http://www.faz.net/-gpf-6v3mt

„Nationalsozialistischer Untergrund“ : Verfassungsschützer womöglich in „Döner-Mord“ involviert

  • Aktualisiert am

F.A.Z.-Informationen zufolge war in einen der Anschläge auf ausländische Kleinunternehmer möglicherweise ein Beamter des hessischen Verfassungsschutzes involviert. Die Anschläge werden der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zugerechnet.

          In einen der Anschläge auf türkische und einen griechischen Kleinunternehmer, die der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zugerechnet werden, war möglicherweise ein Beamter des hessischen Verfassungsschutzes stärker involviert als bisher bekannt. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagsausgabe) mit Berufung auf Sicherheitskreise in Wiesbaden.

          Nach Informationen der Zeitung soll sich der Verfassungsschützer entgegen bisheriger Annahmen zum Zeitpunkt des Mordes an einem Internetcafébetreiber aus Kassel am 6. April 2006 am Tatort aufgehalten haben. Das Opfer des Anschlags war der 21 Jahre alte Halit Yozgat. Der Verfassungsschützer ist inzwischen vom Dienst suspendiert.

          Die Kasseler Staatsanwaltschaft hatte damals gegen den Verfassungsschützer ermittelt, stellte die Ermittlungen jedoch ein, weil sie dem Verdächtigen keinen Zusammenhang mit der Tat nachweisen konnte. Bisher war die offizielle Darstellung, dass der Mann das Café etwa eine Minute vor der Tat verlassen habe. Diese Annahme könne nun nicht mehr aufrecht erhalten werden, hieß es laut F.A.Z. aus Wiesbaden. Die Zeitung berichtet weiter, dass damals in der Wohnung des Verdächtigen mehrere Waffen gefunden worden seien.

          Der Deutsche türkischer Abstammung Haliz Yozgat war das letzte bekannte Opfer der Morde an ausländischen Kleinunternehmern, die der NSU zugerechnet worden sind.

          Weitere Themen

          Mit einem Trick durch den Schabbat

          Ein Eruv macht es leichter : Mit einem Trick durch den Schabbat

          Streng genommen dürfte ein gläubiger Jude am Schabbat nicht einmal seinen Hausschlüssel mitnehmen, wenn er in die Synagoge geht. Wien hat als einzige Stadt im deutschsprachigen Raum eine Lösung für dieses Dilemma: einen Eruv. Einen was?

          Parteien sind bei dieser Wahl nicht zugelassen Video-Seite öffnen

          Im afrikanischen eSwatini : Parteien sind bei dieser Wahl nicht zugelassen

          In dem afrikanischen Kleinstaat eSwatini, dem ehemaligen Swasiland, wird ein neues Parlament gewählt. Politische Parteien sind allerdings nicht zur Wahl zugelassen, Wahlkampfveranstaltungen gibt es kaum und Wahlplakate der Kandidaten sind selten zu sehen.

          Wie können Mieter nach Modernisierungen bleiben? Video-Seite öffnen

          Wohnungsnot in Deutschland : Wie können Mieter nach Modernisierungen bleiben?

          Die Wohnungen in deutschen Städten sind knapp, die Mieten steigen und es ziehen immer mehr Menschen hinzu. „Wir brauchen Wohn- und die gesamte soziale Infrastruktur, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen, das ist eine Riesenaufgabe“ fordert Berlins Regierender Bürgermeister Müller Hoffnungen.

          Topmeldungen

          Wohnungsgipfel im Kanzleramt : Wie wird Bauen günstiger?

          In den großen Städten leiden Mieter und Käufer gleichermaßen unter hohen Preisen. Die Regierung setzt auf Baukindergeld, Mietpreisbremse, sozialen Wohnungsbau - und trifft sich an diesem Freitag zum Wohngipfel. Fünf Vorschläge, wie es besser gehen könnte.
          ZDF-Moderatorin Maybrit Ilner

          TV-Kritik: Maybrit Illner : Drei Grüne, eine Meinung

          Es ging um die Energiepolitik und den Hambacher Forst. Eingeladen waren Gäste, die das vielfältige Meinungsspektrum repräsentieren. Oder auch nicht.
          Der Siegtorschütze und sein Trainer: Luka Jovic (links) freut sich mit Adi Hütter.

          Frankfurts Europa-League-Sieg : Das Gefühl von Glück

          Die Fans? Ausgeschlossen. Das Stadion? Leer. Die Stadt? Bitte frei von Frankfurt-Fans. Das geglückte Europa-Comeback ist für die Eintracht sehr viel wert. Da gratuliert sogar der DFB-Präsident.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.