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Naher Osten Saudi-Arabien kritisiert Irans Konfrontationskurs im Atomstreit

05.02.2007 ·  Bundeskanzlerin Merkel setzt ihre Reise durch den Nahen Osten fort. Mit Saudi-Arabiens König Abdullah sprach sie über die Lage der instabilen Regierung im Libanon. Abdullah kritisierte auch Irans unnachgiebigen Kurs im Atomstreit.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf ihrer Reise durch die arabische Region am Montag in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) eingetroffen. In Abu Dhabi trifft die amtierende EU-Ratsvorsitzende zunächst die Wirtschaftsministerin Lubna al Kasimi, danach VAE-Präsident Scheich Chalifa. Neben den aktuellen Nahost-Konflikten soll die boomende Wirtschaftsentwicklung in den Emiraten besprochen werden.

Im Streit über das iranische Atomprogramm hat Saudi-Arabien unterdessen den unnachgiebigen Kurs Irans kritisiert. König Abdullah und Kanzlerin Merkel berieten am Sonntag in Riad über den Konflikt. „Wir sind Freunde Irans“, sagte der König nach Angaben aus Delegationskreisen. „Aber das, was Iran jetzt macht, ist falsch.“ Hier müssten Europa und die Staatengemeinschaft zusammenarbeiten.

Merkel will die Staaten der Golfregion auf ihrer mehrtägigen Reise auf Geschlossenheit beim weiteren Vorgehen gegen Iran einschwören. Der Westen wirft dem Land vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Islamische Republik weist das zurück und nennt zivile Ziele ihres Atomprogramms.

Stabilisierung der Regierung im Libanon

Merkel beratschlagte mit König Abdullah außerdem über die Lage der ins Wanken geratenen Regierung im Libanon sowie über das bevorstehende Treffen von Spitzenvertretern der verfeindeten Palästinensergruppen Hamas und Fatah am Dienstag in Mekka. Auf Vermittlung von Saudi-Arabien sollen sich dort Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von der Fatah und Hamas-Führer Chaled Meschaal treffen, um abermals über eine Regierung der nationalen Einheit zu beraten, die aus Vertretern beider Gruppen bestehen soll.

Das Gespräch im Jamama-Palast zwischen Merkel und König Abdullah dauerte gut eine Stunde. Die Kanzlerin musste trotz der streng islamischen Regeln in Saudi-Arabien keinen der sonst für Frauen üblichen Umhänge anlegen. Nach dem Treffen mit dem Staatsoberhaupt kam sie mit Außenminister Saud al Faisal zusammen.

Der Besuch in Riad ist Teil einer viertägigen Reise in den Nahen Osten, auf der Merkel als EU-Ratspräsidentin die Chancen für eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses ausloten will. Erste Station der Reise war am Samstag Ägypten, nach den Vereinigten Arabischen Emiraten fährt Merkel weiter nach Kuweit.

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Von Günther Nonnenmacher

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