Home
http://www.faz.net/-gpf-75yfl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Digitale Exzellenz

Netanjahu vorne Knapper Wahlausgang in Israel

Bei der Parlamentswahl in Israel liegt Ministerpräsident Netanjahu in Führung. Die Partei des früheren Fernsehmoderators Jair Lapid wurde laut erster Prognosen überraschend zweitstärkste Partei im neuen Parlament.

© dpa Vergrößern Möglicher Gewinner mit Verlusten: Ministerpräsident Netanjahu

In Israel hat sich am Dienstagabend ein knapper Wahlausgang abgezeichnet. Die Partei des früheren Fernsehmoderators Jair Lapid wurde laut erster Prognosen nach der Schließung der Wahllokale überraschend zweitstärkste Partei im neuen Parlament. Die Partei „Es gibt eine Zukunft“ könnte demnach mit bis zu 19 der insgesamt 120 Mandate rechnen. Die Arbeiterpartei erhielt 17 Sitze.

Hans-Christian Rößler Folgen:  

Das Wahlbündnis von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kam dagegen nur auf 31 Mandate. Vor vier Jahren hatten seine Likud-Partei und die „Israel Beitenu“-Partei zusammen noch 42 Mandate gewonnen.

Schlechter als erwartet schnitt auch die rechtsnationale Partei „Jüdisches Heim“ unter der Führung von Naftali Bennett ab. Sie kam nach ersten Wählerbefragungen nach dem Schließen der Wahllokale nur auf 12 Sitze. Mit der Hilfe der beiden ultraorthodoxen Schas-Partei (12) und dem „Vereinten Tora-Judentum“ (6) hätte Netanjahu jedoch wieder eine knappe rechtsreligiöse Mehrheit. Auch die frühere Außenministerin Zippi Livni hatte – wie Jair Lapid – nicht völlig ausgeschlossen, einer Regierung unter Netanjahu beizutreten.

Livnis „Bewegung“ erzielte höchstens sieben Sitze. Die Kadima-Partei, mit der sie im Jahr 2009 die größte Parte in der Knesset wurde, schaffte es nicht wieder ins Parlament.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Netanjahu in Washington Ein zweifelhafter Gast

Affront gegen Obama: Der israelische Ministerpräsident Netanjahu auf Besuch in Washington. Nur hat ihn die Regierung nicht eingeladen. Iran freut sich währenddessen über das Spektakel. Mehr Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem

02.03.2015, 07:28 Uhr | Politik
Jerusalem Israel kündigt scharfe Reaktionen nach Anschlag an

Bei dem Anschlag auf eine Synagoge wurden am Dienstagmorgen mehrere Menschen getötet. In einer ersten Stellungnahme hat sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nun zu dem Anschlag geäußert. Mehr

18.11.2014, 15:16 Uhr | Politik
Aipac-Konferenz in Washington Netanjahus Wahlkampf-Vehikel in Amerika?

Die Aipac gilt als einflussreichste Lobbyorganisation Israels in Amerika. Dass der israelische Ministerpräsident Netanjahu so kurz vor einer Parlamentswahl dort spricht, ist mehr als nur ein Bruch mit alten Traditionen. Mehr Von Hans-Christian Rößler, Jerusalem

02.03.2015, 15:12 Uhr | Politik
Israel Netanjahu ruft Neuwahlen aus

Israels Premierminister Netanjahu entlässt zwei Minister und kündigt die Auflösung des Parlamentes an. Eine Opposition innerhalb der eigenen Regierung werde er nicht weiter tolerieren. Mehr

03.12.2014, 09:10 Uhr | Politik
Umstrittene Rede Obama will keinen Streit mit Netanjahu

Barack Obama lenkt im Konflikt mit Benjamin Netanjahu ein - obwohl Israels Ministerpräsident seine geplante Rede vor dem amerikanischen Kongress nicht abgestimmt hat. Mehr

26.02.2015, 23:56 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.01.2013, 21:13 Uhr

Ungewöhnlich dumm

Von Berthold Kohler

Die Verschwörungstheoretiker in Athen halten offenkundig alle anderen EU-Mitglieder für blöd. Man muss wohl griechischer Ökonomieprofessor sein, um das als klug anzusehen. Mehr 56 173

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden