut Schmidt ständig weismachen will. Auch zwischen 1933 und 1945 hatte man die Möglichkeit sich persönlich einzusetzen, damit das Los der Verfolgten gelindert wurde. Von diesem Film profitiert die heutige Öffentlichkeit. Können wir doch Helmut Schmidts Forderung nach grenzenlosen Transferzahlungen für Europa aufgrund der Schuld seiner Generation entgegenhalten, dass der Holocaust nicht die Schuld der "Deutschen" war, sondern nur die derjenigen, die den Unterdrückten nicht geholfen haben.

Daher war es gut für das Land, dass Christian Wulff sich für diesen Film eingesetzt hat. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.09.2012 13:57 Uhr
Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 30.09.2012 13:57 Uhr

Nicht übertreiben!

Wulff hat nicht mal geschafft, das Siemens das Filmchen mitfinanziert hat.

Wir sind Herrn Wulff nur zu Dank verpflichtet dafür, dass er öffentlich gemacht hat, in welchem Masse Korruption, Vorteilsnahme, Vetterleswirtschaft und Eigennutz in der deutschen Politik bis ganz oben verbreitet ist.

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Martin Günther

Finanzielle oder inhaltliche Hilfe?

Der Text nimmt eine sonderbare Wendung: in der Überschrift, dem Untertitel und der ersten Texthilfe heisst es, Wulff sei Siemens um Geld angegangen - bei dem zitierten Brief an Löscher ist dagegen von "Unterstützung bei der Auswertung" die Rede.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, die ich auch unterschiedlich bewerte.

Ich sehe kein öffentliches Interesse in einer Filmfinanzierung für Herrn Groenewold - wohl aber daran, dass ein Unternehmen wie Siemens vollen Zugang zu Archiven und historischen Ausarbeitungen über John Rabe gewährt.

Rabe fiel bei Siemens durch seinen humanitären Einsatz ohne politische Rücksichtnahme auf das Bündnis mit Japan in Ungnade. Das ist aus heutiger Sicht kein Ruhmesblatt für das Unternehmen. Falls Wulff nur um späte Einsicht gebeten haben sollte, wäre daran nichts auszusetzen.

Ich möchte daher genau wissen, worum Wulff Siemens gebeten hat - so ist mir das zu ungenau.

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Sven Adrian
Sven Adrian (erzaehle) - 30.09.2012 07:10 Uhr

Wieder Wullf

Einfach die Type endlich verurteilen, zwei Jahre auf Bewährung. Ein verurteilter Ex-Präsident schadet dem Ansehen in der Bevölkerung und dem Ansehen Deutschlands. Somit sind seine finanziellen Ansprüche als Ex-Bundespräsident verwirkt.

Das geht doch bei kleinen Beamten auch, die bekommen ein Disz wenn sie eine Flasche Wein und nen Kalender nehmen. Bei Diebstahl folgt die Entfernung aus dem Dienst und Verlust der Bezüge usw. Bei "Politikern" ist das alles anders, dort steht ein Ehrenwort über dem GG, der StPO und dem StGB.

Dann wundern sich "Politiker" über den Glaubwürdigkeitsverlust, ich kann sie beruhigen, sie können nichts mehr verlieren.

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Wolfgang Ebel

völlig sinnlos

ist es, noch weiter gegen Wulff zu ermitteln. Zu welchen Konsequenzen könnte es denn führen ? Richtig . . . . zu keinen. Justizia schütz ihre Kinder. Wenigstens das sollten wir inzwischen - wenn auch zähneknirschend - gelernt haben.

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fritz Teich

Traurige Laecherlichkeit!

War das denn eine Amtshandlung?

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Florian Adler

Wirtschaftsförderung

heißt die Etikettierung dafür. Praktiziert vom Bürgermeister der Gemeinde Kleinkleckersdorf oder vom Stadtrat einer Landeshauptstadt und reicht in beeindruckende Dimensionen bis in die Europa-Utopia-City Brüssel. Wer etwas tiefere Einblicke in dieses Wirtschaftssystem hat und weiß, welche Breitenwirkung es innerhalb der letzten 15 Jahre erzielte, dem öffnen sich viele Fragezeichen. Was bei Wulff u.a. so verstört, ist, dass er seinen gehandelten Kurswert in der Kategorie Penny Stocks anlegte.

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Wolfgang Wunderlich

Erbsenzählerei ....

Es wird wirklich langsam peinlich, nicht nur dass die Staatsanwaltschaft dem nachgeht, auch dass die Presse solche Banalitäten überhaupt aufgreift.
Andere haben ganze Gas-Pipelines durch die Genehmigung gebracht und sich anschliessend in den Beratersesseln der Firmen niedergelassen, oder wieder andere haben Millionen von Reisepässen mit sinnlosen Chips ausgestattet, um anschliessend die Vorteile zu geniessen.
Keine Staatsanwaltschaft, die überhaupt nur einen Anfangsverdacht sieht ... und keine Presse, die das interessierte. Aber wenn ein Ministerpräsident einsmal ein gutes Wort für einen Bekannten einlegt, dann geht es hoch her.
Deutschland, Du und Deine Gerechtigkeit sind weit herunter gekommen.

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Klaus Michael Strauss

Compliance oder Klientelismus

Peter Löscher muß einen -in Teilbereichen auch wegen staatlicher Auftraggeber mit besonderen Ansprüchen an die Beziehungspflege zurückgebliebenen- Technologiekonzern nachhaltig in die Zukunft führen. Wettbewerbsfähig mit Innovation, Qualität und Systemkompetenz.

Weshalb sollte er auch angesichts einschneidender Restrukturierung Mittel für ein entferntes Filmprojekt bereitstellen?

Meines Erachtens haben Akteure der Politik noch vor sich, was Wirtschaftsunternehmen wie Siemens aus leidvoller Erfahrung der schädlichen Folgen glücklich geleistet haben: die Elimination von Korruption und Klientelismus durch wirksame Compliance.

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Jahrgang 1949, politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

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