06.11.2004 · Der amerikanische Botschafter in Berlin, Dan Coats, hält eine Lösung des Nahost-Konflikts für möglich. Es gebe moderatere palästinensische Politiker als Arafat, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Der amerikanische Botschafter in Berlin, Dan Coats, sieht wachsende Chancen für den Nahost-Friedensprozeß in der Zeit nach Palästinenserpräsident Jassir Arafat.
Coats sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: “Das Ende Arafats bietet eine Gelegenheit, im Nahost-Friedensprozeß einen großen Schritt nach vorne zu machen. Es gibt in der Palästinenserführung sehr viel moderatere Politiker als Arafat, es gibt unter ihnen solche, die wirklich eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts finden wollen.“
Arafat hat jede Bewegung im Friedensprozeß blokiert
Der Republikaner Coats, der als Kandidat für einen Posten in der neuen amerikanischen Regierung gilt und dessen Amtszeit in Berlin zum Ende des Jahres ausläuft, kritisierte, Arafat habe im Nahost-Friedensprozeß jede Bewegung blockiert.
Coats fügte hinzu: “Vielleicht läßt sich die Initiative des israelischen Ministerpräsident Scharon zum Rückzug aus dem Gaza-Streifen verbinden mit einem Schritt der palästinensischen Seite.“ Wenigstens seien Verhandlungen auf der Basis der Road Map denkbar. Ziel sei dabei die Gründung eines palästinensischen Staates.