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Naher Osten Peres: Heute ist ein entscheidender Tag

 ·  Heute treffen sich die Sicherheitsexperten Israels und der Palästinenser, um ihre am Freitag abgebrochenen Gespräche über einen Waffenstillstand fortzusetzen.

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Vor den neuen Gesprächen israelischer und palästinensischer Sicherheitsexperten am Sonntagabend hat sich Außenminister Schimon Peres optimistisch geäußert. Bei seiner Ankunft zu einem China-Besuch sagte Peres in Peking, es gebe eine faire Chance für eine Waffenruhe. „Heute kann der entscheidende Tag sein, und ich hoffe, dass wir eine Vereinbarung erreichen", sagte Peres.

Bei dem vorangegangenen Treffen der Sicherheitsexperten am Freitag wurde keine Einigkeit erzielt. Israel macht den Abzug seiner Truppen aus dem autonomen Teil der besetzten Palästinenser-Gebiete vom Ende des bewaffneten Aufstandes abhängig. Auf dieser Grundlage sollen dann die Verhandlungen über den endgültigen Status des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens wiederaufgenommen werden.

Arafats Reise nach Beirut weiter ungewiss

Die Araber wollen auf einem Gipfeltreffen Mitte kommender Woche in Beirut über die Abdullah-Initiative beraten, die Israel einen anerkannten Platz im Nahen Osten sichern soll, wenn es sich aus allen 1967 besetzten Gebieten zurückzieht. Zu den Möglichkeiten einer Reise Palästinenser-Präsident Jassir Arafats nach Beirut sagte Peres: „Ich denke, wenn heute bezüglich der Waffenruhe eine Vereinbarung erreicht wird, kann er nach Beirut gehen.“ Israels Ministerpräsident Ariel Scharon sagte demgegenüber während der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag, Arafat werde „Ramallah nicht verlassen, solange er nicht gegen den Terror vorgeht“.

Wieder sieben Tote

Vermutlich palästinensische Extremisten hatten zuvor bei einem Überfall auf einen Siedler-Bus nördlich von Ramallah im Westjordanland eine 23-jährige Frau getötet. Bei nachfolgenden Suchaktionen erschossen israelische Soldaten einen palästinensischen Polizisten. Auf den Golanhöhen töteten israelische Soldaten vier bewaffnete Männer, die von Jordanien aus nach Israel eingedrungen waren. Am Karni-Übergang zwischen dem Gazastreifen und Israel erschossen Soldaten einen unbewaffneten Palästinenser, der ihnen nach Armeeangaben verdächtig vorkam.

Araber könnten Israel bloß stellen

Die arabische Welt will bei ihrem Gipfel deutlich machen, dass für sie die Rechte der Palästinenser wichtiger sind als die Sorgen Washingtons über Irak. Bis auf den israelischen Ministerpräsidenten Artiel Scharon unterstütze jeder die Initiative, sagte der saudiarabische Kronprinz Abdullah am Sonntag der Nachrichtenagentur seines Landes. „Wir wollen in Frieden leben, und wenn die Israelis das nicht akzeptieren, dann werden wir sie bloß stellen und der ganzen Welt beweisen, dass Araber und Moslems diejenigen sind, die den Frieden wollen.“

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