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Netanjahu vorne : Knapper Wahlausgang in Israel

Möglicher Gewinner mit Verlusten: Ministerpräsident Netanjahu Bild: dpa

Bei der Parlamentswahl in Israel liegt Ministerpräsident Netanjahu in Führung. Die Partei des früheren Fernsehmoderators Jair Lapid wurde laut erster Prognosen überraschend zweitstärkste Partei im neuen Parlament.

          In Israel hat sich am Dienstagabend ein knapper Wahlausgang abgezeichnet. Die Partei des früheren Fernsehmoderators Jair Lapid wurde laut erster Prognosen nach der Schließung der Wahllokale überraschend zweitstärkste Partei im neuen Parlament. Die Partei „Es gibt eine Zukunft“ könnte demnach mit bis zu 19 der insgesamt 120 Mandate rechnen. Die Arbeiterpartei erhielt 17 Sitze.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Das Wahlbündnis von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kam dagegen nur auf 31 Mandate. Vor vier Jahren hatten seine Likud-Partei und die „Israel Beitenu“-Partei zusammen noch 42 Mandate gewonnen.

          Schlechter als erwartet schnitt auch die rechtsnationale Partei „Jüdisches Heim“ unter der Führung von Naftali Bennett ab. Sie kam nach ersten Wählerbefragungen nach dem Schließen der Wahllokale nur auf 12 Sitze. Mit der Hilfe der beiden ultraorthodoxen Schas-Partei (12) und dem „Vereinten Tora-Judentum“ (6) hätte Netanjahu jedoch wieder eine knappe rechtsreligiöse Mehrheit. Auch die frühere Außenministerin Zippi Livni hatte – wie Jair Lapid – nicht völlig ausgeschlossen, einer Regierung unter Netanjahu beizutreten.

          Livnis „Bewegung“ erzielte höchstens sieben Sitze. Die Kadima-Partei, mit der sie im Jahr 2009 die größte Parte in der Knesset wurde, schaffte es nicht wieder ins Parlament.

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