Generalbundesanwalt Kay Nehm hat Haftbefehl gegen ein weiteres mutmaßliches Mitglied der rechtsextremen Münchener Gruppe erwirkt, die einen Anschlag auf die Baustelle eines jüdischen Zentrums geplant haben soll.
Wie Nehms Sprecherin Frauke-Katrin Scheuten am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte, erließ ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof bereits am Dienstag Haftbefehl gegen eine 17jährige. Die Frau sei am Montag in der Nähe von München festgenommen worden und stehe im Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Sie befinde sich in Haft. Die rechtsextreme Gruppe soll nach Erkenntnissen der Ermittler einen Sprengstoffanschlag am 9. November auf die Baustelle des jüdischen Zentrums in der Münchener Innenstadt geplant haben.
Damit sind gegen insgesamt elf mutmaßliche Rechtsextreme Haftbefehle erlassen worden. Inzwischen befinden sich den Angaben zufolge neun mutmaßliche Mitglieder der rechten Gruppe in Haft, zwei mutmaßliche Unterstützer sind von der Haft verschont worden.